Kapitel 12

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Durch das Klopfen, das von meiner Zimmertür kam, wachte ich auf. Ich setzte mich auf und fing an mich zu strecken. Wieder klopfte es an meiner Tür und die Stimme meines Vaters sprach:,,Grace! Hallo?"

Als Antwort brummte ich nur, aber mein Vater hörte es wahrscheinlich nicht. Immer noch klopfte er. Diesmal musste ich einfach aufstehen und rief auf dem Weg zur Zimmertür ,,Ja! Ich komme schon!" und machte dann die Tür auf. ,,Was ist?", fragte ich genervt.

,,Jennifer und ich wollen dich fragen, ob du mit uns in die Stadt gehen möchtest. Also wie wär's?", fragte er mich und sah mich erwartungsvoll an. Schnell verzog ich mein Gesicht und stöhnte kurz auf. ,,Ne, hab kein Bock", sagte ich und machte ein quälenden Gesicht. Kurz hob mein Vater eine Augenbraue hoch und ließ sie wieder sinken.

Ein ,,okay" gab er von sich und ging schließlich die Treppen wieder runter. Als ich wieder meine Zimmertür schließen wollte, rannte mein Vater wieder die Treppen hoch, wie ein Irrer auf mich zu. Mit großen Augen starrte ich ihn an und musste sogar zucken. ,,Bevor ich es wieder vergesse. Hier der Hausschlüssel."

Mein Vater streckte mir die Hand entgegen und ich nahm vorsichtig den Schlüssel an mich. Wieder ging mein Vater die Treppen runter und ich machte langsam die Tür zu meinem Zimmer zu.

Sobald mein Vater und Jennifer das Haus verließen, fragte ich mich, was ich jetzt tun sollte. Ich hatte nun den Hausschlüssel und müsste mir keine Sorgen mehr machen, dass ich mich wieder aussperren könnte, außer ich vergesse selber den Schlüssel. So oder so hatte ich nicht vor das Haus zu verlassen.

Ich verließ mein Zimmer und trappelte die Treppen hinunter und schlüpfte ins Wohnzimmer. Dort schmiss ich mich auf eins der roten Ledersofas und schaltete den Fernseher an. Soeben lief die Serie The Big Bang Theory. Mal wieder beschwerte sich Sheldon über manche Sachen und jede Frage, die Penny ihm stellte, musste er auch definieren. Ich fand es witzig und es machte gute Laune die Serie zu gucken. Die Serie gehörte zu einer meiner Lieblingsserien.

Als ich kurz auf die Uhr schaute, war ich überrascht. Ich habe bis 16 Uhr geschlafen! Ich weiß nicht so recht, ob ich heute Abend noch einschlafen könnte.

So gegen 21 Uhr hörte ich wie jemand die Haustür aufschloss. Ich befand mich immer noch im Wohnzimmer und hatte mir ein Sandwich gemacht. Ich hörte Schritte, die näher kamen. Mein Vater kam mit Händen in den Hosentaschen ins Wohnzimmer und sah direkt in meine Richtung.

,,Noch wach?", fragte er mich nur.

,,Jaaa?", antworte ich nur. Ich war doch keine elf mehr, dass ich um 21 Uhr im Bett liegen müsste.

Dann betrachtete ich meinem Vater ein wenig mehr und irgendetwas fehlte. Jennifer!

,,Wo ist denn eigentlich Jennifer?", fragte ich, als ob es mich interessieren würde.

,,Bei sich zu Hause."

,,Sie wohnt nicht hier?", fragte ich und musste einfach grinsen.

Stirnrunzeln sah mich mein Vater an und seufzte.

,,Du magst sie nicht besonders, oder?", fragte er, zog dabei seine Jacke aus und ließ sie auf einen Sessel fallen.

Kopfschüttelnd schmunzelte ich und sagte:,,Nicht wirklich! Dich ebenso nicht."

Ich war gerade dabei aufzustehen, als mein Vater sich vor mich stellte und mir dabei den Weg versperrte. Ich setzte den Kopf schief und sagte mürrisch:,,Kannst du mir aus dem Weg gehen?"

,,Grace. Kann ich mit dir reden?", fragte er einfach.

Irgendwie hätte ich erwartet, dass er es mir befohlen hätte mit ihm zu reden, wie Wir müssen reden oder Du redest jetzt mit mir, aber er stellte mir das als normale Frage. Doch trotzdem wollte ich es nicht tun. Ich ging von der anderen Seite herum, weil er mir auf der anderen Seite den Weg versperrte. Diesmal stellte er sich nicht wieder vor mich und hielt mich auf. Er ließ mich gehen.

Als ich auf mein Zimmer lief, fand ich mich nicht wohl hier. Das einzige, was ich hier mochte, war die Veranda. Ich ging raus und setzte mich aufs Sofa. Aus meiner Hosentasche zückte ich mein Handy heraus und schaute nach, ob ich Benachrichtigungen auf facebook bekommen habe... und wie viele ich bekommen habe! Davon waren sehr viele Posts auf meiner Chronik, manche User drückten auf das ,,Gefällt mir"-Button, aber sie likten nicht meine Fotos oder Status, sondern die Posts, was die anderen auf meine Pinnwand gepostet haben. Es waren auch nicht wirklich nette Posts. Eigentlich gar keine netten!

,,Umgezogen? ;) Och! Bleib da, Liebes!" (von Mandy C.)

Mandy C. war ebenfalls so eine Nute, wie Miley. Nur das Miley schlimmer war. Viel schlimmer. Apropos Miley: Sie hat mir auch was auf die Pinnwand gepostet.

Ich ahnte, dass es nichts gutes war...

,,Da siehst du's! Keiner! Wirklich keiner mag dich oder vermisst dich! Ohne mich bist du gar nichts! ;) Auch wenn du umgezogen bist, wirst du niemals Freunde finden. Das kann ich dir versichern, Süße ;* Bye! Bye!"

Eigentlich wäre es mir egal gewesen, was diese Schlampe auf meine Pinnwand geschrieben hat, aber sie war nicht die einzige, die so dachte, sondern mehr als 80 User auf facebook. Mehr als 80 Leute haben das gelikt und mit mehr als die Hälfte war ich nicht mal auf facebook befreundet. Wirklich! Sie hatte Recht! Jeder hasste mich! Aber wieso? Was habe ich so schlimmes gemacht, dass sie mich alle hassten? Miley war doch kein Stück besser, als ich. Wieso ich?!

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Hoffentlich hat's euch gefallen? :$

Danke, dass die manchen meine Geschichte lesen :)

Dark HeartWo Geschichten leben. Entdecke jetzt