Darf ich dich umarmen

72 18 0
                                    

Mirco schaut mich einfach an. Er sagt lange Zeit nichts und ich schaue beschämt auf den Boden. Warum habe ich das gesagt, ich kenne diesen Jungen nicht so gut und ich will mich eigentlich nicht komplet blamieren. "Rose", beginnt Mirco: "Ich bin scheisse im Trösten und ich kann das nicht gut. Ich weiss nicht was ich sagen soll:" Er meint das wirklich ernst, ist es ihm wirklich unangenehm oder will er mir wirklich helfen? "Darf ich dich einfach umarmen?", fragt er schliesslich und ich nicke immer noch voller Scham. Er legt seine starken Arme um meinen kleinen Oberkörper und sofort fühle ich mich geborgen.

"Rose", flüstert er mir oben in die Haare, während mein Kopf auf seinem Brustkorb liegt und ich mich eifach nicht mehr einsam fühle. "Du bist ein wundervolles Mädchen, wirklich. Ich weiss, dass du mir nicht glauben wirst und ich weiss wie schwer es ist. Aber hör mir zu, ich liebe dich als wärst du einen Teil von mir und ich wünschte mir so, dass du einfach das auch in dir sehen könntest." Dann sagte er nichts mehr, ich auch nicht. Leise kämpfe ich gegen die aufkommenden Tränen und ich atme hektischer. Regelmässig fährt mir Mirco mit der Hand über den Rücken und jetzt, da es wirklich still ist, höre ich den regelmässigen Herzschlag des Jungen, welchen ich so gerne als Bruder hätte. Nicht mehr und nicht weniger. 

Langsam beruhige ich mich. Der Herzschlag, seine Berührungen und das er mich einfach festhällt hilft mir so sehr. Ich fühle mich angenommen und zuhause. Dieses Gefühl konnten bisher nur wenige Personen herstellen. Vorsichtig blinzle ich ein paar Mal und schlucke die letzten Tränen runter. Ich bin nicht so scheisse wie ich mir immer einbilde. Ich bin geliebt, zumindest auf Freundschaftlicher Basis, aber das ist mindestens genauso viel wert, wie wirkliche Liebe. Das fühle ich gerade jetzt sehr stark. "Danke", murmle ich ihm zu. "Danke viel Mal."

The highlight of my lowlifeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt