Shtatmdhet

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                             A r b e r i n a

»Moter was macht Mami hier?« fragt mich Tina. Ich bekomme es nur halb mit, denn ich blende alles um mich herum aus und fokussiere mich auf meine Mutter die mit einem fremden Mann vor uns steht. Mein ganzer Körper versteift sich und ich habe das Gefühl das ich mein ganzes Leben lang belogen wurde. Erst mein Vater, jetzt meine Mutter. Ich hatte immer Mitleid mit meiner Mutter wegen meinem Vater, aber sie hier zu sehen ist auch nicht richtig. Ich wage keinen einzigen Schritt weiter zu gehen, denn die Angst die Wahrheit zu hören bedrückt mich.

»Rina, hajde lass uns zu einem Tisch.« sagt Auron ruhig, ich nicke darauf nur. Wir gehen an einen Stehtisch zu und die anderen folgen uns. Keine Fünf Minuten vergehen kommen auch Geschäftsmänner von Auron. Sie reden über irgendwelche Geschäfte und Projekte, aber ich höre ihnen gar nicht mehr zu. Mein Blick hängt nur an meiner Mutter. Fragen über Fragen spielen sich in meinem Kopf und ich weis das ich nur Antworten bekommen würde wenn ich jetzt zu ihr hingehe.

»Tina kommst du mit kurz zu Mami?« frage ich meine Schwester worauf sie nur nickt. Ich gebe Auron bescheid das wir zu ihr gehen. Wir laufen auf sie zu, aber sie hat ihren Rücken zu uns gekehrt. »Mam?« traut sich Tina zu sagen. Erschrocken dreht sich unsere Mutter um. Als sie sieht das wir es sind spannt sich ihr ganzer Körper an. Angst und Empörung widerspiegeln ihre Augen. »Was macht ihr hier?« fragt sie flüsternd. »Die Frage ist eher was du hier machst?« frage ich sie mit zusammen gezogenen Augenbrauen.

»Achte auf deinen Ton.« sagt sie ernst, doch bevor ich ansetzten kann, stellt sich ein Mann neben ihr hin. Er hat schwarze gegelte Haare, er ist etwas größer als meine Mutter und pumelig. »Schatz wer sind diese Mädchen?« fragt er. Schatz? Panisch schaut mich Tina an und ich merke wie ihr Herz gerade in tausend Teile bricht. Ihre Körperhaltung wird plötzlich so schwach und ihre Augen sind glasig. »Ich achte nicht auf meinen Ton wenn ich mit einer Fremdgeherin rede. Und was ich hier zu suchen habe? Ich bin mit meinem Mann hier.« sage ich schraff zu ihr und lasse sie nicht antworten. Ich nehme Tina an die Hand und ziehe sie zurück an unserem Tisch.

»Kaltrina ist alles gut? Du bist blass.« fragt Lirian sie. Tina hebt ihren Kopf und schaut ihn an. Sie setzt zum reden an, doch ihre Tränen unterbrechen sie. Sie geht zum Ausgang wo ein riesen Balkon ist, ich will ihr nach gehen doch Lirian hält mich auf »Ich gehe schon, mos ta nin. Aber Auron braucht dich jetzt.« sagt er. Dankend nicke ich und sehe wie Lirian ihr nach läuft.

Ich drehe mich zu Auron um der mich fragend ansieht »Was ist bei deiner Mutter passiert?« fragt er mich so das nur ich es verstehen kann. Ich senke meinen Blick, weil es mir unangenehm ist was für Eltern ich hatte. »Wir wollten sie fragen was sie hier macht und dann drehte sich dieser Mann der neben ihr steht um.« ich deute mit den Kopf auf ihn. »Er nannte sie Schatz und hat gefragt wer wir seien. Tina hatte die etwas stärkere Verbindung mit unsere Mutter weswegen sie das am meisten trifft.« flüstere ich leise.

Auron nimmt mein Gesicht in seine Hände und drückt mir einen leichten Kuss auf meinen Lippen. »Vergiss nicht das diese Menschen Vergangenheit sind, Zemer.« wispert er gegen meine Lippen.
Ich nicke darauf hin nur und lächle ihn an. Ich bin dankbar dafür das er mir Verständnis zeigt und versucht aus jeder schlechten Situation das beste draus zu machen.

Wir werden durch ein räuspern unterbrochen. Auron dreht sich zu dem Mann der vor uns steht, er sieht alt aus mitte Fünfzig schätze ich. Er hat graues Haar und einen goldenen Zahn. Ich weis nicht wieso aber dieser Mann macht mir irgendwie angst. »Auron Berisha.« sagt der man lachend, doch Auron schaut ihn nur mit seinen kalten Augen an.
»Lorenzo Garcia.« murmelt er. Ich habe ein komisches Bauchgefühl bei den beiden. Sie sehen nicht so aus als wären sie Freunde.

»Wen haben wir denn da schönes?« sein Blick wandert zu mir und geht meinen Körper entlang. Das Gefühl von Ekel vermischt sich mit der Furcht vor diesem Mann. »Meine Frau, Garcia. Behalt deine Augen bei dir wenn du sie behalten möchtest.« antwortet Auron. Seine Stimme eisig und furcht erregend. Er hasst ihn. Lorenzo nimmt meine Hand die ich nicht hinhielt und küsst diese. »Eine wunderschöne Frau hast du.« zwinkert er mir zu.

Fati JetesWo Geschichten leben. Entdecke jetzt