Prolog

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"Wir werden dich vermissen Zayn.. wieder einmal", sie nahm ihr bereits feuchtes und zusammen geknülltes Taschentuch und führte es zu ihren Augen um ihre Tränen weg zu wischen.

Ich hasste es wenn sie weinte. Es machte mich selber traurig und ich wusste nicht was ich tun sollte außer dumm rum stehen.

Ich konnte es mir nicht leisten jetzt selber zu weinen.

Ich setzte also weiter meine Maske auf mit der ich keine Emotionen preisgeben konnte. Ich presste die Lippen hart aufeinander und starrte mit zusammen gezogenen Augenbrauen ins Leere.

Ich wollte, dass sie aufhört sich ständig Sorgen um mich zu machen und los lässt.

Ich war nicht mehr der liebe, kleine Junge von früher. Ich war jetzt bereits 19 und konnte selbst auf mich aufpassen.

"Nein, das kannst du nicht Zayn. Sonst hättest du doch nicht so lange hinter Gittern gesessen.. Ich habe mir so viele Sorgen um dich gemacht. Wenn dein Vater bloß.."

"Er ist aber nicht hier!", ich schrie sie fast an und bereute es auf der Stelle. Sie weinte nur noch mehr und wischte das nun zerfetzte und nasse Taschentuch an ihre sonst so schönen braunen Augen um die Tränen weg zu wischen. Doch es kamen immer wieder neue also gab sie es auf und ließ die Hand sinken.

Ich wollte sie in den Arm nehmen. Nur irgendwas tun. Doch ich konnte nicht.

Ich wurde auf Schritt und Tritt beobachtet und verfolgt. Sie haben nur darauf gewartet bis ich vom Knast rauskomme um mir dann weiter das Leben zur Hölle zu machen.

Wenn sie merken würden, dass sie mir was bedeutete.. Sie würden sie auf der Stelle töten oder mir erst drohen und sie dann töten.

Ich wandte mich kalt von ihr ab zu meinem neuen Zuhause. Es war eines der alten Anwesen meines Vaters gewesen und seit der Dreckskerl tot war, gehörte das alles nun mir.

"Mom, geh jetzt", ich drehte mich nicht zu ihr um. Ich sah sie noch nicht mal an.

"Aber.."

"Geh nach hause", ich sagte es nicht so kalt wie sonst da sie das nur mehr verletzen würde.

Sie verstand, drehte mich mit ihren schwachen, zittrigen Armen zu sich und umarmte mich. Nach drei zu kurzen Sekunden ließ sie mich los und ging ohne nur ein Wort zu sagen zu dem Auto ihres neuen Mannes und fuhr mit ihm nachhause.

Ich sah ihr nach, der einzigen Person in meinem Leben, die mir was bedeutete und ging dann, nicht ohne mich noch einmal um zu schauen, in mein neues Zuhause.

I Can't ChangeWhere stories live. Discover now