*Jens Sicht*
Mein Handy klingelte schon seit ein paar Sekunden doch ich starrte nur auf den Bildschirm.
Unbekannte Nummer.
War es wieder diese Nummer, die mich vor ein paar Tagen anrief?
Und was wollte derjenige?
Vielleicht war es etwas wichtiges, oder einfach nur verwählt.
Es war spät und ich hockte auf meinem Bett.
Ich war ausgelaugt und hatte keine Lust auf irgendwas. Weder reden noch sonst was. Ich war bis jetzt mit Easy in der Kneipe, es tat gut mal andere Gesichter zu sehen.
Aber ich war so müde, hatte heute nur einen Apfel gegessen und mein Magen knurrte wie verrückt.
Doch ich wollte nichts essen, ich hatte keinen Hunger, keine Lust.
Nichtmal auf Schokolade oder Kuchen hatte ich Bock.
Ich wollte nur dass die Nummer aufhörte mich anzurufen.
Ich wollte schlafen, doch ich konnte es nicht.
In meinem Kopf war es zu laut und ich sank auf mein Kissen.
Das Vibrieren meines Handys verstummte und ich schloss die Augen.
Ich wollte träumen, einen schönen Traum.
Einen, in dem alles gut war.
In dem ich mit Emma auf einer Blumenwiese hockte und Taddl mich auf die Schläfe küsste.
Ich rümpfte meine Nase und zog mir die Decke über die Schultern
Ich hatte noch immer meine Straßenkleidung an, doch das war mir egal.
Ich rieb meine Augen und verteilte somit mein ganzes Make-Up auf meinem Gesicht
Ich sah bestimmt schrecklich aus, doch das war mir ebenfalls egal.
Ich war in meinem Zimmer, allein und keiner würde mich sehen.
Keiner würde kommen oder sich zu mir setzen.
Meine Tür war verschlossen und der Schlüssel lag auf meinem Nachttischchen.
Ich öffnete die Augen und blinzelte in das grelle Licht der Nachttischlampe.
Ich schaltete sie aus und der Raum hüllte sich in dunkle Leere.
Es fühlte sich kalt an.
Einsam.
Meine Gedanken schweiften vorbei an all den Erinnerungen die sich in meinem Gehirn eingenistet hatten.
Ich mochte es über schöne Erinnerungen nachzudenken.
Erinnerungen von Momenten in denen ich glücklich war.
In denen ich lachen konnte ohne es aufsetzen zu müssen.
Ich hörte das Lachen meines Kindes und den Schrei nach ihr.
Wie gern würde ich sie jetzt neben mir haben.
Ganz egal ob in Taddls oder meinem Bett.
Sie war hier und sie war alles was ich brauchte.
Auch er war ein Teil davon.
Ich brauchte Taddl.
Mehr als ich je einen Jungen gebraucht hatte.
Ich wünschte ich könnte ihn anrufen, seine dunkle Stimme hören.
Warten bis er sagte 'ich bin gleich da, Babe'
,,ich bin gleich da" flüsterte ich und schloss wieder die Augen.
Ich hörte das Piepen der Herzmaschine im Krankenhaus.
Es wurde immer lauter und unerträglicher. Der eklige Geruch nach Ärzten und kranken Menschen stieg mir in die Nase, doch ich wollte zu ihm.
Ich wollte da sein, falls er aufwachte.
Ich wollte seine Augen sehen, als sie sich wieder öffnen.
Seine Hände auf meinen spüren und ihn küssen.
Den Geschmack seiner Lippen schmecken und den frischen Duft seines Haares riechen.
Und ich küsste ihn, einfach so.
Ohne dass er mich überhaupt ansah.
,,Taddl?" Ich schockte auf.
Ich knipste das Licht an und bemerkte, dass ich mich immer noch in meinem alten, kleinen Zimmer im Haus meiner Eltern befand.
Ich hatte noch immer die Jeans und das lockere Top an, beschloss aber dann mich umzuziehen.
Ich hatte wieder geträumt, was hieß dass ich geschlafen hatte.
Ruhig geschlafen hatte. Denn es war kein Albtraum. Es war schön.
Seit Tagen hatte ich nicht mehr richtig geschlafen, gegessen gschweigedenn Sport gemacht oder am Tag rausgegangen.
Ich saß ständig in meinem Zimmer, am Abend ging ich dann irgendwo hin und fiel nachher totmüde ins Bett.
Haluzinierte vor mich hin und schlief durch Erschöpfung ein. Aber ich wurde jedes Mal durch einen schlimmen Traum wach.
Ich betrachtete mich im Spiegel.
Meine Hamsterbäckchen waren mittlerweile verschwunden und mein krauses, rostrotes Haar lag zerzaust auf meinen Schultern; ich hatte dicke Augenringe an denen noch Maskara und Lidschatten klebten. Wie der Lidschatten an die untere Seite meines Auges kam wusste ich nicht, aber ich hatte mir wohl mit den Fingern die ganze Schminke verschmiert.
Ich sah aus, als wäre ich eine von diesen depressiven Tablettenfrauen, die immer in Filmen zu sehen waren.
Ich hatte aber auch echt viel abgenommen.
Seit ich bei meinem Eltern war, guckte keiner mehr wie viel ich aß.
Denn ich wollte nicht mit ihnen zu Mittag oder zu Abend essen, deswegen schloss ich mich dann ein, wenn meine Mutter 'es gibt essen!' Rief
Dner sorgte dafür dass ich fast genauso viel aß wie er als ich bei ihm wohnte und auch Taddl und Ardy stopften mich mit allerhand Sachen voll,
Doch das ist mittlerweile schon länger her.
Ich vermisste es mit ihnen am Tisch zu sitzen, zu lachen als Emma ihr ganzes Gesicht mit Brei bedeckt
Dann auf dem Sofa zu faulenzen, während ich Durch Taddls blondes Haar fuhr, das er mittlerweile aber auch schon wieder dunkelbraun gefärbt hatte.
Ich hatte ihn nichtmal richtig ansehen können. Ich konnte mir sein Gesicht nicht mehr vorstellen. Seine Augen waren das Einzige das mir ständig im Gedächtnis blieb.
Ich spritzte mir Wasser ins Gesicht und versuchte die klebende Maskara irgendwie von meinem Gesicht zu bekommen, was sich als schwer erwies.
Ein Blick auf die Uhr verriet mir dass es schon 8 Uhr morgens war und meine Eltern würden wohl bald aufstehen. Hatte ich so lange geschlafen?
Nachdem ich so sehr mit einem Handtuch an meinem Gesicht rieb sodass es rot und aufgeschwollen war stapfte ich wieder in mein Zimmer, schloss die Tür hinter mir ab und verkroch mich unter meiner Decke
Nur noch ein wenig schlafen, ein wenig ausruhen das brauchte ich jetzt.
Ich schloss die Augen und hörte wie meine Eltern flüsternd in den unterem Stock schlichen.
Es war ruhig und angenehm.
Aber plötzlich spürte ich am Ende meines Bettes etwas vibrieren und ich erwachte aus meinem Halbschlaf.
Ich nahm mein Handy in die Hand und starrte auf meinen Bildschirm.
Es war Easy, die mich anrief.
,,Hallo?" Krächzte ich
,,alles okay Jen? Du klingst krank" sagte sie besorgt
,,ne wollte nur gerade schlafen"
,,scheiß die Wand an, tut mir leid dass ich dich geweckt hab"
,,passt schon" sagte ich lächelnd
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Ich werde 2 auslosen und die zeichne ich dann(: viel Glück und ich hoffe ein paar machen mit <3
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Wenn die Zeit kommt • Taddl FanFiction
Fanfiction,,wehe du lügst mich an" ,,wir haben uns nicht geküsst!" •|• ,,Felix, tu mir das nicht an!" Schrie ich verzweifelt, versuchte aufzustehen doch sackte wieder schwach zusammen ,,Taddl muss es wissen!" •|• ,,ja gut, hab ich gesagt dass er aussieht und...
