Das Gespräch

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"... und sie strahlte wirklich die ganze Zeit." Die Fahrstuhltüren öffneten sich und ich ging vor. "Ich glaub das lag nur an dir." er sah mich stirnrunzelnd an. "Marco. Tu nicht so. Jedes kleine Mädchen und jede Frau hat ein Augen auf dich."  Ich schloss die Wohnungstür auf und ließ Marco vor. Ich zog meine Jacke und meine Schuhe aus und gähnte leicht. Ich drehte mich wieder zu Marco um der mich beobachtete. "Was ist?" er schüttelte nur mit dem Kopf und kam zu mir. Er nahm meine Hände und führte beide zu seinen Lippen. "Da seid ihr ja endlich." wir drehten uns zu Cathy um. "Hey. Sorry aber es wurde doch länger als erwartet." sie winkte nur ab und streckte sich. "Nicht schlimm. Liam war brav und schläft wie so ein Bär. Ich würde dann mal wieder fahren." ich nickte, umarmte sie und drückte ihr noch einen Kuss auf die Wange. "Danke das du so kurzfristig aufgepasst hast." sie lächelte nur und ging. Ich sah ihr noch hinterher, atmete tief durch und drehte mich zu Marco um der am Türrahmen angelehnt stand und mich immer noch beobachtete. "Wollen wir uns in die Küche setzten?" fragte er mich fast flüsternd. "Ja, lass mich nur schnell nach Liam schauen." er nickte und ging in die Küche. Liam hatte sich in seine Lieblingsdecke gekuschelt und nuckelte an seinen Daumen. Ich hasse es wenn er dies tat daher zog ich seinen Daumen langsam aus dem Mund und sah ihn noch kurz an bis ich mich umdrehte und aus dem Zimmer ging. Das Gespräch mit Marco rückt immer näher. Ich will dieses Gespräch doch ich habe Angst. Warum habe ich Angst? Vielleicht, dass er noch einmal so ausflippt und mir sämtliche Sachen an den Kopf wirft? Ich schüttelte mit den Kopf und redete mir es aus. Wir werden uns in Ruhe über alles unterhalten. Ganz einfach. Ich schloss die Kinderzimmertür leise und lief in die Küche. Marco stand mit verschränkten Armen vor dem Fenster und sah nach draußen. Seine Gesichtszüge waren angespannt und seine Wangenknochen arbeiteten auf Hochtouren. Ich räusperte als ich an ihm vorbei laufe "Magst du was zu trinken?" er sah über seine Schulter zu mir "Wasser. Bitte." ich nickte und nahm eine Wasserflasche aus dem Kühlschrank welche ich mit einem Glas auf den Tisch stellte. Marco setzte sich an den Tisch und schenkte sich ein. Ich drehte mich wieder zu Küchenzeile um und machte mir einen Tee. Den Stuhl neben Marco stellte ich so hin damit er seinen Fuß darauf absetzen konnte. Als mein Tee fertig war setzte ich mich vor ihm. Ich war nervös und dies merkte er sofort. Er nahm meine Hand und ging mit seinem Zeigefinger über meinen Fingerknöchel. "Wie hast du geschlafen." fragte mich Marco leise. Ich sah ihn in die Augen. "Beschissen." Er nickte und drückte meine Hand. "Ging mir auch so." Er ging sich mit der anderen Hand durch seine frisch gewaschenen Haare ließ jedoch meine Hand nicht los. "Lea." er lehnte sich etwas über den Tisch und sah mir direkt in die Augen. "Es tut mir alles so leid. Ich bin in letzter Zeit so unerträglich. Aber mich regt gerade einfach alles auf. Die Verletzung dann die Rückfälle, die WM und dann noch das mit ... Marcel. Das hast mir einfach den Rest gegeben." ich spielte mit der Schnur meines Teebeutels und sah auf meine Tasse. "Ich und auch die anderen können das voll verstehen." "Rede bitte nicht über andere. Die sind mir egal. Ich will nur wissen was du denkst." ich sah ihn in sein wunderschönes und angespanntes Gesicht. "Ich denke... das der ... Kuss ... mit Marcel doch nicht spurlos an dir vorbei gegangen ist so wie du es mir immer gesagt hast." er bewegte sich nicht und sah mich einfach nur an. "Marco. Ich ... ich kann es dir nur noch einmal sagen wie leid es mir tut, dass ich mich nicht unter Kontrolle hatte und... das halt...passiert ist." er schüttelte wild mit dem Kopf. "Dich trifft doch keine Schuld. Du warst nicht mehr du ... Marcel hat dich doch ..." "Nein Marco. Bei einem Kuss gehören immer zweie dazu. Gib nicht nur ihm die Schuld. Ich kann dir aber versprechen, dass sowas nie wieder passiert." er ließ meine Hand los, lehnte sich auf seinem Stuhl zurück und sah aus dem Fenster. "Marco. Mir tut es weh zu sehen wie ihr euch aus den Weg geht. Ihr wart...was sagt ich da, ihr seid beste Freunde. Eure Gruppe, du, Marcel und Robin. Ihr ... habt so viele Pläne. Dafür müsst ihr zusammenarbeiten und das geht nicht wenn einer den anderen nicht sehen will." er sah ernst zu mir und schlug seine Stirn in Falten. "Hast du irgendwelche Gefühle für ihn?" ich sah ihn fragend an. Ein eiskalter schauer ging mit den Rücken runter. "Sag es mir und lüg mich nicht an. Auch ich merke das die ganze Zeit. Du gehst ihm aus dem Weg." ich schüttelte den Kopf. "Ich habe keine Gefühle für ihn. Ich liebe dich und Liam. Keinen anderen Mann." er nickte. "Ich versuch...mich irgendwie unter Kontrolle zu haben. Wirklich." Ich nahm ein Schluck von meinem Tee. "Ich ... habe jedes Mals Angst wenn du was trinkst das du wieder ... so ... ausflippst." er nickte. "Es tut mir leid. Jetzt weiß ich ja wie es ist und es wird wirklich nicht wieder passieren. Das Versprech ich." ich nahm seine Hand und lächelte. "Wenn wir gerade so zusammen sitzen und ausführlich reden..." er räusperte. "... naja ... Dann würde ich da noch ein schwieriges Thema ansprechen." ich holte Luft. Keine Ahnung was er meint aber schlimmeres Thema als das könnte jetzt nicht kommen. "Ich habe mich in letzter Zeit öfters mit meinem Management getroffen und ... die haben mir Angebote gegeben."  ich sah ihn verwirrt und fragend an. "Welche Angebote?" wieder setzte ich meine Tasse an und nahm einen Schluck. "...Angebote von vielen guten Clubs." ich setzte meine Tasse hart auf den Tisch ab und verschluckte mich. Als ich mich endlich wieder beruhigt hatte stand ich auf und ging zum Fenster. Ich sah auf das Stadion, auf unseren Tempel. "Wieso?" Marco sah überrascht zu mir. "Wieso überlegst du dir das? Du hast hier ein super Team, eine Familie." Er stand auf und lief um den Tisch. "Ich ... hab niemanden zugesagt." "...Aber auch nicht abgesagt." er stöhnte und ging sich wieder durch die Haare. "Welche beispielsweise." er sah mich lange an. "Real, ManU und ... Bayern." ich nickte und sah wieder aus dem Fenster. Bayern. Wieso wollen alle dahin? Wie stellt er sich das vor? Mit Liam und mit mir? "Ich weiß es ist ein blödes Thema aber es hat noch mehr als ein Jahr Zeit darüber zu sprechen und sich vielleicht noch zu entscheiden." ich sah ihn wieder an und nickte. Er kam zu mir und legte einen Arm um mich. "Wir haben noch Zeit. Jetzt erst einmal werde ich gesund und dann warten wir die nächste Saison ab." wieder nickte ich. "So schlimm kann die Saison gar nicht werden das du gleich von hier weg willst." Wir beide lachten doch wenn ich mich da nicht getäuscht hätte.

Frustration, Ehrgeiz, Rückhalt [Marco Reus FF] -Band 2-Lies diese Geschichte KOSTENLOS!