T W E N T Y - E I G H T

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Empört schmiss ich das Kissen von der Couch nach Milo

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Empört schmiss ich das Kissen von der Couch nach Milo. Damian war nicht hier. Er hatte noch etwas vor und musste mich hier leider abstellen. Milo hingegen fand es richtig toll, dass er mich für sich allein hatte und ging mir gewaltig auf die Eierstöcke.

"Gib es doch zu." Ein weiteres Kissen pfefferte ich ihm ins Gesicht und griff schon nach dem nächsten. "Es gibt nichts zuzugeben. Damian und ich sind Freunde." Mit einer hochgezogenen Augenbraue sah mir der Braunhaarige entgegen. "Freunde?"

Ich nickte und drückte das Kissen auf meinen Bauch und umarmte es. Mit zusammen gepressten Lippen suchte ich verzweifelt nach einem anderen Thema, doch Milo wollte es einfach nicht gehen lassen. "Okay ihr seid Freunde, aber definitiv nicht mehr lange."

Leicht genervt atmete ich laut aus und verdrehte meine Augen. "Komm schon. Du kannst mir nicht weis machen, dass ihr noch keinen Moment hattet."

Meine Gedanken wanderten automatisch zu unseren Momenten und ich grinste leicht in mein Kissen hinein. "Nope, keinen Moment gehabt." Es fiel mir richtig schwer nicht wie ein Vollidiot vor mich hinzugrinsen, da ich automatisch Schmetterlinge im Bauch bekam, wenn ich an Damians Berührungen und Worte dachte. "Ach ja? Und warum hast du denn noch nie in deinem Zimmer gepennt und nur im Bett meines Bruders?"

Genau darauf wollte ich ihn noch ansprechen. "Du hast es Aurora erzählt." Ich setzte mich auf und sah ihn mit zusammengezogenen Augen entgegen. "Hat sie es wirklich hervorgebracht?", lachend warf er seinen Kopf in den Nacken und hielt sich die Brust. "So gerne wäre ich dabei gewesen."

"Weißt du, wie komisch es nachher war?" Milo lachte bloß weiter und ich holte erneut aus. Friss das verdammte Kissen. Als das Kissen auf ihm aufprallte, sprang ich mit Schwung auf und war gerade dabei mich selbst auf ihn zu werfen.

"Könntet ihr Mal ruhig sein?" Matteo stand im Türrahmen und sah uns genervt an. Hatte er uns zugehört? "Geht klar, Dad. Komm lass uns was unternehmen." Milo sprang auf und zog mich mit.

"Vielleicht will ich aber nichts mit dir unternehmen", entgegnete ich, als wir bereits im Flur standen und ich Milo beim Schuhe anziehen zusah. "Tut mir leid, dass ich keine blauen Augen habe und dir keine süßen Dinge zuflüstere." Das konnte er doch nicht ernst meinen. Er schmunzelte über sein eigenes Verhalten und richtete sich wieder auf. Einer seiner Turnschuhe war offen und genervt bückte er sich wieder nach unten, um seinen Schuh zu binden.

Trotzig zog ich mir meine an und folgte dem etwas älteren Italiener zu seinem Range Rover. "Ist zwar nicht so schnell wie das Auto deines Schwarmes, aber genauso teuer." Ich schnallte mich an und ignorierte seine Bemerkungen. Er wollte doch nur, dass ich zugab, dass ich Damian mochte.

Tat ich das? Mochte ich Damian bloß oder war es mehr?

"Vielleicht hätte ich mir auch noch eine Cap verkehrt aufsetzten sollen. Dann würde ich ihm etwas ähnlicher sehen." Würden wir nicht schon fahren, würde ich mich jetzt abschnallen und aus dem Auto springen, aber mein Leben war mir dann doch noch ein wenig zu wertvoll.

Hostage - He Saved Me #IceSplinters19 #WinterAward18 #SkyAward19Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt