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eins.

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„Tisch 2 möchte Zahlen, beeil dich bitte ein bisschen", sprach mein Chef mit einer leicht genervten stimme zu mir. „Bin schon unterwegs" antwortete ich ihm, druckte die Rechnung aus und begab mich in richtig Tisch.

„Das macht dann 34,57€", sprach ich dem Kunden freundlich entgegen. Während dieser seine Geldbörse zückte und nach Geld suchte, starrte ich die Uhr an. 03:27 Uhr. Noch dreiunddreißig Minuten und ich kann endlich gehen. Naja, vorausgesetzt ich schaffe es in dieser Zeit die restlichen Kunden abzukassieren und die Tische und den Tresen zu reinigen.
„Hier, dass stimmt so", ich betrachtete kurz das Geld, das vor mir auf dem Tisch lag, schaute den Kunden an, lächelte freundlich und bedankte mich. „Dich könnte ich mir auch dort oben vorstellen", sagte der Mann mit einer leicht verspielten Stimme und zeigte auf die Poledance-Stangen. Allmählich interessierten mich diese Art von Kommentaren der Kunden nicht mehr, man gewöhnt sich dran. Natürlich bedeutet das nicht, dass es nicht mehr nerven würde, aber was erwartet man schon wenn man nachts in einer Stripbar arbeitet. Doch mein Chef sagt immer, egal wie frech die Kunden seien, immer nett und höflich bleiben.
Er kann ja auch gut reden. Keine Frau wird einen mittelalten Stripbar-Besitzer anbaggern, und selbst wenn, würde er bestimmt nicht abgeneigt sein. Aber ich, eine 20 Jährige Studentin, die nachts nur etwas Geld dazuverdienen möchte, wird während des gesamten Barbetriebs angemacht und muss sich blöde Sprüche anhören. Aber naja, was man nicht alles für sein Geld macht..

Zuhause angekommen warf ich meine Tasche in eine Ecke und schmiss mich aufs' Bett. Ich zog mein Handy aus der Hosentasche und stellte mir meinen Wecker. „7 Uhr.." flüsterte ich genervt vor mich hin. „also wenn das nicht ein super Start ins neue Semester wird".

Nach kurzer Zeit war es denn auch so weit; der nervige Ton meines Weckers begann zu klingeln. Noch völlig im Halbschlaf versuchte ich den Home Button zu finden, um dieses ätzende Geräusch auszustellen. Ich blieb noch einige Minuten liegen bevor ich völlig übermüdet das Badezimmer aufsuchte. „Guuuten Morgeeen", strahlte mir meine beste Freundin, welche auch gleichzeitig meine Mitbewohnerin war,  fröhlich entgegen „freust du dich auch schon mega auf die Uni?" Ob ich mich auf die Uni freue? Was ist das denn bitte für eine Frage? Mit gerade einmal eineinhalb Stunden Schlaf den ersten Tag des neuen Semesters besuchen.. Das kann doch nur schief gehen. „Ja total", kam völlig ironisch aus mir heraus. Sie verdrehte nur die Augen und ging wieder in ihr Zimmer. Ohne jegliche Mühe machte ich mich schnell frisch, versuchte irgendwie einen Zopf hinzubekommen und zog mich an. „Wen interessiert es denn auch, wie ich aussehe?", sprach ich gelangweilt in den Spiegel und zuckte mit den Schultern. Ich begab mich aus dem Badezimmer, ging die Treppe hinunter und begann mir meine Jacke und die Schuhe anzuziehen. Wenige Minuten später gingen meine Freundin und ich dann los.

Als wir den Campus  betraten, verabschiedeten wir uns kurz, da wir nicht den selben Studiengang belegten. Als ich an meinem Hörsaal angekommen war, öffnete ich die Tür und suchte mir einen freien Platz. Die anderen Mädchen aus diesem Gang saßen wieder in ihren kleinen Grüppchen und erzählten aufgeregt von ihren tollen Urlauben im Ausland: 5-Stetne-Hotels, exklusive Flüge und die schönsten Strände. Ich war nicht eifersüchtig, doch mich nervte es einfach, dass sie denken, dass die Jungs darauf anspringen würden. Wir sind hier um zu studieren, nicht anderen zu imponieren. Ich meine, sind denn heutzutage wirklich alle Jungs auf reiche Mädchen aus?

Da ich wirklich nicht an den Gesprächen der anderen interessiert bin, wichen meine Blicke zur Uhr rüber. In drei Minuten sollte die Lesung  beginnen und keine Spur von Lukas.

Lukas ist mein bester Freund, wir kennen uns schon ewig. Wir sind seit der Grundschule in der selben Klasse und ziemlich gut befreundet. Wir haben uns nie aus den Augen verloren oder groß gestritten, er ist immer für mich da und er ist einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben. Da wir so ziemlich die selben Interessen vertreten, wählten wir nach unserem Abschluss auch den selben Studiengang; Medizin.

Auf einmal ging die Tür auf. Lukas stand im Türrahmen. Er schaute kurz hinter sich, grinste einmal kurz und warf dann einen Blick in den Raum. War er nicht alleine? Er machte die Tür etwas weiter auf und ich sah einen mir bislang unbekannten Jungen hinter ihm. Und er sah ziemlich gut aus...

strip, honey.Stories to obsess over. Discover now