E L E V E N

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Mit dem Kopf an der Scheibe fixierten meine Augen die Straßen von Chicago

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Mit dem Kopf an der Scheibe fixierten meine Augen die Straßen von Chicago.

Wir waren angekommen und um ehrlich zu sein, hätte dieser kleine Roadtrip ruhig länger gehen können. Ich schielte zu Damian, der genervt auf die rote Ampel starrte und immer wieder mit den Fingern aufs Lenkrad tippte.

Jetzt stellte sich die nächste Frage...

Was jetzt? Wohin mit mir?

Die Ampel wurde grün und langsam fuhren wir an. Die Straßen waren voll und überall sah man Leute, die hastig an den Gebäuden entlang liefen, damit sie ja nicht zu spät zur Arbeit kommen würden.

Eine Uhr am großen Einkaufs-Center zeigte, dass es acht Uhr morgens war.

Diese Stille war die ganze Fahrt präsent und ich nahm es jetzt auf mich, sie zu brechen.

"Was jetzt?" Als hätte er nur auf diese Frage gewartet, antwortet er, "Du musst jetzt alleine klarkommen. Ich kann dich nicht mitnehmen."

Das war die Antwort, die ich vermutet hatte und ohne zu zögern, griff ich nach seinem Handy.

Verwirrt drehte er seinen Kopf zu mir und musterte meine Bewegungen. "Was soll das werden?"

"Ich suche mir ein Hotel oder soll ich auf der Straße schlafen", er schmunzelte und antwortete, "Um ehrlich zu sei-"

Ich winkte ab. Klar dachte er, ich würde auf der Straße pennen. Gerade als ich ein friedliches kleines Hotel gefunden hatte, begann das Gerät in meiner Hand zu vibrieren. "Wer ist es?"

Erstarrt sah ich auf den Display und las ihm den Namen vor. Damian griff nach seinem Handy und nahm ab. "Dad?"

Jedes Mal, wenn ich an Matteo dachte, lief es mir eiskalt den Rücken runter und das nicht auf eine positive Art.

Nein, ganz und gar nicht. Dieser Mann wollte mich tot und ich war mir ziemlich sicher, dass, wenn er wüsste, dass ich immer noch atmete, er es erneut versuchen würde.

"Was Leo ist tot aufgefunden worden?"

Damian neben mir hielt sich die Stirn. Natürlich würde Matteo das herausfinden. "Ich denke nicht, dass das Hausmädchen etwas damit zu tun hat. Sie wäre zu so etwas nicht imstande."

Neugierig setzte ich mich auf und der Italiener neben mir erkannte meine Neugier.

Darum machte er den Lautsprecher an und begründete dies, mit es wäre viel Verkehr und er musste sich auf die Straße konzentrieren. "Diese Pest ist uns davon gekommen! Wir haben keine Ahnung wo sie sich jetzt befindet, aber sie sollte nicht mehr am Leben sein. Sie weiß zu viel und das ist zu riskant."

Nervös knetete ich meine Hände und fixierte die Fußmatte vor mir. "Denkst du wirklich sie war diejenige, die Leo eine Kugel in den Kopf gejagt hat?"

Hostage - He Saved Me #IceSplinters19 #WinterAward18 #SkyAward19Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt