Call me "Mi Amor"

By Ludoo4325

1M 17.3K 2.6K

---------------------------------- Ihr Vater ist Alkoholiker. Er vergreift sich mehrmals an ihr und ihrer Mut... More

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51

12

23.1K 403 59
By Ludoo4325

Wenig später lief ich mit Maria, Carmen und Evelyn hinter Matteo her, zu seinem Auto.

Er steuerte auf einen schwarzen Rolls Royce zu, der im Schein der Sonne teuer glänzte.
Ich hatte mir vorhin noch Damiáns Geldkarte eingesteckt, und trug jetzt ein knielanges leichtes Sommerkleid.
Meine Haare hatte ich mit einer Klammer locker hochgesteckt, sodass einige Haare heraus fielen.
Meine Füße steckten in flachen goldenen Riemensandalen.

Matteo öffnete die vordere Tür für mich und dankend setzte ich mich hinein.
"Also, los geht's!" Evelyn klatschte aufgeregt in  die Hände.
"Okay" lachte Matteo neben mir und zwinkerte mir zu.

Wir fuhren nicht lange, jedoch war die Fahrt mehr als nur lustig.
Wir scherzten, lachten und redeten viel miteinander.
Mit der Zeit wuchs ich mit ihnen mehr zusammen, was mir mehr als nur passte.

"So, da wären wir." Matteo hielt auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums und wir alle stiegen sofort aus.
"Musst du wirklich mitgehen?" Carmen verdrehte genervt die Augen.
Er schnalzte mit der Zunge und sah sie von oben herab an.
"Du kennst die Regeln. Ich lasse euch nicht aus den Augen. Auf Stress mit Papá kann ich gut verzichten." Er fasste seine Schwestern jeweils links und rechts am Rücken und schob sie vor sich her zum Eingang.

Aufgeregt sahen sie sich gegenseitig an.

Ich freute mich zwar, jedoch war meine Aufregung bei weitem nicht so groß wie bei den anderen.

"Kommt, lasst uns oben anfangen." Schlug Carmen vor, dann lief sie uns voraus zu den vielen Rolltreppen.

-Damián-

Ein weiterer Körper sackte leblos zu Boden.

Ich war gerade eben in die Lagerhalle gekommen, als Rafael ihn erschossen hatte.
"Hõla Hermano." Er kam auf mich zu.
Zur Begrüßung nickte ich ihm kurz zu, dann sah ich zu den beiden Leichen am Boden.

"Weißt du schon mehr?" Wollte ich wissen und er legte den Kopf leicht schief, um sich seine Zigarette anzuzünden.

"No, nicht viel." Er atmete den Rauch durch seine Nase aus, bevor er weiter sprach. "Aber er muss einige Komplizen haben. Schließlich wissen sie immer wann wir wo sind."

Ich nickte.
"So weit war ich auch schon." Seufzend rieb ich mir über die Stirn.
"Und was ist mit ihnen gewesen?" Ich nickte hinter ihn zu den toten Männern.
"Das waren die, die im Bordell faxxen gemacht haben." Sagte er nur gelangweilt.

"Wo ist Lorena?" Wollte er, neugierig wie er ist, wissen und ich lehnte mich an das hohe Regal hinter mir.
"Mit den anderen Shoppen."
"Alleine?"
"Matteo ist dabei." Er nickte und dann schwiegen wir eine weile, während ich mein Handy aus der Hosentasche zog.

Matteo hatte mit eine Nachricht geschrieben.
Lorena hat mich gerade zum hundertsten mal gefragt ob sie sich das Kleid sicher kaufen darf, weil es so teuer ist.

Ich lachte auf, da ich mir innerlich gut vorstellen konnte, wie ihn unsere Mädchen zur Weißglut brachten.

"Que?" Rafael warf deine Zigarette auf den Boden, um sie auszutreten.
"Die Mädchen machen Matteo verrückt. Er heult sicher schon." Sagte ich kopfschüttelnd und Rafael lachte.

Dann steckte ich mein Handy wieder weg.

"Ich muss weiter. Vater meinte, ich sollte im Club noch nachschauen ob alles passt."
Rafael nickte mir zu.
"Ich bringe die beiden weg." Dann ging ich wieder schnellen Schrittes aus der Lagerhalle und stieg in meinen Wagen.

Gerade, als ich die Tür zuschlug rief mein Vater mich an.
"Si?" Ging ich Ran.
"Hõla. Wo bist du gerade?" Er klang gestresst. Kein gutes Zeichen.

