Teil 17

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Pov Tobias

Kalt. Seine Stimme klang kalt und emotionslos.

Daniel..

Einen langen Moment war es still im Zimmer bis er sich endlich räusperte und wieder aus dem Fenster sah. Gespannt sah ich ihn an und wartete bis er anfing zu erzählen.

"Als ich damals nach Hause kam waren erst wenige Stunden nach meinem erstem mal vergangen." - Eifersucht stieg in mir hoch, doch ich hielt diese zurück.

"Doch bei meinem erstem mal war ich nicht aktiv, sonder passiv. Ich kann nicht sagen das es schlimm war und da ich zu dem Moment Alex noch geliebt hab lies ich es zu...doch als ich ihm danach sagte das ich eher aktiv als passiv bin und sein will fing er an mich auszulachen." - Seine Stimme wurde immer dunkler und eine Gänsehaut schlich sich meinen Rücken hinab.

"Ich wurde sauer. Ich hasse es wenn man mich auslacht. Egal weswegen. Aber das tat sehr weh."

"Ich verschwand aus seiner Wohnung und kam nach Hause wo das mit meiner Mutter passiert war. Ich war genervt und sauer da die einzigen mir so wichtigen Personen mich so runtermachten. Ich haute ab und verschwand für diese zwei Nächte."
Nun sah er mich an und schluckte mehrmals eher er anfing weiter zu erzählen.

"Ich hatte mir ONS gesucht und gefunden. Wollte aktiv sein was ich auch im Endeffekt war und dachte nicht nach was ich tat. Ich habe meinen damaligen Freund mehrmals nachdem ich ihm meine Jungfräulichkeit gegeben hatte betrogen."
Seine Augen füllten sich wieder mit kleinen Tränchen und ich wollte auf ihn zu gehen doch er ließ es nicht zu, indem er mit der Hand darauf wies das ich sitzen bleiben soll.

"Ich konnte und wollte es nicht vor ihm geheim halten. Ich hatte scheiße gebaut und wusste es ganz genau weswegen ich nach wenigen Tagen meiner Ankunft nach Hause zu ihm ging. Er war n-noch überrascht und glücklich mich zu sehen. Doch sein Lächeln verschwand nachdem ich meinte wir müssen reden.."
Er hatte keine Kraft zu stehen weswegen er sich auf denn Stuhl neben ihm fallen ließ und leise schmerzerfüllt zischte.

"Ich erzählte ihm alles. Von A bis B und sein Blick wurde bei jedem Wort immer finster. Ich entschuldigte mich tausende male nach dem ich ihn alles gebeichtet hatte und dann...e-er..." Seine Stimme brach ab und eine Träne rollte seine Wange runter. Ich sprang nun auf und rannte auf ihn zu und nahm ihn in denn Arm. Er erwiderte nicht, atmete ein und aus und sprach weiter.

"An dem Tag fing a-alles an..e-er hat s-seine G-Gefühle für m-mich w-wie weggeschmissen und n-nutze mich nur..für s-sex aus. Ich war k-kein Mensch mehr i-in seinen Augen. N-nur ein S-spielzeug. Nicht's mehr u-und vielleicht w-weniger."

Er weinte. Zitterte am ganzem Körper. Krallte sich an mich als ob er ohne mich sterben würde und versuchte weiter zu erzählen doch konnte einfach nicht.
"Sshh..beruhig dich. Ich bin hier, bei dir und du musst es jetzt nicht weiter erzählen, ja?"
Er nickte nur und weinte nun stumm weiter.

Wir saßen so einige Stunden da und manchmal bekam er kleine Panikattacken was wahrscheinlich daran lag das er sich an alles erinnerte. Ich versuchte ihn so gut wie möglich zu beruhigen und endlich schlief er ein. Gemeinsam legten ich uns aufs Bett und lies mich auch in einen unruhigen Schlaf fallen.

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