Kater

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  A r b e r i n a

,,Willkommen in deinem Zuhause." Auron's Satz spielt sich wie eine endlose CD in meinem
Kopf ab. Zuhause. Ein Wort was eigentlich eine viel größere Bedeutung hat, als viele denken. Meistens denken die Menschen wenn sie das Wort „Zuhause"  hören, an ein Haus oder Wohnung mit Vier Wänden, wo sie ihre Familie haben, es war ein Zufluchtsort für die meisten.

Ich hasste mein ,,Zuhause'' früher sowie heute versuchte ich immer einen Umweg von der Schule zu laufen um Zuflucht von diesem Haus zu suchen, es war meine persönliche Hölle. Es wirkt für andere wahrscheinlich als wäre ich krank, aber krank machten mich nur meine Eltern die nur am Streiten waren und mich behandelten als wäre ich deren persönlicher Sklave. Ich muss so leben wie sie es mir vorschreiben, ich hatte kein Mitsprache recht auf mein eigenes Leben.

Ich gab immer mein bestes, damit sie stolz sind und ich von einem blauen Wunder davon komme. Dafür verzichtete ich auf vieles, mit Freunden raus gehen wurde auch immer weniger. Ich habe nie etwas verlangt von ihnen da sie mich behandeln wie sie wollten, aber nach einer Sache hatte sich mein Herz still gesehnt: Liebe.

Ich wollte mich einmal geliebt fühlen von meinen Eltern, einmal dieses schöne Gefühl spüren wovon jeder redet, aber auch das war zu viel verlangt. Ich erinnere mich als ich meinen Vater darauf angesprochen hatte, doch er, er lachte mich aus und schrie mich an ,,Wie sollte man sowas wie dich lieben? Dich kann man nicht lieben!'' Fünf Wörter die gefehlt hatten mich komplett zu brechen. Seit dem war ich ein kleines gebrochenes Mädchen. Wie konnte er sowas sagen? Seinem eigenen Fleisch und Blut?

,,Arberina?'' ich war so in Gedanken versunken das ich nicht gehört hatte das Auron die ganze Zeit nach mir rief. ,,Worüber denkst du nach?'' fragt er mich  verwirrend, ,,Nichts wichtiges." antworte ich etwas leiser. Er setzt zum reden an doch wurde unterbrochen. Die Tür wurde plötzlich aufgerissen was mich zusammen schrecken lässt, eine zu gut gelaunte Lira kam auf uns zu gelaufen. ,,Mir se erdhe Rina, ich freue mich so sehr auf die kommende Zeit." schrie sie überglücklich, was mir ein lächeln ins Gesicht zaubert, ich glaube das sie und ich ziemlich gute Freundinnen werden könnten.

,,Hör auf wie eine gestörte rum zu schreien und lass uns reingehen Lira." meckert Auron Lira an, was sie nur mit einem Augen rollen erwidern konnte. Wir gehen ins Haus rein und ich staune, dieser Foyer war größer als unser ganzes Wohnzimmer. ,,Mir se erdhe Arberina fühl dich wie Zuhause.'' kommt Blerim und Ermonda zu vor. ,,Faleminderit shum.'' bedanke ich mich schüchtern, obwohl die beiden meinten das wir keine Fremden mehr wären, hatte ich trotzdem einen riesen Respekt vor Ihnen. ,,Vallah wie konnte dieser Idiot sie abbekommen und nicht ich." murmelt Lirian worauf er von Altin auf dem Kopf geschlagen wird. ,,Spot vjen marre a?" (schämst du dich nicht) sagt er daraufhin.

,,Nc ist doch so unsere Kunat ist eine Granate.'' worauf jeder in einem Gelächter ausbricht. Außer Auron der bisschen angespannt aussah ,,Such dir deine eigene Frau du Idiot und lass meine aus dem Spiel, bevor ich dich mit deinen Augen füttere." wendet Auron sich an Lirian, mir stockt der Atem, war er wirklich eifersüchtig auf seinen Bruder?

,,Chill Vlla, das war nicht so gemeint. So eifersüchtig wie du bist, tun mir die Männer leid die Rina nur eine Sekunde länger anschauen.'' antwortet Lirian mit einem Grinsen, was Auron kurz davor ist ihm raus zu schlagen. ,,Reicht jetzt Lirian. Zemer zeig ihr doch euer Zimmer, es ist schon spät und Arberina will sich wahrscheinlich ausruhen." wendet sich die Mutter an Auron. Euer Zimmer? Es war üblich für verheiratet Pärchen das sie in einem Zimmer schlafen, aber wir waren alles andere als normale Pärchen. Ich wollte hier keinen Aufstand machen weswegen ich warte bis wir alleine sind. Wir wünschen allen eine gute Nacht und machen uns auf dem Weg ins Zimmer.

Auron macht die Tür auf und wir gehen in das Zimmer rein. Wow das Zimmer war riesig und hatte weitere zwei Türen. Ich sehe mich um und gehe auf die eine Tür zu, es stellt sich heraus das dies das Badezimmer ist, es war wirklich schön und modern, es wurde eher in schwarz und weiß Tönen gehalten. Da meine Neugier viel zu groß ist gehe ich wie auch gedacht ins Ankleidezimmer, es war riesig man könnte es mit H&M verwechseln. Links war ein riesen Schminktisch und gegenüber davon sieht man auch das eine Seite mit weiblicher Kleidung eingerichtet wurde und die andere mit männlicher.

„Gefällt es dir?'' fragt mich Auron, als er dicht hinter mir erscheint. ,,Es ist wirklich wunderschön." antworte ich ihm. Wir gehen zurück ins Schlafzimmer und da fällt mir ein das ich ihn noch auf etwas ansprechen wollte. ,,Du glaubst doch nicht ernsthaft das ich mit dir schlafe?'' frage ich ihn und nehme mir meinen Mut zusammen einen Blickkontakt zu halten.

,,Ich habe dich auch nicht gefragt." „Gut dann schlafe ich halt auf dem Boden." er fängt an dämlich zu grinsen ,,Spätestens in der Hochzeitnacht wirst du nicht nur neben sondern auch unter mir liegen, deswegen gewöhn dich lieber das wir uns ein Bett teilen.'' Hat der das gerade wirklich gesagt? So ganz ohne Scham? Ich spüre wie die Hitze in meinen Wangen steigt und ich mich unwohl fühle. ,,Warum so ruhig Zemer?'' will er mich wirklich provozieren?

,,Ich gehe mich mal umziehen, in diesem Kleid ist es echt unbequem.'' lenke ich schnell vom Thema ab was nicht gelogen war, ich hatte immer noch dieses Zehn Kilogramm schweres Kleid an. Ich gehe mit schnellen Schritten ins Ankleidezimmer und ziehe mir irgendwas gemütliches an. Fertig angezogen gehe ich zurück ins Schlafzimmer und sehe das Auron sich auch umgezogen hatte und im Bett liegt. Wo und wann hatte er sich bitte umgezogen?

,,Die Hochzeit ist in 2 Wochen." teilt er mir mit ,,2 Wochen?'' sage ich etwas lauter und schockiert im selben Moment schlage ich mir meine Hand vorm Mund, weil mir danach erst auffällt wie laut ich das gesagt habe. ,,Po, du wirst meine Frau. Du trägst meinen Namen und du wirst es dir abgewöhnen wie du mit mir redest, vergiss nicht wer ich bin Arberina. Komm ja nicht auf Dummheiten eine Flucht zu planen oder sonst was. Denn sollte ich dich dann finden, was ich auch werde, lasse ich dich bereuen mich nicht ernst genommen zu haben."

Ich nickte daraufhin nur benebelt ,,Dein Mund Arberina benutz ihn, hast du mich verstanden?'' ,,Ja habe ich.'' brachte ich leise rüber das man befürchten konnte er hätte es nicht gehört.

Es war schon spät ich wollte auf meinem Handy nach der Uhrzeit nach schauen, aber als ich merke das es nirgendwo ist gerate ich in Panik und durchsuche alles. Leider blieb mir keine andere Möglichkeit als Auron darauf anzusprechen.

,,Auron?''  ,,Qa ki?'' fragt er mich was ich habe, ,,Weist du wo mein Handy ist?'' er dreht sich zu mir ,,Ich habe es.'' der will mich doch verarschen? ,,Wieso hast du mein Handy?" ich versuche ruhig zu bleiben bevor er mir eine Kugel durch den Kopf jagt. ,,Ich muss mir erst sicher sein das du auf keine Dummheiten kommst und ich dir vertrauen kann, außerdem brauchst du es nicht.'' ich schaue ihn empört an und konnte nicht fassen was er sagt. Ich belasse es dabei weil ich eins gelernt habe, man sollte mit ihm echt nicht diskutieren. Ich glaube sogar eine Wand würde mich eher verstehen als er.

Ich nehme mir ein Kissen und eine Decke, lege mich dann schließlich auf dem Boden. Auron sagt nichts was mir lieber ist, denn nochmal mit ihm zu diskutieren wollte ich nicht. Dafür fehlt mir die Kraft.

Mir fallen seine Worte ein mit dem fliehen, eigentlich hatte ich nicht mal dran gedacht, aber die Idee war nicht schlecht, ein Versuch ist es vielleicht Wert. So dachte ich darüber nach bis ich auch schließlich einschlief..


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Was haltet ihr von den Beiden bis jetzt?

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Fati JetesWo Geschichten leben. Entdecke jetzt