Kapitel 32

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Zayn und ich saßen zusammen auf dem Dach des Hauses und sahen der Sonne beim unter gehen zu. Ich hatte lange nachgedacht, was ich jetzt wirklich für ihn Empfand und ich glaube ich hatte mich wirklich in ihn verliebt. "Zayn?" unterbrach ich die Stille. Sein Kopf drehte sich in meine Richtung und sah mir mit seinen faszinierenden braunen Augen, in meine blauen Augen. "Ich....also....Zayn ich weiß nicht, wie ich das sagen soll, aber ich glaube ich hab mich in dich verliebt. Ich hab keine Ahnung wie das passiert ist, aber du bist mir einfach so wichtig geworden und irgendwie habe ich mich in dich verliebt. Du hast wirklich keine Ahnung wie viel Mut mich das gekostet hat, aber ich sags jetzt einfach noch einmal. Ich liebe dich."

Hoffnungsvoll sah ich ihn an. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals, welcher staubtrocken war. "Hahahahahahahahahaha. Du.....hahahahhahahahahahah...du denkst wirklich, dass ich dich liebe? Hahahahahahhahahah....wie könnte ich dich jemals lieben? Sieh dich doch mal an.....hahahahahaha." Schmerzhaft zog sich mein Herz zusammen und Tränen bildeten sich in meinen Augen als ich Zayn vor mir lachen sah.

Plötzlich wurde alles um mich herum dunkler. Zayn verblasste allmählich, an seiner Stelle kamen Bäume, sehr viele Bäume, und es wurde stockdunkel. Der Wind blies kalt um meinen zitternden Körper. Blätter raschelten laut über den Boden und mein Haar wurde in alle Richtungen geweht. Hinter mir hörte ich leise einen Zweig auseinander brechen. Augenblicklich drehte ich mich um und sah eine Gestalt auf mich zu kommen. Angsterfüllt ging ich einige Schritte zurück. Als ich die Gestalt endlich durch den schwachen Mondschein erkennen konnte, wich ich mehrere Meter zurück. "Zayn hat Recht. Dich wird nie jemand lieben. NIE. Deswegen hab ich euch verlassen. Weil ich dich nie geliebt habe. Ich hasse dich." sagte mir meine eigene Mutter ins Gesicht. Mit Tränen in den Augen drehte ich mich um und rannte weg. Weg von meiner Mum. Ich stolperte mehrmals, rappelte mich aber immer wieder auf und rannte weiter. "Du kannst der Wahrheit nicht entfliehen." hörte ich erneut die Stimme meine Mutter. "Du bist eine billige Schlampe." tauchte plötzlich Harrys Gesicht neben dir auf. "Miststück. Ein unwichtiges nerviges Miststück." schrie mein Dad neben Harry.

"Ich war nur aus Mitleid deine beste Freundin. Eigentlich hasse ich dich. So etwas wie dich kann man nicht mögen." rief mir Lilly hinterher. "Tu uns allen einen gefallen und bring dich um." hörte ich diesmal Ben schreien. "Dich kann man nicht lieben. So hässlich und dumm wie du bist." sagte Zayn und mein Herz brach erneut in tausend Stücke. Egal wo hin ich rannte, überall sah ich die Gesichter von meiner Mum, meinem Dad, Lilly, Ben, Harry und Zayn. Wie sie mich anschrien und beschimpften. Ich rannte immer weiter in den Wald doch sie hörten nicht auf mich anzuschreien. Ihre Stimmen wurden immer lauter und drohten mich zu ersticken. Unsanft stolperte ich über eine herausragende Wurzel und fiel auf den dreckigen Boden. "Bitte hört auf. Ich kann nicht mehr." wimmerte ich. Sie alle bauten sich vor mir auf und lachten, während Zayn einen Schritt auf mich zu kam. Seine Augen schwarz wie die Nacht. Langsam beugte er sich runter. "Schlampe." zischte er eher er ausholte und mir ins Gesicht schlug.

Von einem Schluchzen wurde ich aus dem Alptraum gerissen, bis ich merkte, dass ich das Schluchzen selbst verursacht hatte. Ich zuckte zusammen, als ich eine Hand auf meinem Rücken spürte. "Sorry. Ich wollte dich nicht erschrecken." ertäne eine bekannte Stimme hinter mir. Mein Kopf drehte sich leicht nach links, wodurch ich in das Gesicht von Niall sehen konnte. "N-niall. Was machst du hier? erklang meine brüchige Stimme. "Darf ich nicht nach meinem Lieblingsmädchen schauen?" lächelte er, trotzdem aber konnte ich Schmerz in seinen Augen sehen. "Hast du schlecht geträumt?"  Als Antwort nickte ich nur, viel zu sehr versuchte ich noch meinen Traum zu verarbeiten. "Wenn du darüber reden willst, ich bin für dich da."  Ich nahm zwar zur Kenntnis, was er gesagt hatte, reagierte aber nicht weiter darauf. "Wie könnte ich dich jemals lieben? Sieh dich doch mal an.....hahahahahaha" hörte ich Zayns Stimme immer wieder in meinem Kopf. Was wenn er das in echt auch zu mir sagen würde? Außerdem war ich nicht in ihn verliebt. Und da waren wir wieder bei der Frage, die mich schon in der Nacht gequält hatte. War ich in ihn verliebt oder nicht?

Verlassen, verraten und verkauftWo Geschichten leben. Entdecke jetzt