Nenmdhet

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                               A r b e r i n a

Verwirrt schaue ich ihn an, dass kann niemals wahr sein. »Wer ist da, Rina?« höre ich Auron fragend schreien. Ich spüre wie er auf mich zu gelaufen kommt und öffnet die Tür ein wenig mehr um sich eine Sicht zu verschaffen. Auron's Augen weiten sich.

Auron's ganzer Körper versteift sich und in seinen Augen sehe ich wie alles zerbricht. »Luan?« Seine Stimme hat Kraft und Halt verloren. »Vlla.« kommt Luan zu vor. Mein Kopf platzt. Er ist doch tot. Was tut er hier? »Wie?« kommt es nur aus mir heraus. Ich kann keinen vernünftigen Satz bilden.

Plötzlich dreht sich alles und ich halte mich an Auron fest. »Rina?«  fragt er mich und schaut mich mit seinen besorgten Augen an. Ich weis nicht was los ist. Ich bin überfordert mit den ganzen Situationen die auf einmal passieren. Ich bin müde und kaputt. Ich erkenne mich kaum wieder. Ich war noch nie so schwach wie ich es jetzt bin.

»Wir lassen dich später untersuchen, Jet.« sagt er und drückt mir einen Kuss gegen meine Schläfe. »Folg mir.« wendet Auron sich an Luan als er mich hoch trägt. Mir schwirrt die Frage herum, wieso sich Auron nicht freut das sein Bruder hier ist? Wenn er ihn so geliebt hat? Wir gehen ins Wohnzimmer und Auron legt mich auf die Couch hin. Auron nickt mit dem Kopf zu der anderen Couch um Luan hinzuweisen sich dort hin zu setzten. Er geht seiner Nachforderung nach. »Wieso bist du hier?« Auron's Stimme kalt und distanziert. Ich bekomme eine kleine Gänsehaut.

»Ich habe gehört das Babi gestorben ist und wollte nach euch schauen.« sagt Luan etwas ruhiger. Er schaut nicht ganz aus wie Lirian. Ich denke mal das sie Zweieiige Zwillinge sind. »Du täuschst Jahre lang deinen Tod und glaubst du kannst einfach so wieder auftauchen? Weist du eigentlich was du meiner Familie damit angetan hast? Weist du, durch was eine Zeit meine Mutter gehen musste?« erhebt Auron seine Stimme. Ich sehe wie er seine Hände zu Fäusten bildet.

»Vlla-« »Nenn mich nicht so.« unterbricht ihn Auron. »Auron ich weis es war ein großer Fehler doch glaub mir ich hatte keine Wahl. Ich musste es tun. Du wirst schon bald erfahren wieso.« Luan bleibt immer noch ruhig. Ich sehe das in seinen Augen etwas zerbrechliches auftaucht doch ich kann es leider nicht einschätzen.

»Es war deine eigene Entscheidung deiner Familie sowas anzutun. Es lag in deinen Händen und nicht in unseren. Wieso kommst du nach so vielen Jahren wieder zurück? Wieso öffnest du die Wunde die gerade so geheilt wurden, wieder?« fragt Auron ihn misstrauisch. Luan setzt zum reden an doch wird unterbrochen, als die anderen in den Raum kommen.

»Rina was ist los? Alles gut?« fragen mich die besorgten Augen einer Mutter. Sie läuft zu mir und legt ihre Hand auf meine Stirn. Dabei beachtet sie nicht das Luan hier sitzt. »Du hast Fieber.« murmelt sie mitfühlend. Auron dreht sich rasend um und legt ebenfalls seine Hand auf meine Stirn. Er schnalzt mit seiner Zunge, als wahrscheinlich das heiße Gefühl meiner Stirn mit seiner Hand in Kontakt kommt. Bevor die Beiden etwas sagen können, kommt Lirian ihnen zu vor. Die Ruhe die noch bis vorhin herrschte, scheint erstickt zu sein.

»Luan?.«  wispert er. Sein Körper wird hart wie Granit. Die Augen von Auron's Mutter werden glasig und verletzlich. Es scheint als würde sich ein Szenario vor ihren Augen bildlich darstellen. Ihr Hände werden zittrig. Sie hat mit einem Schmerz gekämpft, den sie Jahrelang versteckt hat. Ihre verheilten Wunden werden durch ein Wispern geöffnet. Sie dreht sich um und ihre Augen weiten sich, als sie Luan sieht. Ihren Sohn, der eigentlich tot sein sollte. All der Schmerz und Leid um zu sehen das er noch lebt. Die Stimmung droht zu platzen und es ist ruhig. Zu ruhig.

Lirian's Augen werden eiskalt. Ich sehe trotzdem einen Glanz Traurigkeit in ihnen. Seine Hände ballen sich zu Fäusten und seine Knochen kommen weiß zum Vorschein.

Fati JetesWo Geschichten leben. Entdecke jetzt