Die warmen Sonnenstrahlen fielen durch das Fenster auf Lucys Gesicht. Langsam schlug sie die Augen auf und wagte einen Blick, nur um diese direkt danach wieder zu zu kneifen, da das Sonnenlicht direkt in ihre Augen brannte. Lucy richtete sich auf und streckte sich erst mal. "Was für ein schöner Tag!", dachte Lucy, während sie erneut die Augen öffnete und aus dem Fenster blickte. Es war ein schöner Anblick. Die Sonnenstrahlen spiegelten sich auf dem Wasser des Flusses, der Himmel hatte noch leichte Rot-Orange Farbspuren am Himmel und die Pflanzen wuchsen in einem strahlendem Grün an den Straßenseiten. Lucys noch vom Schlaf verzauseltes Haar fiel ihr wirr ins Gesicht. Einzelne Strähnen kräuselten sich um ihre Nase und blieben an ihren Wimpern hängen. Sie kitzelten leicht und für einen kurzen Moment genoss Lucy diesen perfekten Moment an diesem schönen Morgen. Nach einer kurzen Zeit, die sie damit verbracht hatte die atemberaubende Aussicht zu genießen, stand Lucy auf und ging duschen. Sie genoss wie das heiße Wasser an ihre Haut entlang lief und auf den Fliesenboden tropfte. Ihre Haare klebten an ihren Schultern und an ihrem Rücken. Wegen Lucys Shampoo rochen sie wieder angenehm nach Vanille und Erdbeeren. Lucy drehte am Duschknauf und das Wasser hörte auf auf sie herabzuprasseln. Schnell schnappte sie sich ein Handtuch, um die Kälte abzuwehren, die durch das geöffnete Fenster ins Badezimmer eindrang. Sie wickelte sich das Handtuch um den Körper und trat aus dem Badezimmer wieder in ihr Wohnzimmer. 'Komisch es ist ja gar kein Idiot da, den ich rauswerfen muss', dachte Lucy flüchtig und musste leise kichern bei dem Gedanken and Natsu und Happy, die ihr Zimmer immer verwüsteten. Nach kurzem Trip in das Land der Träume, öffnete Lucy den Kleiderschrank und stöberte nach etwas, dass sie heute anziehen könnte. Sie entschied sich für einen schwarzen Minirock mit einem weißen Gürtel, für ihre Schlüssel und Peitsche, und ein weißes Top mit einem blauen Herzen drauf, dazu ein paar blaue Arm-Sleeves, die Lucy bis zum Oberarm reichten; am Handgelenk hatten sie schöne Rüschen. Nachdem Lucy sich frisch gemacht hatte, nahm sie sich ihre Schlüssel, griff ihre Peitsche, die sie sofort am Gürtel befestigte, checkte ihr Aussehen noch einmal im Spiegel und ging dann aus dem Haus. Die Haustür schloss sue natürlich hinter sich ab. Dann balancierte Lucy wie jeden Morgen über den Steg, der am Flussufer entlang führte. "Seien Sie vorsichtig Miss Lucy!", riefen die zwei Bootjungs. Sie waren immer auf dem Wasser, wenn Lucy das Gebäude verlies, daher hatten sie schon die ein oder andere nette Unterhaltung geführt. "Keine Sorge!", gab Lucy schließlich zurück. Das einzige was Lucy allerdings immer noch nicht wusste war, was die Jungs eigentlich in diesem Boot auf diesem fischlosen Fluss machten. "Tja, das ist wohl ein Rätsel das ich nie lösen werde", murmelte sie zu sich selbst, während sie leicht schmunzelte. Ohne Eile setzte Lucy ihre Weg zur Gilde fort und grüßte hier und da ein paar bekannte Bürger. Es kamen sogar ein paar kleine Mädchen auf sie zu, nicht älter als sieben oder acht, und fragten Lucy ob sie ihnen nicht zeigen könnte, wie man eine große Magierin wird. Sie waren schon sehr süß und Lucy versprach ihnen, dass sie ihnen das ein andern mal erklären würde. Vielleicht würde Lucy ihnen ja tatsächlich noch einmal wieder begegnen, man weiß ja nie. An der Gilde angekommen drückte Lucy dann das große Tor auf. "Guten Morgen alle zusammen!", rief sie vom Eingang aus. "Guten Morgen, Lucy!", kam es von der Gilde zurück. Lucy machte mich sofort auf den Weg zu Levy und umarmte sie. Dann holte sie ein Buch raus und drückte es Levy in die Hand. Mit einem breitem Lächeln sagte Lucy: "Das musst du unbedingt lesen. Es ist wirklich unglaublich spannend!" Lucys Augen funkelten förmlich, während Levy sich den Klappentext auf der Rückseite des Busches durchlas. "Super! Danke, Lu-chan! Ich geb dir das Buch wieder, sobald ich es durchgelesen habe!", sprudelte es aus Levy heraus und sie sprintete sofort in die nächst beste Ecke und fing an zu lesen. Leise kicherte Lucy und ging zu den Anderen, um mal so zu gucken, wie es allen so ging. Nachdem sie alle begrüßt hatte, setzte sie sich zu Mira an die Bar. "Hallo Lucy", grüßte Mira, wie immer mit freundlichem Lächeln auf den Lippen. "Hey Mira", grüßte Lucy zurück, ebenfalls mit einem netten Lächeln im Gesicht. "Könnte ich bitte einen Erbeershake bekommen?", bat sie Mira höflich. "Klar, einen Moment bitte", antwortete Mira lächelnd und verschwand kurz in einem kleinen Raum hinter der Bar, welcher vermutlich die Küche war.
Nicht lange Zeit später kam sie, mit einem Erdbeershake in der Hand, zurück. "Hier bitteschön, dein Shake", sagte Mira und stellte Lucy den Shake vor die Nase. "Danke Mira", antwortete Lucy fröhlich und nippte an dem Shake. "Yo, Luce!", begrüßte sie jemand etwas laut von hinten und legte dabei seinen Arm auf ihre Schulter. Lucy erschrak so sehr, dass sie ihren Erdbeershake geradewegs raus prustete. Ein Glück das Mira da nicht mehr stand. "Natsu!", meckerte Lucy den pink-haarigen Magier wütend an, "Wie oft habe ich dir gesagt, dass...", sie konnte nicht mal mehr den Satz beenden, da sie durch das aufspringende Gildentor unterbrochen wurde. Alle Blicke wanden sich der großen Tür zu. Freudenschreie erklangen und Tränen flossen, als ein weißhaariges Mädchen, das gerade in die Gilde gerannt kam, schrie: "Leute! Ich bin zurück!" "Lisanna!", riefen einige Gildenmitglieder. Jeder freute sich - fast jeder. Juvia, Wendy, Gajeel und deren Exceeds hielten sich eher im Hintergrund, weshalb Lucy beschloss sich einfach zu ihnen zu gesellen. Sie sahen auch so aus als hätten sie keine Ahnung was gerade los war. Allerdings wusste Lucy, wahrscheinlich im Gegensatz zu den Anderen mit denen Lucy jetzt am Tisch saß, dass Lisanna Miras und Elfmanns 'Tote' Schwester war. Tod erschien sie Lucy in diesem Moment allerdings nicht wirklich. Lucy beschloss sich einfach später vorzustellen und fürs erste einfach hier mit Juvia, Gajeel und Wendy zu warten und fröhlich zu beobachten, wie die Gilde sich mit ihrem verlorenen Familienmitglied wiedervereinte. Es war wirklich schön sie so zusehen, so glücklich, so... so unbeschwert, wie kleine Kinder. Es war wirklich ein unglaublich schöner Anblick, jedoch für einen kurzen Augenblick, wirklich nur einen winzigen Augenblick, kam in Lucy das Gefühl hoch, dass sie da nicht zugehörte. Natürlich war das Quatsch, Fairy Tail ist und bleibt Familie, aber dennoch, die kannten sich alle schon so lange und haben fast ihre ganze Kindheit miteinander verbracht und Lucy... Lucy war nur oberflächlich hier. Sie war mehr sowas wie die Tante 3. Grades in dieser Familie, die zu der alle nett sind, aber mit der niemand eine richtig enge Beziehung hat. Es ist ja eigentlich auch egal. Lucy freut es, dass die Andereb Lisanna zurück haben - das sie Lisanna zurück haben. Während Luvy noch in Gedanken vertieft war und die fröhliche Wiedervereinigung sich wie ein Spielfilm weiter vor ihren Augen abspielte erhob sich der Master über das Gebrüll und Glächter der Gilde, ohne das sie das überhaupt mitbekam. "Jetzt wird gefeiert!", schrie der Master aus voller Lunge und Lucy zuckte etwas zusammen. 'Wie laut er doch sein konnte...' Sie blickte auf und lächelte. Die Gilde brach erneut in Jubelgeschrei aus und Mira öffnete sofort sämtliche Fässer Bier. Jetzt bekam auch der Master, gewollt oder nicht, eine dicke Umarmung von Lisanna, die ihn mit einem von Freudentränen überströmten Gesicht viel zu fest an sich drückte. Auch wenn der Master dabei etwas zerquescht aussah und man förmlich sah, wie seine Seele aus seinem Körper wich, sah man, dass er glücklich war.
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Fairy Tail is a beautiful Lie
FanfictionAls die totgeglaubte Lisanna eine Tages zurückkehrte, fingen die meisten Gildenmitglieder an Lucy zu ignorieren und zu misshandeln. Nur eine handvoll ihrer Freunde und Kameraden reden überhaupt noch mit ihr, ohne sie dabei mit jedem zweiten Wort zu...
