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Ich wunderte mich echt, ob die Polizei nach mir suchte

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Ich wunderte mich echt, ob die Polizei nach mir suchte. Mein Handy war hier. Sollten sie mich somit nicht orten können? Oder hatte Matteo mein GPS ausgeschalten? Er schien immer zu wissen was er tat, also ging ich stark davon aus, dass er auch daran gedacht hatte.

Ich dachte an den Moment zurück, wo er mich erblickte und ohne zu zögern nach mir griff. Ich drehte mich um, um fortzuspringen, jedoch waren meine Reaktionen nicht schnell genug.

Am Unterarm riss er mich zurück und drückte meinem Rücken an seine Brust. Schreie entkamen den Beistehenden.

Beistehende, die eigentlich genau wie ich nur in ihrem Alltag lebten. Ich sollte eine von denen sein.

Ich fühlte mich besiegt, als er mir das Messer an den Hals hielt. Ich war keine Person die nachgab, doch in diesem Moment sprach alles dagegen sich zu wehren. Mein Leben war mir viel zu wertvoll. Ich konnte es nicht riskieren, wegen einer falschen, dummen und vor allem unerreichbaren Vorstellung mein Leben zu verlieren.

Doch jetzt... Jetzt war ich hier und teilweise sicher. Wenn Auroras Versprechungen der Wahrheit entsprachen, konnte mir hier eigentlich nichts passieren.

Klar war ich davon überzeugt, dass ich mich in enormer Gefahr befand, jedoch war ich lieber hier als in einem Graben.

~

Durchgehend wanderten meine Gedanken wieder zu meinem Handy. Gerade als ich fertig war den Flur zu wischen, ging eine Tür auf. Milo und sein Bruder kamen, verfolgt von deren Vater aus dem Büro. Ernste Blicke zierten ihre Gesichter und die Jungs machten Anstalten in ihre Zimmer zu gehen, als Milo jedoch vor mir anhielt.

Er wartete bis sein Vater unten bei Aurora war und er sie sprechen hörte. "Ich bin Milo."

Er hielt mir seine Hand hin, die ich zögerlich entgegen nahm. "Alexis." Er lächelte wieder mit der selben Freundlichkeit wie in der Küche und schenkte mir so ein wenig Vertrauen. "Lass dich von meinem Vater nicht so einschüchtern. Er kann dir im Moment sowieso nicht wirklich was antun. Meine Mom scheint dich zu mögen."

Er schaute kurz hinter mich, wo Damiano stand und uns misstrauisch musterte.

"Sie ist das Hausmädchen und kein Gast..." sagte dieser und sah mich abwertend an. "Und ihn musst du auch nicht ernst nehmen. Teenager halt." Er zauberte mir ein Lächeln aufs Gesicht und ein Knall ertönte. Sein Bruder schien wohl nicht wirklich viel davon zu halten, die Türe wie ein normaler Mensch zu schließen. Milo verdrehte die Augen und zwinkerte mir noch einmal aufmunternd zu.

Er ließ mich im Flur zurück und ich erwischte mich selbst, wie ich ihm nachschaute, als er in sein Zimmer ging. Es war eindeutig. Er hatte das Gemüt seiner Mutter und der Jüngere das seines Vaters.

Ich trocknete den Flurboden ab und verstaute den Mobb. Mein Blick fiel auf die offene Tür des Büros. Vorsichtig tapste ich näher heran und versuchte einen Blick auf das Pult zu werfen . Meine Augen suchten mein Handy. Tatsächlich lag es dort. Wenn ich Glück hatte, hatte es vielleicht noch wenig Batterie, die es leben ließ. Ich lief zur Treppe und lauschte, ob Matteo irgendwelche Anstalten machte hochzukommen.

Hostage - He Saved Me #IceSplinters19 #WinterAward18 #SkyAward19Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt