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~Miu~

Ein weiterer und letzter Schnitt und ich sah das Blut an meinem Armen herunter laufen. Das Badewasser, der Badewanne, verfärbte sich langsam rot. Meine Umgebung wurde immer trüber, meine Hände fingen an zu zittern, doch trotzdem fühlte ich mich befreit.

Dennoch kamen mir langsam die Tränen hoch. Bitterlich fing ich an zu weinen. Oh Gott, bin ich erbärmlich. Kein Wunder, das mich niemand aus meiner Schule leiden kann. Ich würde mich selbst auch nicht leiden können, naja ich tue es ja schon. Ich hasse mich selbst so sehr, man könnte schon fast sagen mehr als alles andere. Wahrscheinlich würde ich mich auch selber mobben, doch das tuen andere ja schon bereits für mich.

Das Mobben fing schon vor 2 Jahren an und da war ich gerade mal 15. Immer wieder kamen Kommentare über mein Aussehen, meine Klamotten oder Sachen die ich lieber für mich behalte sollte. Damals habe ich mir versprochen mich niemals selbst zu verletzen, doch lange habe ich dieses Versprechen nicht halten können.

Am Anfang waren es nur kleine und wenige Schnitte, sie waren auch nicht besonders tief. Naja, ich hab mich auch einfach nicht getraut sie zu tief zu machen. Doch mit der Zeit wurden sie größer, tiefer und es wurden immer mehr, wahrscheinlich kann man sie jetzt schon nicht mehr richtig zählen. Auch aus dem Grund, das einige dieser Narben schon verblasst oder etwas verheilt sind.

Ständig habe ich zu mir selbst gesagt, das ich damit aufhören soll. Aber geschafft, hab ich es nicht. Ich bin einfach zu schwach dafür. Mein Selbstvertrauen ist schon längst tot und mein Selbsthass übernahm dafür die Kontrolle. Ebenso haben ich keinen Grund wo für ich weiter leben soll. Keine Person oder sonstiges, was wichtig in meinem Leben sein sollte. Ich habe nichts...

Duch ein ploppen wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Das Messer ist in die Wanne gefallen und zieht eine leichte Blutspur, im Wasser, mit sich.

Ohne wirklich Interesse daran zu zeigen, lehne ich mich in der Wanne zurück und ließ das rot gefärbte Wasser ablaufen. Seufzend, als das Wasser abgelaufen war, spülte ich meinen Körper noch mal ab und stieg aus der Wanne. Vorsichtig trocknete ich meine Verwundeten Arme ab und wickelte jeweils einen Verband darum. Danach trocknete ich mich zu Ende ab, zog mir einen Bademantel an und fing an meine braunen Haare zuföhnen.

Nebenbei kann ich mich ja auch mal vorstellen. Mein Name ist Miu, ich bin 17 Jahre alt und wohne alleine in einer Wohnung in Korea. Naja genauer gesagt in Daegu.

Normalerweise leben Schüler oder Schülerinnen wie ich ja mit ihren Eltern zusammen, doch meine haben mich verstoßen und aus unserem Haus geworfen. Aber nur weil meine Noten nicht so gut sind wie sie es wollten und meine Hobbys nicht ihrem Geschmack entsprachen. Für mich persönlich, sind diese Gründe total absurd. Wer verstößt schon sein eigenes Kind nur wegen solchen Sachen? Achja stimmt, meine. Ist jetzt sowieso schon egal, ändern kann es sowieso niemand mehr. Weder ich noch irgendwer anders.

Meine Eltern wollen mich einfach nicht so akzeptieren wie ich bin, in der Schule werde ich gemobbt und nebenbei leide ich auch noch an Depressionen. Besser kann mein Leben doch nicht sein.
Wie sagt man so schön: Jeder bekommt das, was er verdient.
Anscheinend habe ich genau das alles hier verdient. Naja, wundern tut es mich nicht wirklich. Ich werde nämlich auch nie so gut aussehen, wie alle anderen Mädchen, werde nie einen richtigen Freund haben und auch nie erfahren was es heißt, geliebt zu werden. Ebenso werde ich nie eine Musterschülerinn sein und auch nie richtig gute Noten bekommen. Meine Noten sind zwar nicht schlecht oder so, aber meine Eltern waren da ganz anderer Meinung.

Mittlerweile interessiert es mich aber nicht mehr, was meine Eltern sagen. Wir haben sowieso keinen Kontakt mehr zueinander und angerufen haben die mich auch noch nicht, ob sie es je tun werden glaube ich nicht. Vor allem, weil sie gesagt haben das ich eine Schande für unsere Familie bin und ihren Ruf nur runterziehen würde...

Ach scheiß drauf, genug Trübsal geblasen, ich brauch die nicht mehr! Weder jetzt, noch später, und zu denen zurück gehen, werde ich nach dieser Aktion auch nicht mehr, selbst wenn sie angekrochen kommen. Sie sind für mich so gut wie gestorben.

Noch etwas wütend und traurig über meine eigenen Gedanken, machte ich den Föhn aus, zog den Stecker raus und zog meine Schlafsachen an.

Nachdem ich das Bad noch etwas in Ordnung gebracht habe, wusch ich das Messer nochmal gründlich ab und legte es in die Küche zurück. Bei den Gedanken an das Messer sah ich auf meine Verwundeten Arme und musste seuftzen. Eigentlich wollte ich ja damit aufhören, doch ich schaffe es einfach nicht, es ist mittlerweile schon ein Teil von mir geworden.

Die Depresionen und ich sind eins.
Es ist unmöglich nur einen von uns beiden zu bekämpfen. Wir beide sind ein schwer zu lösendes Team. Und ich glaube nicht das irgendwer gegen uns ankommen kann.

Wie gesagt, ich glaubte es...
Keiner konnte wissen was genau da später noch passieren wird...
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[841 WÖRTER]

Hey my Friends<3
Ich hoffe das erste Kapitel hat euch gefallen. Verbesserungen nehme ich auch gerne an. Würde mich über Kommentare und so freuen. Hoffe auch euch gefällt das Cover. Was ich noch zu der Story sagen wollte einige Sachen die hier erzählt werden sind wirklich passiert...

Miu Stelle ich mir vor wie Sulli. 🔝

Eure: fighting_girl

P.S: ich hoffe es stört euch nicht wenn ich immer nochmal schreibe wie viele wörter das Kapitel hat. Also nur das Kapitel.

Depression (Suga/BTS)Stories to obsess over. Discover now