Kapitel 13.

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Juli.
"Bist du sicher, dass wir alles haben?"
Lilli rannte hysterisch hin und her und packte grade zum 6. Mal ihre Tasche aus, um zu gucken ob das Flugticket auch wirklich da war.
Amüsiert beobachtete ich ihren Trubel und rollte meinen Koffer an die Haustür.
"Lilli mein Schatz. Nur weil 2 Minuten vergangen sind, heißt das nicht, dass dein Flugticket jetzt plötzlich Beine entwickelt hat und sich aus dem Staub macht. Sie warf mir einen vernichten Blick zu und warf wieder alles in ihre Tasche.
"Okay wie gehen nochmal durch ob wir uns an alle Richtlinien gehalten haben.
Ich verdrehte die Augen zählte aber ihr zu Liebe auf.
"Reisepass."
"Check"
"Laptop separat gepackt?"
"Check"
"Flüssigkeiten in 100ml Flaschen abgefüllt?"
"Check"
"Spitze Gegenstände entfernt oder in den Koffer gepackt?"
"Check"
"Deine Bombe zu Hause gelassen?"
Sofort kassierte ich einen weiteren vernichtenden Blick. Ich fing an zu lachen und legte den Arm um sie.
"Ganz entspannt. Es hat alles seine Richtigkeit!"
Mit einem Blick aus dem Fenster stellte ich fest, dass das Taxi da war.
Wir legten unsere Handtaschen auf den Koffer, löschten die Lichter, kontrolierten Steckdosen und Herd und zogen endlich die Tür hinter uns zu.
Vor zwei Tagen hatte mein Bruder Luke, Clary abgeholt, um in den 2 Wochen auf sie aufzupassen. Als sie wegwaren brach bei uns dann Packstress ein und wir ware. Gestern erst spät fertig.
Der Taxifahrer war ein netter Mexikaner mit Schnauzer. Er stieg sofort aus, um unsere Koffer zu verladen und öffnete uns schließlich sogar die Tür. Auf der Fahrt tauschte man Höflichkeiten, wie Wetter und Reiseziel aus und dann waren wir auch schon am Flughafen. Da man nur von Paris nach Cincinatti fliegen konnte, hatten wir vorher wieder einen Verbindungsflug.
Als wir an der Schlange zum Securitybereich standen, trat Lilli ungeduldig von einem Fuß auf den anderen, um dann vor lauter Aufregung zu vergessen, den Gürtel abzumachen. Das Piepen der Senoren im Bogen, durch den sie gehen musste, ließ sie unwillkürlich erbleichen und sie fragte sich, was sie verbrochen hatte. Nachdem sie abgetastet wurde und ohne Gürtel es nicht mehr piepte, durfte sie weitergehen, doch der Schreck stand ihr im Gesicht geschrieben. Schnell zogen wir unsere Sachen wieder an und packten Flüssigkeiten und Laptop in unsere Taschen zurück, um noch zwei Sitzplätze im Wartebereich zu finden. Durch die bodenlangen Fenster hatten wir eine Tolle Sicht auf die Rollbahn und die Sonne, die grade dabei war unter zu gehen. Zu unserer linken befand sich ein Geschenkeshop und sofort wurde Lilli etwas schlagartig klar: "ich habe kein Geschenk für deinen Opa!"
Ich winkte bloß ab. "Mach dich nicht verrückt. Er wird sicher nichts erwarten."
Lilli sah das jedoch ganz anders und erörterte mir das Prinzip der Gastfreundlichkeit und der Höflichkeiten die man Fremden gegenüber hat. Daraufhin lief sie noch schnell los und kam mit Pralinen und einem Berlinbär wieder.
Nicht zu früh, denn schon wurden wir aufgerufen und man hörte Leute kramen, das Hochziehen von Reisverschlüssen und das Rollen der Koffer über die Fliesen.

A Flight to Kentucky - Multi Fandom FF (eine Never Ending Story)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!