Kapitel 1

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A/N: Um zum Plottwist zu gelangen bitte zum 14. Kapitel gehen

Die Glocke bei der Tür klang in einem hellen und angenehmen Ton als sich die Tür zur Detektei öffnete.

Enola sah von ihrer Schreibmaschine hoch und unterbrach den konstanten Rhythmus des klackern der Maschine. Gerade hatte sie ihren letzten Fall dokumentiert. Zeile für Zeile tippte sie das Erlebte ab, um es später zu den Akten zu legen. Doch das musste jetzt warten. Sie hatte Kundschaft.

Als sie aufsah fiel ihr Blick auf einen jungen Mann, der um die vierzig sein musste. Sein Gesicht war wettergegerbt und voller kleiner Narben, die durch das Licht eine furchenhafte Oberfläche andeuten. Er war groß, an die zwei Meter, und hatte eine aufrechte Körperhaltung.

Sein ganzes Auftreten schrie förmlich nach Selbstbewusstsein, auch wenn es nicht als arogant rüber kam. Sein Anzug war gut gepflegt, die Hosen gebügelt und die Krawatte ordentlich gebunden.
Dennoch war er sehr herausstechend. Eine Taschenuhr war in der Brusttasche seines Mantels und auffällige Abzeichen hingen auf Höhe seiner Brust. Unter seinem Hemd war der Ansatz eines Tatoos zu erkennen.

"Bin ich hier richtig bei Enola Holmes?" fragte der Mann mit einem höflichen Lächeln.

Enola schnappte aus ihrer Trance heraus.

"Ja, die bin ich. Was kann ich für sie tun?"

"Ich habe gehört, dass sie Detektivin sind. Liege ich richtig in der Annahme?"
"Da haben sie Recht, dass bin ich."
Der Mann sah in gewisser Weise erleichtert aus. Aber dieser Ausdruck verschwand so schnell wieder, wie er gekommen war. Hatte sie sich das nur eingebildet?

Der Mann fing wieder an zu reden.
"Können sie mir helfen, eine Verwandte ausfindig zu machen? Es ist wirklich sehr wichtig für mich. Und ich habe leider den Kontakt mit ihr verloren. Sie wissen, ich hatte einen Streit mit meiner Familie und musste sie zurücklassen."

Enola musterte ihn nochmal genau. Irgendwie kam ihr das komisch vor. Aber sie hatte gerade eh keinen Auftrag und besonders spannend fand sie es nicht, Fälle zu archivieren. Sie kann es ja Mal versuchen, selbst wenn sie es nicht schafft, hat sie immer noch Erfahrungen sammeln können.

"Natürlich kann ich ihnen helfen. Setzen sie sich doch. Können sie mir ihre Verwandte nähere beschreiben?"

Der Mann setzte sich hin. Beinahe wirkte der Unbekannte traurig. Enola empfand Mitleid mit ihm. Er schien tief in Gedanke versunken zu sein, als er Anfing zu sprechen:

"Ich habe sie leider das letzte Mal vor ungefähr 12 Jahren gesehen. Sie müsste jetzt ungefähr in ihrem Alter sein. Es handelt sich um meine Schwester. Damals hatten sie und meine Familie außerhalb Londons gewohnt, im einem Dorf etwas abgelegener Lage. Es hieß irgendwas mit Ö... . Leider kann ich mich an die Zeit nur sehr schwammig erinnern. Aber ich weiß noch, dass sie Zuhause unterrichtet wurde. Und sie wollte immer einen Hund haben. Ich habe dann immer mit ihr gespielt und so getan, als hätten wir einen."

Der Mann lehnte sich zurück. Sein Hemd verrutschte und gab einen besseren Blick auf sein Tattoo frei.
Er lachte.

"Sie hatte sich immer geweigert, Hosen zu tragen. Und sie hatte Angst vor Stürmen. Das war immer schlimm."
Enola schwieg für ein paar Sekunden. Dieser Fall würde nicht leicht werden. Sie muss herausfinden, welches Dorf er meinte. Ansonsten hätte sie keinerlei Anhaltspunkte. Sie hat noch nicht Mal einen Namen... .

"Sagen sie, wie heißen sie eigentlich?"
Der Mann sah leicht verlegen aus.
"Entschuldigen sie, das hatte ich fast schon vergessen. Mein Name ist Felix,
Lohmes. Nennen sie mich einfach nur Felix. Und meine Schwester heißt ebenfalls mit Nachnamen Lohmes. Ihr Vorname ist mir aber leider auch entfallen."

Langsam wurde es komisch. Er weiß nicht Mal mehr den Namen seiner Schwester?
Als hätte Felix ihre Gedanke lesen können, fuhr er fort.

 
"Wissen sie, ich habe im Militär gedient und habe durch einen Unfall Teile meines Gedächtnisses verloren. Ich bin froh, dass ich mich noch an meinen Ehepartner erinnern kann. Und an den Streit mit meiner Familie."

Jetzt macht es zumindest etwas mehr Sinn.

"Ich verstehe. Macht es ihnen etwas aus, wenn sie mir eine Adresse geben, unter der ich sie erreichen kann? Ich werde wohl im Laufe meiner Ermittlungen nochmal mit ihnen sprechen müssen"
Enola verschränkte die Hände auf ihrem Schreibtisch.

"Natürlich. Also nehmen sie den Fall an?"

Fragt Felix sie, während er ein in Leder gebundenes Notizbuch hervorholte. Er kritzelte etwas auf eine Seite und riss sie dann raus, um sie über den Tisch zu reichen.

"Ich nehme ihn an. Über Bezahlung können wir sprechen, sobald ich ihre Schwester ausfindig gemacht habe."

Die junge Detektivin nahm den Zettel entgegen. Sie warf einen kurzen Blick darauf und sah eine Adresse.

"Dann wäre soweit alles geklärt. Sobald ich Neuigkeiten oder Fragen habe werde ich mich am sie wenden."
"Vielen Dank für ihre Hilfe, Misses Holmes."
Felix stand auf. Er strich sich die Falten aus seinem Mantel und richtete sein Hemd wieder. Gerade noch so konnte Enola einen Kreis ausmachen, before das Tattoo wieder verdeckt wurde.
Nun stand die Jüngste der Holmes ebenfalls auf.
"Es ist mir eine Ehre, ihnen Helfen zu können."
Enola begleitete den komischen Mann noch bis zur Tür des Büroraums und verabschiedete sich bei ihm.
"So. Und jetzt gucken wir nach einem Dorf mit Ö."

Kurz hielt sie inne und machte sich gedanklich eine kurze Liste über den Mann.

Dann strich sie sich die Hände am Rock ab und machte sich auf den Weg zu ihrer Landkarte, die London und seine Umgebung zeigte, und begann ihre Recherche.

A/N: so, ich hoffe das ist gut genug für dich, ich bin müde und habe keine Lust mehr. Wieso mache ich das überhaupt 🥲. Sag mir Mal Fehler, habe das nicht noch mal u. Btw gib mal ein Feedback.

And suddenly there were four (Enola Holmes Fanfiction)Historias para obsesionarse. Descúbrelo ahora