Call me Babe

By storytelleeeeeer

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Hailee (16) und Cole (17). Sie sind Stiefgeschwister, müssen zusammen leben. Sie verstehen sich eine Sekunde... More

Kapitel 1 - Die Gegenwart
Kapitel 2 - Eine Gang & eine Wette
Kapitel 3 - Ich würd's tun
Kapitel 4 - Pläne zur Ablenkung
Kapitel 5 - Die Party
Kapitel 6 - Die Nacht & ein trauriger Morgen
Kapitel 7 - Aufgeflogen & hitzige Gespräche
Kapitel 8 - Vergangenheiten
Kapitel 9 - Kyle
Kapitel 10 - Streits
Kapitel 11 - Angst um Adam & die grausame Wahrheit
Kapitel 12 - Der Ich-Hatte-Sex-Und-Will-Es-Nicht-Sagen-Blick & Chlamydien
Kapitel 13 - Jordan
Kapitel 14 - Chris, Kyle, Mandy & ein Date
Kapitel 15 - Nicht mehr als jeder andere One Night Stand & ein Ausflug
Kapitel 16 - Küss mich
Kapitel 17 - Cole-Hailee-Flirten, Blumen & Kampftraining
Kapitel 18 - Zusammen?
Kapitel 19 - Beerdigung & ein Angebot
Kapitel 20 - Betrunkene Ehrlichkeit, Sticheleien & Verlobung
Kapitel 21 - Miami
Kapitel 22 - Ein Baby, eine Partynacht & Drogen
Kapitel 23 - Nichts mehr, was man geheim halten muss & Entführung
Kapitel 24 - Rettung
Kapitel 25 - Waffen & Streit mit Dad
Kapitel 26 - ausgebabet & Zweifel bei Rachel
Kapitel 27 - Versöhnungen & Viel Wasser
Kapitel 28 - Streit in der Gang & Schmerzende Worte
Kapitel 29 - Zwei Wochen
Kapitel 30 - Der beste Sex seines Lebens
Kapitel 31 - Ein langes Gespräch
Kapitel 32 - Ein Ausflug & Geburtstag
Kapitel 33 - Der Plan
Kapitel 34 - Der Deal
Kapitel 35 - Charlston Industries
Kapitel 36 - Stimmungsschwankungen
Kapitel 37 - Marcus' Feier
Kapitel 38 - Ich liebe dich
Kapitel 39 - Tante Rose
Kapitel 40 - Hochzeitspläne & Ablenkung
Kapitel 41 - O'Neill, O'Donnell, raus!
Kapitel 43 - Coles Vater
Kapitel 44 - Hailee
Kapitel 45 - Nicht dein Freund
Kapitel 46 - Für immer, Babe
Kapitel 47- Die nächste Party & Chris-Pläne
Kapitel 48 - Der Abend, der alles veränderte (1)
Kapitel 49 - Der Abend, der alles veränderte (2)
Kapitel 50 - Der Abend, der alles veränderte (3)
Kapitel 51 - Der Tag danach
Kapitel 52 - unangenehmer Besuch
Kapitel 53 - Verletzungen
Kapitel 54 - Krankenhaus
Kapitel 55 - Besuch bei Kyle
Kapitel 56 - Du bringt alles nur noch mehr durcheinander
Kapitel 57 - Fightclub
Kapitel 58 - Gefängnisbesuch
Kapitel 59 - Geburtstag
Kapitel 60 - Versöhnung
Kapitel 61 - Ich habe aufgegeben
Kapitel 62 - Hochzeit (1)
Kapitel 63 - Hochzeit (2)
Kapitel 64 - Abschiedsfeier
Kapitel 65 - (Kein) Abschied
Kapitel 66 - Die ersten Wochen
Kapitel 67 - Brief
Kapitel 68 - Unerwarteter Besuch
Kapitel 69 - Gemeinsame Zeit
Kapitel 70 - Die nächsten Lügen
Kapitel 71 - Neue Streitereien
Kapitel 73 - Party mit Riley & Miranda
Kapitel 73 - erneuter Abschied & die letzten Wochen
Kapitel 74 - Die letzte Woche
Kapitel 75 - Überraschung & Rückreise
Kapitel 77 - Zu Hause
Kapitel 78 - Zurück in Chicago
Kapitel 79 - Elle O'Donnell
Kapitel 80 - Panik
Kapitel 81 - Ja
Kapitel 82 - Ja (2)
Kapitel 83 - Alis Freund & Vorbereitungen
Kapitel 84 - Der Eine Tag (1)
Kapitel 85 - Der Eine Tag (2)
Kapitel 85 - Der Eine Tag (3)
Kurze Info
Kapitel 87 - Walnusseis mit Schokostreuseln
Kapitel 88 - Das ist für dich, Oakley.
Das letzte Mal

Kapitel 42 - Die einzig plausible Antwort

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By storytelleeeeeer

Als Cole mich aus der Klasse schob und hinter mir die Tür schloss, standen wir nun alleine auf dem menschenleeren Flur. Ich floh aus Coles Griff und stellte mich trotzig auf die gegenüberliegende Seite an die Wand.

„Was genau hast du gehört?" fragte er betont ruhig, ich merkte, dass er nicht streiten wollte.

„Ich muss nichts hören, das ist ja wohl offensichtlich. Als wir getrennt waren, hast du diese Schlampe gevögelt und dann bin ich am Flur in sie reingelaufen. Dann hat sie dich am nächsten Tag mit Blicken aufgefressen und jetzt, ein paar Wochen später, erzählst du mir, dass du mit den Jungs feiern gehst und vergisst ganz zufällig zu erwähnen, dass sie auch da war." Ich ließ meine Worte kurz auf ihn wirken.

"Du gibst ihr Drinks aus und gehst mit ihr eine rauchen, ich will gar nicht wissen, was zwischen euch passiert ist, als ihr da alleine draußen wart. Und dann kommst du nach Hause und meinst, du brauchst Ablenkung. Ja, Ablenkung von deinen scheiß Schuldgefühlen oder was?! Und dann hast du auch noch die Nerven, mit ihr in der Schule zu reden, wobei sie natürlich so sehr lachen muss, dass sie fast umfällt, weshalb sie sich natürlich an dir festhalten muss!"

Ich verschränkte die Arme vor der Brust und funkelte ihn an. Als erstes sah ich in seinem Gesicht nur Ungläubigkeit und ein wenig Wut, doch dann begann er plötzlich zu lachen. Ich kannte dieses Lachen, er lachte mich aus.

„Findest du das jetzt witzig oder was?!" fuhr ich ihn an und mein Magen zog sich zusammen. Er versuchte, sein Lachen im Zaum zu halten und räusperte sich. „Ich finde es süß, wie eifersüchtig du bist, Babe." Er wollte seine Hand auf meine Wange legen, doch ich schlug sie weg. Ich war doch nicht eifersüchtig?!

„Wenn du was dazu sagen willst, sag es jetzt, sonst geh ich wieder rein, ich bin nämlich hier fertig." Schnauzte ich ihn an und er wich bei meinem scharfen Ton einen Schritt zurück. „Okay, hör zu. Ich erklär's dir." Meinte er und holte tief Luft. Er kam mir einen Schritt näher, sodass ich seinen Duft riechen konnte.

„Ich hab Mandy damals gevögelt, das stimmt. Aber nachdem wir uns wieder vertragen haben, hab ich nichts mehr mit ihr zu tun gehabt, das schwöre ich. Wie denn auch, wir sind fast vierundzwanzig Stunden zusammen, Babe. Und dann ist sie eben gestern zufällig auch auf dieser Party gewesen, ich hatte keine Ahnung."

"...Jedenfalls hat Alex gemeint, er will sie flachlegen und deshalb hab ich ihr einen ausgegeben und ihr vorgeschwärmt, wie toll Alex ist. Dann hab ich von Tony das mit Chris erfahren und hab echt Ablenkung gebraucht. Als sie mir dann eine Zigarette angeboten hat, ist das eben gerade recht gekommen und naja... wir haben nur geredet, es ist nichts passiert." Erklärte er und lächelte ein wenig.

Mir lief ein Schauer über den Rücken, wenn ich mir vorstellte, wie die beiden da so alleine standen, vor dem Haus und gemeinsam rauchten, redeten und... nein, ich musste jetzt bei Sinnen bleiben. Erneut sah ich ihn trotzig an.

