She isn't like the Joker

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Zehn Minuten nachdem ich das Haus verlassen hatte bekam ich schon eine Nachricht von Luke, die sagte, dass er nun da war.
Ich beeilte mich und konnte ihn kurze Zeit später schon ein paar Meter vom Eingang entfernt stehen sehen.

Langsam ging ich zu ihm und lächelte ein bisschen als er mich sah.
"Hey, wie geht's dir?", begrüßte er und umarmte mich.
"Mir geht's sehr gut, dir?" Ich erwiderte die Umarmung. Wir gingen zusammen die Straße entlang.

"Ich hab leichte Kopfschmerzen, aber das kann auch vom Wetter kommen"
"Oder vom Unterricht"
Er lachte ein wenig.

"Wie kommt's, dass du mich sehen wolltest?"
"Naja, wir haben uns lange nicht mehr gesehen und ich hab dich etwas vermisst"
"Ich hab dich auch vermisst", sagte ich grinsend.

Luke und ich kauften uns ein Eis und gingen durch die Straßen. Wir erzählten den ganzen Nachmittag. Am Abend saßen wir beide auf dem Dach eines Hochhauses und sahen uns die Stadt an.
Während des Sonnenuntergangs wurde Luke angerufen. Er ging ein paar Schritte beiseite und nahm den Anruf an.

"Hey .. .. ich bin mit 'ner Freundin unterwegs .. .. Innenstadt .. .. ja, ich.. bin in zehn Minuten da"

Er steckte das Handy in seine Tasche und kam wieder zu mir.
"Ich muss nach Hause"
"War das grad Bruce?"
"Nein, Alfred hat angerufen. Er holt mich gleich ab"
"Achso, okay..", sagte ich und stand auf. Ich umarmte ihn. "War schön, dich mal wieder getroffen zu haben. Lass uns das wiederholen", sagte ich dabei.
Luke nickte und ging zur Tür vom Treppenhaus.
Ich blieb am Geländer stehen.
"Kommst du nicht mit?"
"Ich nehm 'nen anderen Weg", sagte ich und kletterte am Geländer herunter.

< Luke P.o.V. >

Ich ging schnell zum Geländer, konnte jedoch nur noch sehen, wie Clarke von Geländer zu Geländer sprang und schließlich aus meinem Sichtfeld verschwand.
Ich lächelte ein bisschen und ging zurück zur Tür und die Treppen hinunter.

Ich ging zum mit Alfred vereinbarten Treffpunkt und wartete. Es dauerte nicht lange bis einer unserer Wagen bei mir hielt. Ich stieg ein noch bevor Alfred die Fahrertür öffnen konnte.
Danach fuhr er los.

"Diese Freundin, mit der Sie in der Stadt waren.. Kann es sein, dass es sich hier um Clarke handelt?"
"Wie kommst du darauf?"
"Nunja, ich hab sie eben grade hier in der Nähe gesehen"
"Du hast aber nicht Bruce bescheid gesagt, oder?", fragte ich schnell.
"Nein, ich wollte zuerst Sie darauf ansprechen"
"Bitte sag ihm nichts"
"Luke, Sie wissen, wie gefährlich Clarke sein ka-"
"Du sagst ihm nichts"
Er nickte und seufzte leise.

"Ich weiß, Clarke kann gefährlich sein..", sagte ich nach einer Minute. "Aber sie hat nur das falsche Umfeld. An sich ist sie sehr nett"
"Das mag zwar so sein, dennoch, wie Sie gerade sagten, hat sie das falsche Umfeld. Sie wissen nicht, wozu sie noch imstande ist. Wissen Sie noch, damals beim Verhör? Sie meinten, Clarke habe sich in keinster Weise bedroht gefühlt. Sie hätte gelacht! An wen erinnert Sie das?"
"Clarke ist nicht wie der Joker"
"Aber Sie wissen, worauf ich hinaus will? Dieses Mädchen scheint fast vollkommen angstfrei zu sein. Sie können ihr mit nichts drohen und solche Leute sind nicht zu unterschätzen"
"Ich unterschätze sie nicht, aber ich bin der Meinung, dass in jedem etwas Gutes steckt. Vielleicht könnte ich mal mit ihrem Bruder reden"
"Soll ich ihn zu uns einladen?"
"Das musst du nicht. Ich gehe nach dem Essen zum GCPD"

..

"Sage Bruce bitte, dass ich noch in der Stadt bin. Ich werde ihn unterstützen, sobald ich wieder zuhause bin, ja?"
"Das werde ich", sagte Alfred und nickte.
Ich lächelte kurz und verließ das Haus.

Mit der Bahn machte ich mich auf den Weg zum GCPD.
Die Fahrt dauerte nicht allzu lange.

Als ich ausstieg und das Polizeigebäude ansteuerte war bereits die Sonne untergegangen.

Drinnen war nicht viel los. Hier und da gingen einige Polizisten herum oder arbeiteten an ihren Schreibtischen.
John konnte ich nirgendwo sehen, dafür aber seine Partnerin.
Ich ging langsam auf sie zu.

"Hallo, Luke. Wie kann ich dir helfen?", begrüßte sie mich lächelnd.
"Können Sie mir vielleicht sagen, ob John irgendwo hier ist?"
"Tut mir leid. Er ist vor zehn Minuten nachhause gefahren"
"Oh, nagut, dann stör ich mal nicht länger. Schönen Abend", verabschiedete ich mich lächelnd.
"Auf Wiedersehen", sagte Miranda.

Ich verließ das Gebäude wieder und fuhr in die Nähe des Hauses, in dem Johns Wohnung war.

Nach langen Treppensteigen klopfte ich an seiner Tür und wartete.

John sah ziemlich überrascht aus als er die Tür öffnete.
"Hallo, Luke"
"Hi, John. Kann ich.. vielleicht reinkommen?"
"Natürlich"
Ich betrat die Wohnung und setzte mich auf die Couch. John setzte sich zu mir.
"Wie kann ich dir helfen?", fragte er neugierig.

"Ich ähm.. ich wollte dich etwas zu Clarke fragen, wenn das okay für dich wäre"
"Nun, ich seh sie zwar selten, aber vielleicht kann ich dir die Fragen trotzdem beantworten. Schieß los", sagte er und lehnte sich zurück.

"Es geht darum. Also, Clarke ist zwar in den letzten Wochen und Monaten eher negativ aufgefallen-"
"Schön formuliert", unterbrach er mich und schmunzelte.
"Sie hat doch sicher aber auch Gutes getan, oder?"
"Wie meinst du das?"
"Naja, sie wird doch zwischendurch mal irgendwas Gutes getan haben"
"Schon" Er lehnte sich wieder nach vorne und stützte seine Ellenbogen auf die Knie. "Du hast doch sicher auch mitbekommen, wie Scarecrow geschnappt wurde, oder? Das war fast überall in den Nachrichten"
"Ja, das habe ich"
"Da war ja auch ein kleines Mädchen, ja?"
Ich nickte langsam.
"Clarke hat versucht, ihr zu helfen. Dieses Mädchen heißt Jill. Sie hat uns erzählt, wie ungefähr das abgelaufen ist. Weißt du, Scarecrow hatte Jill aus verschiedenen Gründen entführt. Also, naja, da hatte halt eins zum anderen geführt. Wie dem auch sei, sie meinte, sie musste plötzlich stark husten und hat nach ein paar Sekunden das Bewusstsein verloren. Wahrscheinlich hatte sie irgendein Gas eingeatmet.
Später ist sie in einer Lagerhalle aufgewacht. Neben ihr war Clarke an einen Stuhl gefesselt. Mit Jills Hilfe konnte Clarke die Fesseln der beiden lösen. Sie haben versucht zu fliehen, wurden jedoch von Scarecrow aufgehalten. Danach wurden die zwei in ein altes Krankenhaus gebracht, wohin wir nach Ortung von Clarkes Handy auch gefunden haben. Der Fluchtversuch der beiden hatte zwar nicht geklappt, dennoch wollte sie dem Mädchen helfen"
Ich lächelte ein bisschen.

"Wie geht's dem Mädchen jetzt?"
"Sie ist wieder bei ihren Eltern und geht zur Therapie. Nach und nach scheint es ihr besser zu gehen"

Whatever doesn't kill you simply makes you strangerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt