Leichenwagen... Zufall?

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Wir starrten alle gebannt auf das schwarze Auto. Es kam immer und immer näher. In Sekundenschnelle. Ich konnte meine Augen nicht von dem metallenem Gefährt lassen. Inzwischen war der Wagen nur mehr einige Meter von uns entfernt. Wir schauten uns alle panisch in der Gegend um. Nichts, dass uns helfen könnte...

Ungefähr 2 Meter vor uns kam das Fahrzeug mit quietschenden Reifen zum Stehen. Ich atmete hörbar aus und löste meinen Griff von Jonas' Arm. Mir war garnicht aufgefallen, dass ich die ganze Zeit über seinen Arm gehalten hatte.

Die Fahrertür öffnete sich und alle Augen waren darauf gerichtet. Ein Mann in mattschwarzem Anzug stieg aus. Er hatte eine Hand in der Anzughose. Außerdem trug er eine schwarze Sonnenbrille, durch die man nichts von seinen Augen erkennen konnte. Deswegen wussten wir auch nicht, wo er hinsah. Er stand uns einfach nur gegenüber und starrte uns an.

Nach Einigen Augenblicken stieg ein zweiter Mann mit schwarzem Anzug aus dem Auto. Er sah genau gleich wie der andere Mann aus.

Niemand sagte etwas und niemand traute sich, auch nur laut zu atmen. Es herrschte absolute Stille...

Bis die Männer plöttlich beide eine Waffe aus ihren Hosentaschen zogen. Wie auf Knopfdruck machten wir alle einen Schritt zurück. Die Pistolen waren auf uns gerichtet.

Plötzlich sagte der eine Mann: "Geht zurück. Die Fahrt ist noch nicht abgeschlossen!"

Wir schauten uns gegenseitig an, aber an den Blicken aller konnte man erkennen, dass sie niemals wieder da rein zurückgehen würden. Ich wusste ich sollte mich bei sowas eher zurückhalten, aber mein Temperament ging mit mir durch und ich sagte laut und bestimmt: "Machen Sie sich nichts vor, sie würden doch sowieso nicht schießen."

Der zweite Mann, der übrigens ungefähr einen Kopf kleiner als der ander war, lachte kurz verächtlich und kam dann näher.

Wir als Gruppe standen sehr eng zusammen, so als wären wir eine Person.

Der Zweite Mann ging nun um den Wagen herum und stellte sich genau neben den größeren. Dann zählte sie leise bis 3.

3...

Keiner wusste, was sie damit erreichen wollten...

2...

Was haben sie vor?

1...

Was passiert hier?

Und innerhalb der letzten Sekunde lösten sich alle meine Fragen in Luft auf. Denn die Männer feuerten beide die Pistolen ab.

Ich folgte, sofern das ging, der Schussrichtung und kam bei Tiffany an. Die Kugeln bohrten sich beide in Tiffany's Bauch. Alle starrten geschockt zu Tiffany.

Tiffany's Augen wurden groß. Emely stand neben ihr und hielt ihre Hände vors Gesicht.

Tiffany hielt mit ihren Händen ihren Bauch und krümmte sich zusammen. Sie knallte auf den Harten Boden. Emely kniete sich sofort neben ihre Beste Freundin. Emely drückte ihre Hände auf die beiden Schusswunden ihrer Freundin. Sie schrie: "Helft ihr doch! Helft ihr! Sie braucht Hilfe!" Sie war so hysterisch, dass ich dachte se könnte hyperventilieren. Die beiden Männer standen nur emotionslos da und schauten sich das Szenario an. Auch wenn ich Tiffany nicht mochte, jemand musste ihr doch helfen können! Ich versuchte den unteren Teil meines T-Shirt wegzureißen. Doch leider waren wir in keinem Film, in dem Das Shirt mit einem *Ratsch* durchtrennt war.

Ich zog an Jonas' Weste. Er drehte sich zu mir um, verstand sofort und zog schnell seine hellblaue Weste aus. Ich zerrte an der Weste und rannte blitzschnell zu Tiffany.

Es kam nur mehr ein Röcheln aus ihrer Lunge. Ihre Augenlider waren halb geschlossen. Emely rückte ein Stück zur Seite, um mir Platz zu machen.

Ich nahm die Weste und hob ihren Oberkörper ein Stück, um die Weste unter sie legen zu können.

Ich Band die Weste oben bei den zwei Wunden, die sehr knapp nebeneinander waren zusammen. Das sollte das Blut für eine Zeit lang stoppen. Doch aus Tiffanys Kehle kam nur mehr ein Laut. Der letzte Ton, der ihre Kehle jemals verlassen haben wird..

Der Bus zur Hölle *Abgeschlossen*Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt