Kapitel 9

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,,Komm beeile dich doch mal" zischte ich meinem Partner zu. Er sah mich mit hochgezogener Augebraue an.

,,In der Ruhe liegt die Kraft, also chill" flüsterte die schwarze Gestalt zurück. Grinsend schüttelte ich den Kopf.

,,Seit wann bist du so ein poet geworden?" fragte ich belustigt.

,,Das wüsstest du wohl gerne" antwortete er.

Erschrocken blickte ich zu dem Haus hin. Dort wo unser Auftrag uns hinführt.

,,Sie haben das Licht ausgemacht" flüsterte ich.

Er nickte nur wissend.

,,Warum können wir sie nicht behalten?" fragte ich und sah auf den Bündel den er in der Hand hielt.

,,Du weißt es geht nicht, die muss fernab davon aufwachsen. Sowas ist nichts für ein kleines Kind" sagte mein Gegenüber und sah das kleine Kind liebevoll an.

,,Hier wird sie erstmal sicher aufwachsen können" murmelte ich leise.

Leise legte er das kleine Bündel auf die Türschwelle.

,,Boah, ich fühle mich gerade wie bei Harry Potter" sagte ich und lachte leise.

,,Du zerstörst echt die Stimmung" lachte er mich aus.

,,So nun zu dir : Alles Gute Luna Black".

Ich nickte meinem Partner zu und rannte weg. Ich bekam noch mit wie er klingelte und dann selber das weite suchte.

Ich hing meinen Gedanken nach. Pep hatte mir viel erzählt. Viel von meiner Familie, meiner Vergangenheit und hat mir die meisten Fragen beantwortet die ich wissen wollte. Mein Kopf dröhnt immer noch von all den ganzen Informationen.

,,W-Wie meinen Sie das?" stotterte ich und guckte ihn mit großen Augen an.

,,Setz dich doch Manuel" sagte er und deutete auf den Stuhl neben mir.

,, Ich könnte jetzt um den heißen Brei reden aber ich war nie der Mann für große Worte" sagte er und spielte mit einem Kugelschreiber.

,,Du bist nicht die Tochter von Elsa und Jörg Brauer, sie haben dich lediglich aufgenommen. In Wahrheit bist du die Tochter von Mattis und Leyla Black" sagte er und sah mir Ernst in die Augen.

,,Bitte was?" fragte ich und fing an zu lachen. Manuel und Pep sahen mich besorgt an doch ich hörte nicht auf zu lachen

,,Wo sind die versteckten Kameras?" fragte ich und sah mich irre in dem Raum um.

,,Luna, hier sind keine versteckten Kameras. Glaub mir" sagte er leise.

Hysterisch schrie ich auf.

,,Fass mich nicht an" schrie ich ihn an.

,,Okey Manu, es ist besser wenn du jetzt gehst" sagte Pep bestimmend.

Manuel nickte bloss und trottete langsam hinaus.

,,Irgendwann wirst du es verstehen" sagte er mitfühlend.

Emotionslos sah ich ihn an.

,,Nein, das werde ich nicht"

Langsam schüttelte er den Kopf.

,,Ich denke es waren genug Informationen für heute oder?" fragte er und sah mich müde an.

,,Ja ich denke auch. Immerhin haben sie mehr gesagt als Thomas" murmelte ich leise.

Ich verstand einfach nicht warum mir Roman oder Erik ein sterbeswörtchen darüber erzählt haben. Ich lies mich auf meine Matratze fallen und starrte die Wand an.

Jetzt wo ich all das wusste, wie wird es weiter gehen?

Zaghaft klopfte es an der Tür. Schnell setzte ich mich wieder hin und sagte ,, Herrein!".

Als der Kopf von Manuel in der Tür erschien stand ich erschrocken auf.

,,Was willst du?" fragte ich verängstigt.

,,Keine Angst, ich will nur mit dir reden" sagte er und schloss hinter sich die Tür. Argwöhnisch beobachtete ihn.

,,Ich vertrau dir nicht" sagte ich leise.

,,Du musst mir auch nicht vertrauen. Nur zu hören" sagte er und setzte sich auf meinen Bett. Er klopfte neben sich und mit Sicherheitsabstand setzte ich mich daneben.

,,Ich weiß ich kann mich für sowas grausames nicht entschuldigen aber ich will es wenigstens einmal gesagt haben. Es tut mir Leid. Ich hatte mich einfach nicht unter Kontrolle. Aber es ist wohl besser wenn du dich von mir fernhälst" sagte er und sah mich ernst an.

,,Gut okey. Dann lass mich in Ruhe und ehm" stotterte ich. Was Manuel zu mir gesagt hat, hat mich aus dem Konzept gebracht. Traurig sah er mich an, nickte dann aber und sprang vom Bett auf.

,,Ich bringe dich zur Tür" murmelte ich leise. Er nickte nur und gemeinsam gingen wir zur Tür. Peinliche Stille herrschte.

,,Ich geh dann mal" murmelte er leise. Stumm nickte ich und hielt ihm die Tür auf. Er drehte sich noch einmal zu mir um und sah mich mit einem Blick an den ich nicht zuordnen konnte. Ich wollte mich umdrehen als er mich plötzlich gegen die Wand drückte. Er presste sich an mich und ich konnte sein Herzschlag spüren. Aufeinmal nahm er mein Gesicht in die Hände und senkte seinen Kopf.

Will er mich etwa küssen?

Ich wollte mich wehren aber sein Oberkörper drückte so gegen meinen das ich mich nicht bewegen konnte. Kurz vor meinen Lippen stoppte er kurz und atmete tief ein. Dann drückte er seine Lippen gegen meine. Sanft küsste er mich. Ich konnte mich nicht wehren aber nach wenigen Sekunden löste er sich von mir. Wütend sah ich ihn an. Er blickte mich jedoch verwirrt an und löste sich schnell von mir. Er murmelte irgendwas was wohl eine Entschuldigung sein sollte und verschwand nun entgültig und lies mich zurück.

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Verliebt in meinen Entführer / Roman Bürki Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt