Kapitel 13

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*Adam* (Wavebreaker=FantasyGirl61)

Verlegen kratzte ich mich am Hinterkopf. ,, Ähm...", begann ich. Meine Freundin sah mich warnend an. ,, Nun ja... Es könnte ganz eventuell sein, dass ich... Ähm... Dass ich es geklaut hab...?", mein gestotter klang eher wie eine Frage, als eine Antwort. Allys Augen weiteten,sich. ,, Du hast was?! Ist die eigentlich bewusst, dass das deine Ausbildung kosten kann? Echt jetzt Adam, so etwas hätte ich nie von dir e-", schrie sie gleich drauf los. Doch ich unterbrach sie.,, Ally, ich habe es vom Prinzen,geklaut!" Ihre Augen weiteten sich noch mehr, falls das überhaupt möglich ist. ,, Von Prinz Henry?", quietschte sie. ,, Ja. Erik sagte, sein Vater wollte ihn schlachten. Zuerst wollte er ihn mir schenken, doch ich habe es abgelehnt und gemeinsam mit Erik... Naja, da haben wir es halt geklaut." In diesem Moment veränderte sich ihr wütender Gesichtsausdruck in ein sanftes Lächeln. ,, Ich wusste gar nicht, dass du so verdammt großherzig bist.", lachte sie und kam auf mich zu. Unsere Lippen verschmolzen zu einem sanften Kuss.

Ich habe nie gross an Schicksal geglaubt, aber als ich am nächsten Mittag zu meinem Cheep lief, wurde mein gesamter Glaube durcheinander gewirbelt. Ein Mann stand vor meinem Cheep und sah durch die schmutzigen Scheiben hinein. Da er mit dem Rücken zu mir stand, konnte ich nur erkennen, dass er schwarzes Haar hatte, ziemlich Muskulös war und seine Haut braun gebrannt. ,, Hey, was tun sie da?!", rief ich. Der Mann drehte sich um. Er war gut aussehend und ungefähr Anfang zwanzig. Seine Augen waren ebenso dunkel wie die meinen. Schon vom ersten Augenblick wusste ich, wer er war. Geschockt liess ich meinen Rucksack von meiner Schulter gleiten. Kaleb sah mich wie hypnotisiert an, bevor er langsam auf mich zukam. Immer wenn er einen Schritt auf mich zu machte, wich ich einen zurück. Was sollte das?! Kaleb war tot! Ich sah seine Leiche! Ich lag drei Tage lang neben seinem Kadaver! Hatte man ihn geklont? Warum? Wieso tat man mir das an? War es nicht schon schlimm genug, dass man mich seines Todes beschuldigte? ,, Adam...", murmelte Kaleb wie in Trance und kam immer weiter auf mich zu. Ein paar Teenager waren stehen geblieben und beobachteten uns fasziniert. Doch weder Kaleb, noch mich kümmerte das. Die Tränen, die mittlerweile über mein Gesicht flossen, liessen mich fraghaft werden. Wie lange hatte ich nicht mehr geweint? Seit meine Mom und Kal ermordet wurden? ,, Adam, bleib stehen!", verlangte Kaleb sanft. Seine Stimme. Man sagt ja, dass der Klang einer Stimme das erste ist, was man vergisst. Und es ist wahr: hätte ich ihn nicht gesehen, hätte ich nie geglaubt, dass es Kaleb war, der da zu mir sprach. Ich wusste nicht, was mich dazu ritt, doch ich blieb stehen. ,, Du bist tot!", krächzte ich. Kaleb lächelte schwach. ,, Sehe ich vielleicht tot aus?" Eigentlich wollte ich ihm vorwerfen, dass er nicht früher gekommen ist, ihn anschreien und ihm vielleicht sogar eine scheuern. Doch in diesem Moment konnte ich nichts anderes tun, als ihm in die Arme zu fallen. Es tat so gut, meinen Helden endlich wieder in den Armen zu halten. Es war schon so verdammt lange her. Und Kaleb roch noch immer nach Kaleb. Nach Freiheit, Geborgenheit und auch einer Spur von Gefahr.

Kaleb sagte, dass wir uns nicht auf dem Schulhof unterhalten sollten, weshalb wir in eine verlassene Lagerhalle, irgendwo im Wald fuhren. Dort setzten wir uns auf die Metallene Galerie und liessen unsere Beine über den Abgrund baumeln. ,, Wo warst du all die Jahre?", fragte ich leise. ,, Ich bin jetzt beim FBI. Weisst du, ich war wirklich tot. Aber ein Wissenschaftler namens Curtis Connor hat es irgendwie geschafft, mich wiederzubeleben. Aber zurück in die CA konnte ich nicht, schliesslich war ich ja 'tot'. Aber ich habe dich nie aus den Augen gelassen." Alle diese Infos waren zu viel für mich. Zu viel für meinen Verstand, mein Herz. In den letzten Tagen musste ich einfach zu viel ertragen. Ich fand heraus, dass ich doch nicht so kalt war, wie ich gedacht hatte, kam mit einem wunderschönen Mädchen zusammen, welches von einem Prinzen angehimmelt wurde. Mein tot geglaubter Bruder ist wiederauferstanden und mein Leben wurde noch komplizierter, als es durch diese ganze CA Sache nicht eh schon war. Der Grund, weshalb ich so kalt wurde, weshalb ich mich so verändert hatte, existierte plötzlich nicht mehr. Aber ich konnte es nicht rückgängig machen. Auf wackelnden Beinen stand ich auf. War das Kaleb gewesen? War er es gewesen, der in Eriks Haus war? Derjenige, der die Queen umbringen sollte? Alles brach in mich hinein. Nicht nur ich hatte mich verändert. Auc Kaleb tat es. ,, Adam, wo willst du hin?!", fragte Kaleb und sah mich verwirrt an. Schnell krallte ich mich am Geländer fest, da ich zu umkippen drohte. ,, Nach Hause.", meinte ich knapp und verschwand so schnell es ging.

Das Haus betrat ich gar nicht erst. Meinen Cheep liess ich achtlos am Strassenrand stehen. Ich brauchte jemanden, der mir keine Fragen stellen und mir nicht auf die Nerven gehen würde. Freedom. ,, Hey Kleiner.", flüsterte ich behutsam und strich ihm über die Nüstern. , Lust auf einen kleinen Ausritt?" Wie zur Antwort, schnaubte er kurz. ,, Na dann; los!"

Würde mich jetzt jemand fragen, wo ich mich gerade aufhielt, hätte ich nur ,, Wald" sagen können. Mehr wusste ich nämlich auch nicht. Freedom preschte mit so einer enormen Geschwindigkeit und so sicher, dass ich mir schon fast Gedanken fdarüber machte, ob er irgendwann man ein Jagdpferd oder ähnliches gewesen war. Aber das brauchte ich jetzt. Denn vielleicht war der Mann, der immer mein Held, mein Vorbild war, doch nicht so gut wie ich immer dachte.

Words: 950

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