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A r b e r i n a

Schockiert reiße ich meine Augen auf und konnte nicht realisieren was Blerim gerade von sich gegeben hat. Mein Vater wollte mich tatsächlich an die Mafia verkaufen. Die Angst überflutet meinen Körper wie ein Tornado und lässt mich zusammen zucken. Ich wollte definitiv nicht mit einem Mafiosi verheiratet werden, der wahrscheinlich nicht mal Gefühle in sich trägt.

Aber so wie ich meinen Vater kenne wird er es machen, Hauptsache er kommt aus seinen Schulden raus denn wofür hat er eine ältere Tochter die sich für seine Schulden opfern muss. Auron zeigt keinerlei Reaktion auf diese Aussage was mich ein wenig irritiert, doch als ich die grinsenden Gesichter seiner Brüder sehe sagt mir ein kleines Gefühl in mir das sie es geplant hatten mich mitzunehmen.

„Rina Zemer du weist das wir keine andere Möglichkeit haben." wendet sich mein Vater zu mir, wir hätten eine Möglichkeit würde er sich einmal wie ein richtiger Vater benehmen. Würde ich meine Meinung über diese Situation sagen, würde es nichts bringen die einzige Lösung die ich hatte war die Situation in Kauf zu nehmen und sie zu akzeptieren. Meinen Vater interessiert meine Meinung nicht und noch weniger mein Wohl.

Zu meiner Mutter schaue ich die mich aus einer Mischung von Hoffnung und Traurigkeit anschaut. „Ich weis Bab, ich akzeptiere es. Ich werde Auron heiraten." sage ich in die Runde.

Altin und Lirian geben sich eine heimlich eine Faust, darauf kann ich nur meine Augen verdrehen. Zu Auron möchte ich nicht schauen, daher ich befürchte das er mich mit seinem Blick einfrieren könnte.

„Die Verlobung wird morgen statt finden, wenn es euch allen gerecht ist" unterbricht Blerim die Stille.
Nach seinem Satz realisiere ich erst richtig wie mein Leben von nun an aussehen wird. Mein Studium könnte ich nicht beenden, all die Mühe war umsonst. Ich würde mit einem Mann leben den ich nicht kannte und würde mir wahrscheinlich das Bett mit ihm teilen.

Wir konnten uns nicht leiden, das merke ich schon an der Stimmung die zwischen uns liegt. Die Luft scheint als würde sie in jedem Moment ersticken können.

„Natürlich Blerim so wie es euch am besten passt." sagt mein Vater erleichtert und in dem Moment hasste ich ihn mit jeder Sene meines Körper. Er war meine Hölle auf dieser Erde.

Sie fingen an über die Verlobung die morgen schließlich statt finden wird zu reden, aber ich hörte ihnen gar nicht mehr zu, ich fühle mich als hätte mir jemand meine Stimmbänder rausgerissen denn ich gab und traute mich keinen einzigen Ton mehr von mir zu geben. Ich sollte diesen Mann den ich kaum kannte heiraten, einen Mafiosi, ich die Jura studieren wollte, das sind doch zwei verschiedene Welten.

Möge Allah mir Sabr mit diesem Mann und dieser Situation geben. Ich war tief in Gedanken versunken, aber trotzdem spürte ich diesen brennenden Blick auf mir und ich wusste auch genau wer es ist. Auron. Der Typ starrt mich an, und ich traue mich nicht meinen Kopf zu heben um in seine Richtung zu schauen, aber schließlich reiße ich mich zusammen und als ich zu ihm gucke fühlt es sich an als würde er in meine Seele starren. Sein Blick dringt in mir ein und ich hatte die befürchtung das er all meine Gedanken lesen konnte.

Er war attraktiv das muss man ihm lassen seine schwarzen locken, sein Gesicht mit den scharfen Wangenknochen die so stark wie Granit aussehen und sein starker breiter Körper. Ja er sah gut aus aber das würde ich niemals zugeben das würde sein bereits zu hohem Ego nochmal dem Rest geben.

Doch seine Emotionslosen Augen weckte meine Neugier, was geschieht in ihm das er so aussieht? Was muss er fühlen? Fühlt er überhaupt irgendwas?

„Fertig mit starren?"

Ich zucke zusammen nach seiner Bemerkung, weil ich so vertieft war ihn zu analysieren verdammt war das unangenehm, wie lange hatte ich ihn bitte angestarrt das er es bemerkt hatte? Ich spüre wie die Röte in meinen Wangen steigt und sie anfangen zu glühen. Gott war ich froh das die älteren im Gespräch waren, aber ich wusste das meine dämliche Schwester es gehört hat, weil sie mich wie ein Honigkuchenpferd angrinste. „Mos gabo me ba za"(Wag es nicht einen Ton zu sagen) zischte ich sie leise an. Ich schämte mich weswegen ich mich umdrehe um nicht mehr zu ihm zu gucken zu können.

„Hast du irgendwelche Wünsche für morgen Arberina?" fragt mich Blerim mein zukünftiger Schwiegervater. Kuku per mu.
„Nein Baci Blerim ich brauche nichts." sage ich schüchtern und hielt mein Blick gesenkt, denn dieser Mann machte mir ein wenig Angst und ich wollte ihm meinen Respekt zeigen, er ist ein Mafiaboss der bald zu meiner „neuen" Familie wird. Die ganze Mafia Geschichte lies mich ein wenig erschüttern es war eine ziemlich ernste Sache.

„Nenn mich Babë Arberina schließlich heiratest du meinen Sohn, deswegen sind wir uns nicht Fremd." sagt Blerim. Bab? Ich konnte meinen eigenen Vater gezwungenermaßen nicht Vater nennen und sollte jetzt ihn so nennen.

Nach dem sie die Planung fertig gemacht haben für die Verlobungsfeier morgen, machen sie sich auf den Weg zur Haustür. Als Auron aufstand blieb mir meine Spucke fast im Hals stecken. Wie groß war dieser Mann? Ich war für meinen Umfeld so ziemlich die größte und kannte diesen Abstand nicht zu männlichen Personen nicht. Da schwirrt mir die Frage auch durch den Kopf wie groß er ist, denn seine Größe machte es mir noch schwerer ihn unattraktiv zu finden.

„Ich bin 1,90 zemer"

Durchbricht er die Stille, weil die anderen alle schon am Eingang standen. Ich wusste das Mafiosis Gedanken lesen können, doch niemand wollte mir glauben. „Nicht so überzeugend." versuche ich mit möglich viel Kraft in meiner Stimme zu sagen, „Deine Blicke sagen was anderes." sagt er schmunzelnd und geht zu den anderen am Eingang. Hatte er gerade eine Emotion gezeigt?

„Es tut mir leid Rina" sagt meine Mutter mitfühlend zu mir, als die Tür hinter uns fällt und die Berisha's unser Haus endlich verlassen. Ich nahm tief Luft.
„Alles gut Mami irgendwer musste sich ja opfern" sagte ich lächelnd zu ihr. Babi schaute mich einfach an „Danke Qika jem du machst uns alle stolz" sagte er lächelnd. Ich nicke nur und ging in mein Zimmer hoch.

Ich mache mich Bettfertig und lege mich schließlich schlafen. Meine Gedanken waren voll mit Fragen die keine Ruhe geben, wie wird mein Leben jetzt aussehen? Werden Auron und ich jemals mit einander klar kommen können? Ich wollte ungern eine Heirat führen, wo man sich hasste und verabscheute, es würde ein langer Weg werden bis das Schicksal uns unser Glück schenken würde.

Leise Tränen bilden sich in meinen Augen die dann auch ihren freien lauf bekommen, ich hatte sie den ganzen Tag über gesammelt und stoppen müssen, aber jetzt war ich alleine und konnte meine Emotionen frei ausleben.

Möge Allah mich hier raus holen.

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Fati JetesWo Geschichten leben. Entdecke jetzt