„Warum erzählst du mir das nicht?" - „Weil ich genau wusste, dass das passieren würde. Ich kenne dich, Babe. Besser als jeder andere. Und ich wollte unnötigen Stress vermeiden, es läuft gerade echt gut zwischen uns und das wollte ich wirklich nicht zerstören." Lächelte er und war mir nun nur mehr ein paar Zentimeter entfernt.

„Und deshalb denkst du, es ist besser, es mir einfach gar nicht zu sagen und mich anzulügen." Stellte ich vorwurfsvoll fest, woraufhin Cole seufzte. „Jetzt mach doch nicht so eine große Sache daraus, du bist Tag für Tag mit vier Jungs zusammen und ich sag auch nichts darüber."

Ich sah ihn ungläubig an, er spielte jetzt doch nicht wirklich diese Karte aus! „Du weißt genau, dass ich nie was mit denen anfangen würde!" warf ich ihm vor, das konnte er nicht bringen.

„Und du solltest wissen, dass ich nie was mit Mandy anfangen würde." Konterte mein Freund und funkelte mich nun genauso böse an, wie er es von mir zu sehen bekam.

„Du hattest aber schon mal was mit ihr, wie soll ich wissen, dass es nicht wieder passiert? Außerdem hast du früher immer so gelebt, also wie soll ich wissen, dass du nicht wieder zurück fällst?!" in dem Moment, in dem die Worte meine Lippen verließen, bereute ich sie schon. Es war übertrieben, klar. Aber ich war wütend, sehr wütend.

„Ist das dein Ernst? Ich dachte, wir sind über dieses Nicht-Vertrauen-wegen-meiner-Vergangenheit Dings hinweg! Ich hab dir doch gesagt, dass ich dich liebe, wieso denkst du sowas dann immer noch?" fragte er in Rage und so schoss ich ohne Nachdenken zurück.

„Ich hab es als erstes gesagt, vielleicht hast du es ja nur gesagt, um mich nicht dumm dastehen zu lassen, was hättest du sonst sagen können? Danke? Oder Schön?"

Ich dachte wirklich nicht nach und ich wusste, dass ich mit diesen Worten zu weit ging. Ihm zu unterstellen, er hätte mir nur gesagt, dass er mich liebte, weil das die einzig plausible Antwort auf mein Geständnis gewesen war. Ich wusste tief in mir drinnen, dass das nicht stimmte.

Zumindest wollte ich es wissen. Ich hoffte es besser gesagt. Ich war mir immer sicher, dass er mich liebte, aber an Tagen wie diesen, wo ich ihn mit anderen Mädchen sah, konnte ich einfach nicht glauben, dass ich den früheren größten Aufreißer der Schule so verändert haben konnte.

Ich konnte nicht ganz glauben dass ich das alles verursacht hatte. Dass der Junge, der zuvor immer nur dumme Sprüche gelassen und Mädels nach der Reihe flachgelegt hatte, nie neben einem Mädchen geschlafen hatte und Mädchen als Wettgewinn gesehen hatte, auf einmal nur mehr ein Mädchen wollte und noch viel mehr, dass genau ich es war.

Dass genau dieser Junge auf einmal alles aufgeben wollte, nur um dieses Mädchen zu beschützen, dass er für sie seinen Stolz überwand und seine Gefühle zeigte. Dass er für sie einen Anzug trug, den er zuvor nur aus Schaufenstern kannte und dass er auf einmal nicht mehr schlafen konnte, ohne sie in seinem Arm zu haben. Ich konnte das alles nicht glauben und deshalb zweifelte ich manchmal noch ein Stück.

„Das hast du nicht gesagt." Murmelte er verzweifelt und fuhr sich durch die Haare. Er sah mich mit enttäuschten Augen an, hob die Hand und schlug gegen die Wand, sodass seine Fingerknöchel blutig waren.

Ich zuckte zusammen, nicht von dem Schlag, sondern von seinem Blick. So voller Enttäuschung, Reue, und auch Traurigkeit.

„Cole..." stotterte ich. Ich wollte mich entschuldigen, auch wenn ich immer noch böse war. „Nein." Meinte er kalt, sah mich nochmal wütend und enttäuscht an und verschwand dann aus der Schule. Ich blickte ihm hinterher, wie er in schnellem Schritt zur Tür lief und mich stehen ließ.

