Kapitel 24. Es tut mir SO leid

126 5 4

Ich wusste, dass es ein großer Fehler gewesen war, sobald ich Josh im Türrahmen sah. Meine Gedanken rasten und überschlugen sich. Josh schluckte schwer und schaute mir gerade in die Augen. Ich schaute ihn ebenfalls an und schmiss den Bilderrahmen in den Mülleimer, ohne den Blickkontakt zu beenden. Für kurze Zeit standen wir einfach so da, dann drehte er sich um, fuhr mit der Hand durch seine Haare und ging die Treppe runter. Unten hörte ich die Haustür ins Schloss fallen und fing an zu weinen. Ich hatte nicht nur seine verletzlichste Stelle aufgedeckt, ich hatte die Wunde vergrößert. Mir fiel nichts ein was ich jetzt noch tun könnte. Wenn ich hinterher gehen würde, könnte es nach hinten losgehen und das wäre noch schlimmer. Langsam ging ich zum Fenster und schaute auf die Straße. Ich sah ihn nirgends und vermutete dass er in den Garten gegangen war. Leise öffnete ich die Badezimmertür und zog den Vorhang zur Seite. Josh stand auf der Veranda und starrte auf seine Füße. Es ließ mich noch schlechter fühlen, als ich ihn dort so leidend stehen sah. Ich kannte ihn nicht und hatte es mir mit ihm so verdorben. Er würde nie wieder mit mir reden! Die Person die ich am meisten bewunderte war durch mich unglücklich. Auf einmal kam ich mir furchtbar kindlich vor. Er hatte eine ernsthafte Beziehung gehabt und führte ein selbstständiges Leben. Ich ging noch zur Schule, lebte bei meinen Eltern, hatte noch nie eine feste Beziehung und nun hatte ich wie ein Fangirl in seinen Sachen geschnüffelt. Ich schaute ihn noch eine Weile von oben an. Dann atmete ich tief ein und lief die Treppe runter. Vorsichtig zog ich die Haustür hinter mir zu und lief um das Haus herum zum Garten. Beim Esszimmerfenster passte ich auf, dass man mich nicht sah, denn unangenehme Fragen würden die Situation nur anspitzen und Josh wollte bestimmt nicht das alle ihn so sahen. Ich ging nicht leise, damit er wusste, dass ich komme und ihn nicht erschreckte. Er hatte sich jetzt auf die Schaukelbank gesetzt und schaute in die Ferne. Wortlos setzte ich mich neben ihn. Ich schaute in die gleiche Richtung wie er, konnte aber nichts entdecken, was seine Aufmerksamkeit erregte.
"Es tut mir SO leid!", hauchte ich tonlos.
Josh reagierte nicht sondern führte seinen starren Blick fort, also redete ich einfach weiter.
"Ich hatte keinerlei Recht in das Zimmer zu gehen, geschweige denn an deine Sachen zu gehen. Es tut mir sehr leid, dass ich dich verletzt habe. Ich wusste nicht, dass ihr nicht mehr..." Ich hörte auf zu reden, weil ich merkte, dass ich wieder unangebrachte Sachen sagte. Ich schaute in meinen Schoß und wollte dann aufstehen. Bevor ich mich erheben konnte, nahm er meine Hand und drückte sie. Ohne mich zu bewegen saß ich da. Josh wendete sich vom Horizont ab und schaute mich an.
"Ich bereue es nicht, dass es beendet ist. Ich bereue es nicht eine Minute. Ich bereue, es überhaupt wieder angefangen zu haben. Es ist meine eigene Schuld. Manche Menschen wollen gar keine zweite Chance und nutzen diese wieder um einen zu verletzen."
Ich sagte kein Wort, um ihn nicht zu verschrecken.
"Ich halte es nur nicht aus wenn Menschen Bemerkungen dazu abgeben oder sogar Vorwürfe machen. Deswegen will ich es einfach geheim halten. Aber ich weiß, dass das nicht geht."
Zuerst dachte ich es würde komisch kommen, drehte dann aber doch meine Hand und verschränkte meine Finger mit seinen. Manchmal war es besser einfach nichts zu sagen.

_____________________________________________Dieses eine Kapitel habe ich mal komplett auf deutsch geschrieben aber ich bin mir nicht sicher ob ich es weiter so mache:)
_____________________________________________
Hi Leute ❤️ ich hoffe ich habe euch nicht alle verloren, da ich schon lange nicht mehr geschrieben haben! Das werde ich in Zukunft wieder öfter tun!! Außerdem schreibe ich grade auch eine Magcon-FF und es würde mich sehr freuen wenn ihr einfach mal vorbeischaut ❤️

A Flight to Kentucky - Multi Fandom FF (eine Never Ending Story)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!