Teil 14

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Ein von mir gehasstes Lachen ertönte im Zimmer und meine Knie fingen an noch mehr zu zittern.

"Wie kann ich so was nur vergessen, du bist schließlich mein wehrloses Spielzeug und keiner wird dir helfen können"
Meine Aufmerksamkeit richtete sich auf Alex
Was hat er da gesagt?
"Du solltest das nächste mal auf denn Stundenplan achten, in diesem Raum ist die nächsten 2 Stunden kein Unterricht."

Nein...
Er verarscht mich!
Oder?!

Ich sah wieder zur Uhr und in dem Moment klingelte es zur 1 Stunde.
Hoffnungsvoll und voller Furcht vor dem was passieren kann sah ich zur Tür.
1 Minute.... 2 Minuten... 5 Minuten...
Die Tür ging nicht auf, keiner kam rein.
Die ganze Angst führte dazu das tsusende Tränen meine Wangen runter rollten.

"Und glaubst du mir jetzt"
Kaum sichtbar schüttelte ich denn Kopf
Ich glaubte das nicht
Ich wollte das nicht glauben
Es war doch alles gut
Ich habe mich verliebt
Hatte gestern die schönste Nacht meines Lebens.
Und jetzt liege ich in einem verlassenen Klassenraum auf einem Tisch und habe keine Chancen etwas dagegen zu machen das ich gleich missbraucht werde.

"Tch, dein Problem"
Er riss mir meine Kleider vom Leib
Und die kalte Luft umhüllte meinen Körper....

Wieso mache ich nichts?
Wieso gebe ich auf?
Ich muss doch etwas machen..
Ich habe so viel Zeit daran verschwendet das ganze hier zu vergessen.
Ich werde nicht aufgeben
Ich darf nicht!!

Ich nahm meinen ganzen Mut und Kraft zusammen und schrie.
Ich schrie um Hilfe hielt die Arme von Alex von mir fern, tat alles was ich konnte.

"HALT DIE SCHNAUZE!"
Ich konnte seinen Arm nicht aufhalten und seine Faust landete in meinem Gesicht was mich sofort verstummen ließ.
Meine Sicht wurde verschwommen und ich bekam noch mehr Kopfschmerzen.
Ich spürte nichts mehr außer Schmerz und meine Sicht verschwand ganz.
Es tut mir leid Tobi...

POV Tobias

Gut gelaunt öffnete ich langsam meine Augen um meinen geliebten wieder zu sehen, was jedoch nicht geschah.
Neben mir lag kein Daniel und die Uhr zeigte auf 17:12 Uhr

ICH HAB VERSCHLAFEN!

schnell sprang ich auf - wollte aufspringen - und spürte höllische Schmerzen in meinem Arsch.

Schnell ließ ich das ganze und fiel wieder ins Bett und beruhigte mich etwas.
"Wahrscheinlich wusste er das und wollte das ich ausschlafe..." flüsterte ich vor mich hin und lächelte etwas.

Wieder sah ich auf die Uhr und dachte über die schönste gestrige Nacht nach ehe ich realisierte das es schon 17 Uhr war..
Und Daniel war immer noch nicht zuhause oder hat sich irgendwie gemeldet.

Schnell schnappte ich mit mein Handy und sah noch mal nach - nichts.
Keine Nachricht, kein Anruf einfach nichts. Ein Mischung aus Trauer, Wut und Besorgtheit machte sich in mir breit bevor ich seine Nummer wählte.

"Dieser Abonnent ist zur Zeit nicht erreichbar, bitte versuchen sie es später wieder oder-" ich legte auf und versuchte es erneut.
Mehrere Male rief ich ihn an - Nutzlos.
Er war nicht erreichbar.

Schnell kam mir die Idee seine Mutter zuhause an zu rufen, vielleicht war er ja doch so ein Arschloch und hat sich einfach von mir nach gestern verpisst.

Ich wählte auch schnell die Nummer von seiner Mutter und wartete geduldig.
Nach einer gefühltem Ewigkeiten erklang die immer so liebe, freudige Stimme Daniel's Mutter - nur nicht Heute.

"Hallo" hörte ich vom anderem Ende des Telefons.
Ihre Stimme klang verheult, verängstigt einfach nicht so wie immer.

"Hallo, ich bin's Tobias, ist Daniel zuhause? Er ist nicht erreichbar am Handy"
Nach dem ich meine Frage ausgesprochen hatte vernahm ich ein schluchzen, ich bekam Angst.

"Ist etwas passiert?" Ich versuchte so ruhig wie möglich zu sein, was aber mit jeder Sekunde schwerer wurde.
"E-er ist z-zuhause..." -
"Gott sei dank, kann ich ihn besuchen?"
Ein Stein fiel von meinem Herz, nur verstand ich immer noch nicht weswegen sie weinte.

"E-es ist keine g-gute Idee" -
"Wieso? Ist er sauer auf mich? Ist etwas in der Schule passiert?" Ich verstand gar nicht was bei Daniel zuhause abging, mein Herz raste wie verrückt.

"....." Ich bekam als Antwort Stille.
Ich bekam wieder Angst.
Ich konnte es nicht mehr aushalten und legte einfach auf.
Ich kramte meine Sachen zusammen und zog mich an - ignorierte denn ganzen Schmerz.
Meine Gedanken kreisten um Daniel.
Wie geht es ihm?
Was ist passiert?
Was ist mit seiner Mutter?

Schnell sprintete ich zur Haustür und zog mit sekundenschnelle meine Schuhe an ehe ich aus dem Haus rannte.

Daniel wohnt 15 Minuten zu Fuß von mir entfernt.
Aber heute war es für mich zu lang weswegen ich mein Tempo verschnellerte und zu ihm rannte.
Der ganze Schmerz in meinem Körper wurde noch schlimmer und diesen zu ignorieren demnach auch - ich rannte trotzdem weiter.

Nach 5 Minuten sah ich sein Haus - ich wurde noch schneller und kam panisch an seiner Tür an.
Wie ein verrückter klopfte ich an dieser.
Ich wollte die Tür in Stücke reißen wenn mir niemand aufmacht! Aber zum Glück wurde diese von einer verheulten Frau aufgemacht - die Mutter von meinem Daniel.

Ich war geschockt sie in so einem Zustand zu sehen.
"Wo ist er?"
Sie antwortete nicht, sie ging einfach zitternd zur Seite damit ich eintreten kann.
Sofort rannte ich in Daniels Zimmer und .... brach fast zusammen.

Daniel saß auf seinem Bett, in einer Ecke, mit einem emotionslosen Blick ins leere.
"Schatz..?" Meine Stimme war leiser als Flüstern, ich hatte einfach viel zu viel Angst ihn zu erschrecken.
Sein ganzer Körper spannte sich an, seine Augen füllten sich mit Angst aus und zitternd sah er in meine Richtung.

"Es tut mir so leid....."






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