Kapitel 7

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Song: Stay with me - Sam Smith

*Adam's Sicht* ( FantasyGirl61 )

Ich sah ich aus dem Fenster. Nachdem Ally und ich die Bounties restlos aufgegessen hatten, sassen wir beide schweigend nebeneinander. Ich fragte mich, warum sie mir die Süssigkeiten angeboten hat. Hatte sie ein schlechtes Gewissen? Oder weil nun auch sie mich als einen Mörder ansah und nett zu mir sein wollte, damit ich sie nicht umbringe? Ally war ganz in irgendein Buch vertieft. House of night - entfesselt, las ich den Titel des Buches. Was war denn das für ein seltsamer Titel? So hiess doch kein Buch! Ich dagegen beschloss, mir meine Missions Unterlagen noch einmal anzusehen. Denn aus erfahrung wusste ich, dass man immer ganz genau wissen sollte, wer man war. Ich zog sie aus der Reisetasche, die mir zu Füssen lag. Als ich die beige Mappe aufklappte, sah ich drei Fotos. Auf einem, war eine mollige Frau zu sehen. Ihr rotes schulterlanges Haar glänzte, ihre grünen Augen funkelten liebeswürdig. Auf ihren schmales Lippen lag ein lächeln. Meine 'Mum'. Auf dem zweiten Bild war ein schwarzhaariger Mann zu sehen. Seine braunen Augen blitzten gefährlich, seine etwas dünklere Haut glänzte im Licht. Das war Doug. Ich schätzte ihn ungefähr zwanzig. Zugegeben: er hätte locker als meinen leiblichen Bruder durchgehen können. Auf dem dritten und somit letzten Bild, war ein Mann zu sehen, der etwa so alt wie meine 'Mum' war. Seine sonst wahrscheinlich dunkelbraunen Haare, wurden von ein paar grauen Haare gesellschaft geleistet. Sein Gesicht war schmal, seine blauen Augen funkelten. Und hätte mein Vater mir nicht versichert, dass das wirklich Profiagenten waren, hätte ich ihm niemals geglaubt. Mein Blick wanderte ein wenig auf dem Papier runter. Da stand der übliche Scheiss und ein paar unnötige bemerkungen wie: 'Seien sie diskret und lassen sie sich nicht von Schülern, Lehrern oder sonstigem Personal identifizieren.' Auf der nächsten Seite, fand ich ein Bild von einem Jungen, der in meinem Alter sein musste. Sein dunkelblauen Augen sahen mich durchdringlich an, sein braunes Haar war sorgfältig aufgestellt. Ausserdem hatte er einen beachtlichen Muskeltonos. 'Erik Winsor', das war die fette Überschrift. Das war also unser verwöhntes Prinzchen alias mein neuer bester Freund. Ich wollte gerade umblättern, da hörte ich eine Frauenstimme, die aus den Lautsprechern kam. ,, Meine Damen und Herren. In wenigen Minuten werden wir in London ankommen. Bitte schnallen sie sich an und schalten sie ihre elekrtonischen Geräte aus. " Super. Nun würde sie beginnen: die total unsinnige Mission. Das einzige, was mein Vater mit den armen Erstsemester Inizianten tat, war, ihnen die Herzen zu brechen. Zuerst brachte er sie dazu, wie ein ganz normaler Teenager zu sein. Als nächstes müssen sie Freundschaften schliessen und sie anschliessend verraten. Das ist echt hart. Ich selbst musste das schon oft genug machen. Aber das schlimmste ist, wenn dir deine 'Freunde' dann Dinge wie ,, Ich habe dir vertraut!", hinterherrufen, während sie in den Polizeitruck verladen werden. Ich weiss nicht wieso, aber ich musste sofort an Ally denken. Sie hatte so etwas nicht verdient. Sie war so rein wie die Seele von Gott.

Damit alles echter wirkten, holten und unsere 'Eltern' ab. Zuerst musste ich zwar ein wenig mit meinen Augen suchen, doch schon nach wenigen Minuten fand ich sie. Sie standen lächelnd vor einem schwarzen Truck. Allys fake - Eltern waren noch nicht da. Irgendwie hatte ich das bedürftnis, hier mit ihr zu warten. Ohoh, Adam, du denkst zu viel an dieses Mädchen! Warnte mich meine innere Stimme. Sie hatte vollkommen recht. ,, Äh, Tschüss." Sagte ich knapp. Ally nickte. ,, Bis Morgen." Da erinnerte ich mich an etwas. ,, Ach Ja, falls uns jemand fragt, woher wir uns kennen. Wir haben im Flugzeug nebeneinander gesessen." Sie nickte. Dann ging ich wortlos zu den McGarretts. Ich zwang mich zu einem lächeln. Als ich vor Mary stand und ihr die Hand reichen wollte, umarmte sie mich herzlich. Wann hatte mich das letzte mal eine Frau umarmt? Ich überlegte. Es waren neun Jahre her. Jonathan gab mir die Hand. Wie es zu einem Agenten gehört, hatte er einen festen Handdruck. ,, Seth. Endlich bist du wieder da." Sagte er. Seine Stimme klang wirklich total erfreut. Die C.A. hat ihnen nur meinen falschen Namen gesagt, damit sie sich nicht ausplaudern. Man konnte ihnen anscheinend nicht alles sagen, da sie seit über zehn Jahren keinen Auftrag mehr angenommen haben. Warum, weiss niemand. Und warum sich mich zu sich genommen haben, ist mir ebenfalls ein Rätsel. ,, Steig ein, Junge." Sagte Mary herzlich. Ich stieg hinter rein, die beiden 'alten' vorne. Sie erzählten mir pausenlos, was es in der nähe für Freizeitaktivitäten gab. Doch ich hatte nur Augen für London. Früher war es immer mein Traum, einmal eine Firma in London aufzubauen. Eine Stiftung für Kinder, die ihre Eltern verloren haben. Entweder, wenn sie kein gutes verhältnis zu ihnen haben, oder wenn sie tot sind. Doch jetzt weiss ich es besser: ich werde niemals ein halbwegs normales Leben führen können. Genau so wenig, wie Tyson, Jordan, Ally, oder alle anderen aus der C.A.

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