Fragen an den Tod

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Mike drückte auf einen Knopf und die Tür öffnete sich. Der Knopf war blau, genauso wie Mikes Augen. Aber der Knopf hatte ein dünkleres blau. Seine Augen waren das einzig schöne an Mike, der Rest war ganz und gar nicht schön. Außerdem trug er nur schwarzes Gewand....schwarz wie seine Seele.

Er musterte uns nocheinmal nachdem wir eintraten. Ich wusste nicht ob er diesmal der Mike war, der uns essen gab oder der, der uns an schrie weil wir ihm keinen aufgespießten Schädel mitbrachten. Zu meiner Freude war er der nette Mike. Er schaute zumindest nicht ganz so komisch wie sonst immer. Also wusste ich, wir hatten jetzt größere Chancen etwas aus ihm heraus zu locken als wenn alle dabei waren. Caroline, die die vorlautere von uns beiden war begann zu reden: "Also Mike... Wir stellen dir jetzt Fragen und du beantwortest sie, klar?" Sie klang dabei wie eine Kommissarin, die einen Verbrecher verhörte. Mike schmunzelte zum ersten Mal, seit ich ihn gesehen habe. Dann sagte er recht leise: "Kommt darauf an, was für Fragen es sind. Aber versucht es mal." Er klang eigentlich gar nicht wie ein alter Mann. Seine Stimme klang jünger, als er war. Wie alt er genau war wusste ich nicht, aber ich fragte aus Höflichkeit auch nicht. Ich schätzte ihn auf Mitte 50.

Caroline sagte nun: "Also... Mike. Warum tust du das?" Sie sprach nun schon deutlich ruhiger.

Mike sah sie verwundert and und schien zu überlgen. Dann schüttelte er den Kopf und sagte: "Das geht euch nichts an. Ihr könnt nichts an der Situation ändern, gebt es auf. Und es tut nichts zur Sache warum ich das mache." Dann fragte ich: "Und wer sind diese Gequälten, die uns immer die Aufgaben schreiben?" Er sagte nur: "Das werdet ihr noch früh genug herausfinden." Dann deutete er uns mit einer Handgeste wegzugehen.

Doch wir blieben stur. "Warum ausgerechnet wir?" fragte Caroline. "Zufall" gab Mike herablassend zurück und deutete uns nochmal zu gehen. "Wir haben Hunger!" sagte ich stur. "Wartet bis zur nächsten Aufgabe vedammt nochmal. Geht jetzt  erfüllt due zwei Aufgaben und fertig. Tschüss." sagte er sauer zurück. "Jaja, danke auch." sagte ich und warf ihm einen herablassenden Blick zu. Es schien als würde er traurig schauen, aber dieser Verdacht war im nächsten Moment wieder weg und er schaute uns böse hinterher. Vielleicht hatte ich mir den traurigen Gesichtsausdruck ja auch nur eingebildet. Wir rannten zu den anderen und alle fragten aufgeregt durcheinander "Und, was habt ihr herausgefunden" "Was habt ihr ihn gefragt" "Wisst ihr, wie man hier weg kommt" und einige weitere Fragen.

Wir schüttelten nur die Köpfe und sanken enttäuscht auf den Boden. Jonas legte einen Arm um mich, doch ich streifte ihn ab. Wir hatten keine Zeit für sowas, wir brauchten ein Plan. Einen sehr guten Plan. Sonst würden wir hier nie weg kommen. Schon zu viele mussten hier sterben. Doch wir wussten, dass wir zumindest noch diese Aufgabe erledigen mussten. Linsey und Clara, die zwei Schwestern standen auf und sagten: "Wisst ihr was, suchen wir doch einmal die zweite Aufgabe für heute. Und dann, morgen werdet ihr einen Weg finden hier herauszukommen, aber erstmal brauchen wir noch ein Opfer."

Ein paar nickten traurig andere weinten und weitere hatten gar nicht zugehört. Denen, die nicht zugehört hatten war schnell klar was wir taten, denn wir krabbelten wie wild herum. Ein Junge namens Drake fand den 2. Zettel. Er fand ihn in einem hohlen Baumstamm. Er faltete ihn auf und sagte kurz: Alle zuhören." und begann dann vorzulesen: "

Aufgabe 3 (Zusatzaufgabe)

Da ihr keinen aufgespießten Kopf mitgebracht habt, bekommt ihr nun die 2.Aufgabe für heute.

Wenn ihr tiefer in den Wald geht entdeckt ihr etwas. Es sieht aus wie ein gewöhnlicher Baum, ist aber innen hohl. Dieser Baum ist mit einem roten X markiert. Das Opfer muss den Baum im inneren vollständig herauf und wieder herunter klettern. Heute verlangt es bei keiner der zwei Aufgaben einen Beweis. Es wird nur einer der beiden überleben.

Bleibt im Bus solange er noch fährt.

Die Gequälten

Ein Mädchen begann zu weinen. Es war Carla, das dickere Mädchen. Daraufhin ging Linsey zu ihr und umarmte sie.

Für alle war klar, dass die beiden die zwei Aufgaben machten. Das war ihnen vermutlich auch selber klar...

Der Bus zur Hölle *Abgeschlossen*Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt