Kein Tod, Keine Flucht?

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Nachdem alle satt waren bzw. Zumindest etwas im Magen hatten, gingen wir die paar Schritte zu Lisa. Wie sollten wir es anstellen ihre Haut von den Armen zu essen, wenn wir nichteinmal ein Messer haben? Außerdem können wir ihr nicht lebend in ihre Arme beißen und die Haut abziehen...

Lisa rief nach einigen Minuten Stille: "Also... Wir sollten beginnen." Man hörte, wie ihre Stimme zitterte.

Doch Tiffany und Emely riefen gleichzeitig dazwischen: "Und wie bitte?"

Gut, ich gebe zu die beiden sind abartig nervtötend, aber diese Frage hatten sich vermutlich alle gestellt.

Lisa stotterte: "Äh... Keine Ahnung, fragt doch einmal Mike... Oder?"

Ich nickte sie an und ging dann Richtung Bus. Mike saß natürlich wie immer darin. Er biss gerade in einen roten, saftigen Apfel.

Ich klopfte einige Male gegen die Tür, doch es schien so als würde er mich ignorieren. Ich klopfte nun lauter und fester dagegen und er blickte genervt auf, lächelte dann aber komischweise kurz. Dann drückte er einen Knopf und die Tür öffnete sich.

Ich trat zögernd einen Schritt ein und wippte dann von einen auf den anderen Fuß.  Er fragte: "Was willst du?" und dabei klang er nichtmal so genervt.

Ich zögerte und sagte dann: "Ähm ich wollte dich nur fragen, wie wir Lisas Haut von den Armen ähm.... Entfernen sollen, wir haben kein Werkzeug dazu."

Er überlegte kurz und sagte dann: "Hier ist ein Messer. DU bringst es mir heute Abend wieder zurück."

Und mit diesen Worten überreichte er mir ein ziemlich scharf aussehendes Messer.

Bei den anderen angekommen zeigte ich ihnen triumphierend das Messer und sagte: "Leute! Lisa muss nicht mehr sterben, wir können jetzt unseren Plan durchziehen und den Zaun kaputt machen!"

Alle blickten glücklich auf und Lida strahlte stärker als die Sonne. Sie wusste, sie war dem Tod entkommen, zumindest svhien es für die nächste Zeit so.

Wir gingen also immer mehr vom Bus und somit von unserer Aufgabe weg.

Wir mussten einige Zeit laufen, aber kamen irgendwann bei dem Zaun an.

Der Zaun war aus Draht und sah nicht allzu stabil aus. Wieso waren wir nicht früher auf diese Idee gekommen?

Aber gut, zumindest hatten wir jetzt auch einmal unser Gehirn für etwas sinvolles verwendet.

Tiffany und Emely hatten mal wieder ihren Tussi Blick aufgesetzt und ich fing wirklich an, ernsthafte Terroranschläge für die beiden zu planen. Theo nahm mir das Messer unsanft aus meiner Hand und würdigte mich dabei keines Blickes. Dann dachte er nach, über was weiß ich nicht. Alle schauten ihm gespannt dabei zu. Währenddessen beobachtete ich ihn und studierte sein Gesicht. Er war nicht hässlich, aber auch kein Traumprinz. Und schon garnicht so schön wie Jonas. Theo hatte eine eher knubbelige Nase aber dafür sonst schöne Gesichtszüge. Dann
hob er seine Hände, darin das Messer im festen Griff und schaute zielstrebig auf eine Stelle im Zaun. Irgendwas in ihm sträubte sich gegen das durchschneiden des Zaunes. Aber niemand weiß was.
Plötzlich ließ er, anstatt mit dem Messer den Zaun zu durchlöchern das Messer mit einem schepperndem Geräusch zu Boden fallen. Das Mörderinstrument traf auf den Harten Untergrund.  Es gab ein lautes Scheppern und die Klinge wippte auf dem Boden herum. Schließlich kam das Messer zum Stillstand. Ich schaute zum Messer und sah mich darin. Glori. Es zeigte mein Spiegelbild und ich sah, wie abgenagert ich war. Dann lagen alle Blicke auf Theo...

Der Bus zur Hölle *Abgeschlossen*Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt