My Little Secret

By Ochrasy

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Als Romy die Zusage für ihren neuen Job bekommt, könnte sie einen ganz Tag lang nur Freudentänze machen. Endl... More

1 - Wie alles begann...
2 - Eine Entscheidung fürs Leben
3 - Der 1000 und erste Grund
4 - Von Hagen - Marius von Hagen
5 - Der?
6 - Keine leeren Versprechungen
7 - Käuflich
8 - Gold-Blau
9 - Persönliches
10 - Happy Birthday to me
11 - Kronleuchter und Pinguine
12 - Sieben Kartons und zwei Koffer
13 - Was hier geschieht, bleibt auch hier
14 - Scham
15 - Mitleid
17 - Greta
18 - Wahrheit
19 - Krank
20 - Ex
21 - Dünnes Eis
22 - Schweigen und Starren
23 - Neuanfang
24 - Wenn man vom Teufel spricht
25 - Auf einmal ergibt alles einen Sinn
26 - Die Gene
27 - Überraschung
28 - So viel Liebe
29 - Der Brief
30 - Greta
31 - Marius
Wie es weitergeht
*** Buchveröffentlichung ***

16 - Home

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By Ochrasy

„Also wenn es nach mir geht, können wir hier auch ruhig wohnen bleiben", sagte Greta als wir das Haus von Marius betraten. "Wir müssen keine neue Wohnung suchen."

Marius und ich hatten uns darauf geeinigt, dass wir uns duzten, sobald wir nicht mehr auf Arbeit waren. Jedoch sollte keiner unserer Kollegen wissen, dass ich bei ihm wohnte.

Es war so absurd. Jetzt wohnten wir schon wie eine Familie zusammen und keiner außer mir wusste, dass wir tatsächlich eine waren.

„Greta, wir wohnen hier nur so lange bis wir etwas Neues gefunden haben. Wir sind hier nur zu Gast."

Aber ich musste meiner Tochter Recht geben: Hier könnte ich mich auch länger wohlfühlen. Marius hatte nicht übertrieben, als er meinte, dass er ein großes Appartement hätte. Es war ein Palast. Er hatte sogar zwei Gästezimmer und jedes davon hatte sein eigenes Badezimmer.

„Fühlt euch wie zuhause!", ließ Marius uns wissen.

„Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie dankbar ich bin."

Ich konnte ihm das nicht oft genug sagen.

Er tätschelte meine Schulter.
„Es ist keine Rede wert. Wirklich nicht."

Es fiel mir immer noch schwer seine Hilfe anzunehmen, aber ich hatte keinerlei Alternative. Wir kannten uns jetzt seit 2 Monaten und auch wenn wir jeden Tag eng miteinander arbeiteten, so war ich für ihn doch jemand Fremdes. Ob er vielleicht instinktiv spürte, dass da mehr zwischen uns war? Oder war es wirklich nur das Mitleid mit einer alleinerziehenden Mutter, die vom Pech verfolgt zu sein schien?

Am Abend waren Greta und ich allein in diesem riesigen Haus. Ich hatte mich zu ihr ins Bett gekuschelt und eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen, doch so richtig schläfrig schien sie nicht zu werden.

„Mama, findest du nicht auch, dass Marius total nett ist?"

Das war er wirklich. Innerhalb der letzten Wochen hatte ich meinen ersten Eindruck von ihm revidieren müssen.

„Ja, das ist er", stimmte ich ihr zu.

Man brauchte schon ein verdammt großes Herz um jemand Fremdes bei sich aufzunehmen.

„Kann er dann nicht dein Freund sein?"

Die Frage ließ mich kurz innehalten.

„Marius ist unser Freund, Greta. Er lässt uns doch sogar hier übernachten."
„Ich meine nicht so", sagte sie und verdrehte die Augen. „Sondern dein richtiger Freund. Mit küssen und so."

Ach, Greta. Wenn das Leben doch nur so einfach wäre.

„So einfach geht das nicht, mein Schatz."

„Warum denn nicht? Ihr mögt euch doch und wenn ihr ein Paar seid, dann könnten wir hier für immer wohnen."

Ich lachte.

„Das ist also der Grund? Weil du hier wohnen willst?"

Ich stupste sie liebevoll an.

„Ja auch, aber Marius ist auch nett. Ich mag ihn."

Ich mochte ihn auch und vielleicht sogar ein bisschen mehr als mir lieb war.

„Ich mag ihn auch, aber nicht so. Er ist mein Chef. Das weißt du doch. Ich arbeite für ihn."

Greta seufzte.

Ich streichelte ihr über die Haare.

„Was hältst du davon, wenn wir morgen irgendetwas Schönes machen? Rummel zum Beispiel?"

Da Marius auf sämtliche Mietzahlungen für unsere Unterkunft hier verzichtete, hatte ich ein bisschen mehr finanziellen Spielraum als sonst.

Greta musste mal ein bisschen raus aus dem Alltag. Auch sie hatte das ganze Wohnungsdrama der letzten Wochen mitbekommen und auch wenn sie es versuchte nicht zu zeigen, wusste ich, dass sie sehr darunter litt.

„Ja!", rief Greta. Solche Ausflüge waren eine absolute Seltenheit. „Fahren wir dann mit dem Riesenrad und kann ich Zuckerwatte haben?"

„Na klar."

„Und kann Marius auch mitkommen? Bitte!"

Flehend sah sie mich an.

Sie schien wirklich an ihm zu hängen. Das hatte ich bei Greta noch nie zuvor erlebt. Es schien fast so, als sehe sie in ihm die Vaterfigur, die sie nie hatte. Nichtsahnend, dass genau er es tatsächlich war.

„Du kannst ihn gerne fragen, aber ich denke, dass er viel zu tun hat."
„Ich frage ihn trotzdem", sagte sie entschlossen.

"Aber sei nicht enttäuscht, wenn er nicht mitkommen kann."

Beim besten Willen konnte ich mir nicht vorstellen, dass er mit auf den Rummel kam. So wie ich das mitbekommen hatte, waren seine Hobbys deutlich luxuriöser. Er spielte Golf und Tennis. Außerdem machte er einen Flugschein. Da passte ein Rummel nicht so recht in den Zeitplan.

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