"Bei Rafael an der Halle. Wieso?" Ich legte einen Arm auf das Lenkrad, mit der anderen rieb ich über mein Kinn und wartete, was er sagte.

"In einem unserer Läden soll es angeblich Stress geben. Einer der Manccinis soll dabei sein." Sofort wurde ich hellhörig.

"Si. Soll ich nachher noch in den Club?" Wollte ich wissen, während ich meinen Wagen bereits startete.
"Si, aber vorher fährst du in die Stadt."
"Okay." Dann legte ich auf und fuhr mit qualmenden Reifen davon.

Als ich wenig später in die Straße einbog, erkannte ich sofort eine große Menschenansammlung.

Schnell sprang ich aus dem Auto und lief auf sie zu, um mich durch die ganzen Leute zu schlagen und schließlich vor dem Eingang anzukommen.
Dort sah ich, wie gerade ein Mann seine Waffe zog und auf einen anderen zielte.

Sofort ertönten Laute schreie und alle wichen zurück.
"Leg die Waffe weg!" Befahl ich ernst.
Sein Blick richtete sich auf mich, bevor er zu grinsen begann und eine zweite auf mich richtete.

"Mi Amore, hör auf damit!" Schrie eine Frau verzweifelt aus der Menge.
Sie sah verzweifelt zwischen mir und ihm hin und her.
In ihrem Arm hielt sie ein kleines Baby, während ein Kleinkind sich an ihr Bein klammerte.

"Leg die verfickte Waffe weg!" Versuchte ich es ein weiteres Mal.
Ich wollte den anwesenden das schlimmste ersparen, doch er lud sie nur und kam auf mich zu.
Sein Lauf zielte direkt auf meine Brust.

"Sonst was?" Fragend zog er eine Augenbraue in die höhe.
"Ich wiederhole mich nicht nochmal." Ich zog meine Waffe aus meinem Hosenbund.
Ich lud sie, während meine andere Hand nach der Frau mit dem Kind griff.

Verzweifelt schrie sie auf und presste ihr Baby gegen sich.
Mein Lauf drückte sich in ihren Rücken.

Ihr schmaler Körper bebte wie verrückt, während der Mann vor mir die Augen Aufriss.

"Wag es nicht-"
"Leg deine scheiß Waffe weg!" Unterbrach ich ihn mit lauter, Herrscher Stimme.

Sein Blick wurde finster.

"Drei..." er bewegte seinen Finger zum Abzug.
"Zwei..."

"Mi Amore, bitte zu doch, was er sagt!" Wimmerte die Frau.
Das Baby begann ebenfalls zu schreien, während der kleine Junge nervös zu mir aufsah.

"Eins"
Er warf beide Waffen auf den Boden.

"Herkommen."

Ich wartete, bis er vor mir stand und packte ihn dann am Genick.
"Wenn ich dich noch einmal hier sehe, wie du Stress machst, dann war's das für dich."
Raunte ich ihm zu.

Mit großen Augen sah er mich an und aus der Ferne hörte ich schon die Polizei.

"Du gehörst in eine Psychiatrie gesteckt." Sein Gesicht wirkte etwas blass und als er ausatmete roch ich deutlich Alkohol.

"Lo siento senõr." Ein Beamter nahm den Mann an den Handgelenken und legte ihm Handschellen an.

"Weist ihn ein." Sagte ich.
Er nickte und dann drehte ich mich wieder zu seiner Familie um.

"Alles in Ordnung bei ihnen?" Ich sah der Frau in ihr völlig aufgelöstes Gesicht.
"Si, Si. Was machen sie mit ihm?" Mit großen Augen sah sie zu den Polizeiwägen.

"Vermutlich beobachten." Mein Blick fiel zu dem kleinen Jungen, der mich immernoch mit großen Augen ansah.

Grinsend ging ich in die Hocke.
"Na, du?" Ich stupste mit meinem Zeigefinger auf seine Nase.
"Hat dein Papá dir schon mal weh getan?" Fragte ich ihn.
Leider nickte er.

"Da." Er zeigte auf seine Wange.
"Und da." Seine Hand.
"Und... da." Seine andere Wange.

Ich seufzte.
"Und deiner Mamá?" Wollte ich wissen, und wieder nickte er.

Innerlich drehte ich dem Typ den Kopf um.
Wie konnte seine Frau ihn noch lieben?

"Sind sie zu fuß hier?" Fragte ich an die Frau gewandt, als ich wieder Aufstand.
Sie schüttelte den Kopf.

"Aber den Schlüssel hat mein Mann. Und das Geld auch, sonst hätte ich mir ein Taxi gerufen."
Ich seufzte.

Eigentlich mochte ich sowas garnicht.
"Ich fahre sie nach Hause." Sagte ich dann.

Normalerweise ließ ich keine fremden auch nur in die nähe meines Wagens.
Doch diese Frau konnte unmöglich mit zwei kleinen Kindern nach Hause laufen.

"Magst du Autos?" Fragte ich den Jungen, sofort nickte er und grinste.
"Dann komm mit." Ich hob ihn hoch.

Mit ihm auf dem Arm lief ich zu meinem Wagen, der mitten im Weg stand und den Verkehr ein wenig aufhielt.

Doch als der kleine Junge ihn erblickte bekam er große Augen.
"Wow" hauchte er.
Ich lächelte darüber, wie sehr seine kleinen Augen glänzten.

"Wenn ich groß bin, möchte ich auch so ein Auto. Aber Mamá sagt immer, das ist zu teuer." Er klang etwas enttäuscht.

"Du kannst dir sogar noch viel bessere Autos kaufen. Wenn du dir in der Schule mühe gibst und Mal viel Geld verdienst, kannst du deine Mamá ganz stolz machen und ihr zeigen, dass du es geschafft hast." Ich stellte ihn neben der Beifahrertür ab und sperrte den Wagen auf.

"Darf ich vorne sitzen?" Fragte er mich und ich nickte.
Dann klappte ich den Sitz nach vorne und ließ die Frau mit ihrem Baby einsteigen, bevor ich den Jungen vorne rein ließ und er sich anschnallte.

Während ich um den Wagen Rum lief fiel mein Blick auf meine Uhr.
Ich hatte noch eineinhalb Stunden, bis ich Lorena von Zuhause abholen musste.
Das würde knapp werden.

"Vielen Dank. Sie wissen garnicht, wie sie uns damit helfen, Senõr." Sagte die Frau von hinten.
Ich schüttelte den Kopf.
"Keine Ursache."

Der Wagen gab ein lautes geräusch von sich und der Junge neben mir grinste.
"Sowas will ich auch Mal haben, Mamá." Hauchte er.

Die Frau wies mir den Weg an und als wir auf eine Schnellstraße kamen wählte ich Matteos Nummer.
"Hermano?" Erklang seine Stimme über die Freisprechanlage.
"Hõla. Kannst du mir Lorena kurz geben?"
"Si." Im Hintergrund raschelte es, dann hörte ich ihre Stimme.
"Damián?"

"Hõla, caracol. Wann seit ihr Zuhause?" Wollte ich wissen.
"Wir gehen gerade zum Auto." Sagte sie.
"Es wird wahrscheinlich noch etwas dauern, bis ich dich abhole, mir ist gerade noch etwas dazwischen gekommen. Aber sei in zwei Stunden fertig, in Ordnung?"

Ich hörte wie eine Autotür geöffnet wurde.
"Okay. Was machen wir denn?" Fragte sie und ich lächelte.
"Das siehst du dann."
"Aber woher soll ich wissen, was ich anziehen soll?" Ihre Stimme klang frustriert.

"Ein schönes Kleid." Ich grinste bei der Vorstellung, wie sie sich gerade die Haare raufte.
"Was heißt schönes Kleid? Elegant? Freizeitmäßig? Sportlich?" Ich lachte.

"Lass dich von den anderen beraten. Ich muss leider auflegen, sonst dauert es noch länger."
Frustriert atmete sie aus. 
"Okay. Bis dann"
"Bis dann, caracol." Immernoch grinsend drückte ich auf auflegen.

Sofort wandte sich die Frau an mich.
"Müssen sie wegen mir jetzt ihre Freundin versetzen?" Fragte sie entsetzt doch ich schüttelte den Kopf.

"Meine Frau. Und Nein, wir hatten sowieso keine Zeit ausgemacht."
Innerlich stellte ich mir vor, wie sie gerade am durchdrehen war.

Nachdem ich die Familie bei ihnen Zuhause abgesetzt hatte war es doch bereits halb sieben.
Ich rief meinen Vater an.

"Si?" Er klang immernoch gestresst.
"Der Typ ist weggeräumt. Ein durchgedrehter Alkoholiker eben." Sagte ich.

"Okay." Er klang ein wenig beruhigt.
"Kann Emilio zum Club fahren? Ich muss Lorena abholen." Fragte ich ihn dann.

"Darum kümmere ich mich. Verbring du ruhig etwas Zeit mit deiner Frau."
Ich verdrehte die Augen.

"Danke. Adios" dann legte ich auf.

-Lorena-

"Ich bringe meinen Bruder persönlich um. Was zur hölle meint er mit schönes Kleid?" Maria stand verzweifelt in unserem Ankleideraum.

Ich hatte bereits aufgegeben und lag auf dem Boden, während sie immerwieder jedes einzelne meiner Kleider durchging.

Wir waren bereits eine dreiviertel Stunde hier drin, als Evelyn herein kam.
"Hi" sie grinste.
"Soll ich euch helfen?"
"Oh ja, bitte!" Sagten Maria und ich gleichzeitig.

Kurz sahen wir uns verwundert an, bevor wir in Schallendes Gelächter ausbrachen.
"Okay, okay. Also. Ich würde auf jeden fall ein schwarzes Kleid nehmen. Das passt immer."

Ich hörte nicht weiter hin.
Im Grunde hatten sie mir heute schon viel zu viel über Klamotten erzählt, sodass mir mittlerweile der Schädel brummte.
Nach ein paar Minuten stand ich auf und betrachtete die Auswahl, die sie schon heraus gehängt hatten.

"Das ist auf jeden fall zu kurz." Maria hängte eines wieder rein.
Ich sah die weiteren vier Kleider an.

Das eine war voller Glitzer und Palietten.
Ich rümpfte meine Nase.
"Das zieh ich nicht an." Ein weiteres wurde wieder weg gehängt.

"Ich glaube, das." Ich zeigte auf das Mittlere.
Es ging mir ungefähr bis zu den Waden und war langärmelig.
Die Schultern waren frei, weshalb es elegant wirkte.
Doch da es eng geschnitten war, hatte es auch etwas sportliches an sich.

"Okay"

Das restliche Outfit war schnell fertig.

Meine Haare waren Halboffen, ich trug eine dezente goldene Kette, um mein Handgelenk hing ein gleichfarbiges Armband und ich trug schwarze schöne Sandalen, die ein wenig Absatz hatten.

Maria reichte mir noch eine Handtasche, dann sahen sie mich eingehend an.
"Du siehst verdammt gut aus."  Sagte Evelyn als erste.
"Aber wirklich." Maria nickte zustimmend.

"Danke" ich umarmte beide kurz, dann schoben sie mich aus der Tür.
"Damián wird jederzeit hier sein." Drängte Maria aufgeregt.

"Ja ja, immer mit der Ruhe." Die beiden gingen mit mir bis zur Treppe, dann ließen sie mich alleine.

Erst jetzt wurde ich meiner Nervosität bewusst, während ich auf die große Eingangstür zuging.

Schließlich wusste ich nicht, was Damián mit mir vorhatte.

Gerade öffnete ich die Tür und setzte einen Schritt hinaus, als Damiáns Wagen durch das Tor auf die Hofeinfahrt fuhr.

Ich begann  unwillkürlich zu lächeln, während ich die wenigen Treppenstufen hinunter stieg.
"Wie kannst du mir das nur antun?" Sagte ich leicht vorwürfig, als er Ausstieg und aufnocht zu kam.
Er lachte.

"War es so schlimm?" Zu meiner Überraschung gab er mir einen Kuss auf meine Wange und die Stelle kribbelte sofort.

"Ich habe heute so viel über Klamotten gelernt, mir brummt der Schädel." Scherzte ich.
Er öffnete mir die Autotür und ich stieg ein.

"Dann ist es ja eine ganz gute Abwechslung." Sagte er, während er seine tür zuschlug und den Motor startete.

_   _   _   _  

Was die beiden wohl machen?🤭

Tut mir leid dass ich es erst jetzt geschafft habe🙈🩷


Continue Reading

You'll Also Like

25.9K 520 29
Eigentlich wollte ich nur einen entspannten Urlaub mit meiner Mutter in Italien machen, wo mein Vater geboren wurde, doch dann kam alles anders... Ic...
155K 4.1K 37
𝐒𝐚́𝐧𝐜𝐡𝐞𝐳 𝐁𝐚𝐧𝐝 𝟏 Es war nur ein One-Night-Stand Zumindest so lange, bis ich erfahren habe, dass ich ein Kind unter dem Herzen trage. Doch...
Mariposa By 🌸

Teen Fiction

36.4K 1.4K 12
Band 2 der -Love me- Reihe. Der erste Band „Adriana" sollte gelesen werden. Wenn ihr nicht gespoilert werden wollt dann ließt die Beschreibung diese...
6.1K 29 29
Tessa lebt in Marbella, Spanien, und hat nach einer zerstörerischen Beziehung geschworen, sich nie wieder brechen zu lassen. Sie ist frech, selbstbew...
Wattpad App - Unlock exclusive features