Meine Bauchschmerzen wollten mich umbringen, zumindest hatte ich das Gefühl. Es war eine furchtbare Leere, die sich in meinem Inneren breitmachte, ein bedrücktes Gefühl und gleichzeitig die pure Leere.

Cole und ich stritten oft, beinahe jeden Tag, aber dieses Mal war es anders. Ich wusste, dass er immer daran zweifelte, mich verdient zu haben und dachte, er wäre nicht gut genug.

Und dann unterstellte ich ihm auch noch, dass er mir nur gesagt hatte, mich zu lieben um mich nicht dumm dastehen zu lassen. Wie wenn ich das Gefühl hätte, dass er mich nicht genug liebte, oder es zu wenig zeigte. Doch dabei war es nicht mal annähernd so. Ich wusste, dass er mich liebte. Und das mehr als alles andere zuvor.

Aber ich kam einfach nicht damit klar, dass ich ihm als erstes meine Liebe gestanden hatte. Ich hatte immer diesen Traum gehabt, wie der Junge den ich liebte, mir sagte, dass er mich liebte.

Es war immer so ein Traum gewesen und ich konnte es mir mit Cole richtig vorstellen, doch dann hab ich es zerstört. Aus die Maus, ich gestand ihm als erstes meine Liebe und irgendetwas in mir wollte das nicht akzeptieren.

Mit hängenden Schultern ging ich wieder ins Klassenzimmer und setzte mich unbeachtet auf meinen Platz. Unser Lehrer sprach unbeirrt weiter über die verschiedenen Arten von Gedichten.

„Alles okay?" fragte Taylor neben mir besorgt. Ich nickte nur und schenkte ihm ein aufgezwungenes Lächeln.

Ich konnte mich einfach nicht mehr auf die Stunde konzentrieren, beim besten Willen nicht. Meine Gedanken kreisten pausenlos um meinen Macho und ich wünschte mir nichts mehr als die Zeit zurück drehen zu können.

Als die Stunde nun endlich vorbei war, wollte ich geradewegs nach Hause, da die dringende Gefahr bestand, dass ich heulen würde. Doch Alex stoppte mich am Gang und sah mich prüfend an.

„Du bist kurz davor, zu weinen, deute ich das richtig?" er lächelte ein wenig aufmunternd. „Nein, ich hab nur eine Stauballergie, seit kurzem. Und ich muss jetzt auch nach Hause, wir sehen uns mor..." weiter kam ich nicht, denn Alex hielt die Hand in die Höhe, um mich zu stoppen.

„Ich sehe genau, dass was nicht stimmt. Und Cole ist vorhin auch rausgestürmt und nach Hause gefahren, also was ist los?" er sah mir genau in die Augen, sodass ich nicht lügen konnte.

Kurz und knapp erzählte ich ihm die Geschichte. „Oh man..." murmelte er und fuhr sich durch die Haare. „Du weißt gar nicht, wie unsicher er ist, verdammt. Hör zu, eigentlich dürfte ich dir das gar nicht sagen, und er darf auch nie erfahren, dass du das weißt, aber..." Alex machte eine kleine Pause und ich nickte.

„Er hat überlegt, dich zu betrügen. Nur damit du ihn hasst und Schluss machst. Weil er denkt, dass du mit jemand anderem zusammen sein solltest, der besser für dich ist. Aber er hat es nicht übers Herz gebracht, weil er dir nie absichtlich so wehtun könnte, Hailee."

Mir blieb die Luft weg. Er hatte was?! Ich hoffte, mich verhört zu haben. Das konnte doch nicht sein verdammter Ernst sein!

Ich wollte nichts mehr hören, ich setzte mich einfach in Bewegung und rannte aus dem Schulgebäude. Gott sei Dank wartete der Bus schon und ich stieg mit einem tiefen Atmen ein.

Ich hatte immer noch Angst vor Bussen, und sobald ich mich auf einen freien Platz gesetzt hatte, wurde mir auch schon übel. Ich wusste nicht was es war, aber irgendwas an Bussen machte mir verdammte Angst und es war einfach fürchterlich für mich, so ein Ding zu betreten.

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