Trigger Warnung.
Eingeschlossen in meinem abgedunkelten Zimmer lag ich nun in meinem Bett. Meine Aufmerksamkeit gab ich voll und ganz der weißen Wand über mir. Immer wieder merkte ich wie meine Wangen wärmer und wärmer wurden. Meine Tränen, so heiss wie Feuer, die an dieser hinunter liefen.
In meinem Kopf fing alles an sich zu drehen. Meine Gedanken kreisten wie ein nicht aufhaltsamer Zug durch meinen ganzen Körper. Ich wusste nicht wie ich diesen Druck standhalten solle. Ich wollte und schlussendlich konnte ich es auch einfach nicht mehr.
Meinen Willen gefasst stand ich von meinem Bett auf. Ich spürte wie mein Herz Stück für Stück voller Schmerz weiter bricht. Meine Seele brannte wie Feuer. Es tut mir leid das ich meinen Druck nach gehe.
Flashback:
Als ich die Tür aufschloss und meinen schul-Rucksack gefühlt durch den ganzen Raum geworfen hatte, setzte ich mich an unseren Küchentisch. Hm, lecker. Schon wieder diese "leckeren" Nudeln mit der viel zu dünnen Tomaten Soße. Ich wette selbst dieses essen verspottet mich.
"Hey schätzchen." Trellerte meine mum fröhlich vor sich hin und nahm genau gegenüber von mir Platz. Ich merkte wie ihre Augen auf mir ruhen. Gott, ich hasse es wenn man mich anstarrt.
"Hey, mum." Erwiderte ich nur trocken zurück.
"Mäuschen, was-" "Was willst du?" Schnitt ich, bevor sie ihren Satz beenden konnte, ihr das Wort ab. "Ich wollte doch nur fr-" "Jaja, schon gut. Du willst nur fragen wie es mir geht und ob alles gut sei. Aber da es für dich eh schon immer irrelevant war, kannst du auch gleich mit deinem Willen raus rücken. Also was willst du?" Ich guckte mit leeren Augen in ihr Gesicht. Kurz vernahm ich Wut in ihren Augen, was ich allerdings auch gut nachvollziehen konnte. Ich war eine miserable Tochter. Aber sie angelogen, habe ich nicht. Und das weiß sie. Sie hört nur nicht gerne wahre Fakten.
"Ich muss dir etwas sagen. Es geht um deinem Vater." Vermittelte sie mir.
Wow, einer meiner liebsten Gesprächs-Themen. Mein ach so lieber "Papa" der schon vor meiner Geburt an wusste, das ich es zu nichts bringen werde. Wahrscheinlich ist er deswegen auch abgehauen und hat mich mit Mutter und ihrem neuen Freund hier zurück gelassen. "Na denn mal los, spuck es aus."
"Liebling, du wirst vorerst zu ihm ziehen."
Mein essen was ich so ebend runterschlucken wollte spuckte ich aus purem Reflex auf dem Teller vor mir. Als ich kurz darauf gekeucht hatte stand auch schon meine Mutter neben mir und schlug mir leicht mit ihrer Faust auf meinem Rücken. "Wie kommst du denn bitte auf so eine dumme Idee?" Ich wurde etwas lauter und merkte den immer größer werdenden Kloß in meinem Hals.
"Nicht ich kam auf die Idee sondern er. Er möchte dich kennenlernen, sowie auch dein Bruder." Versuchte sie mir ruhig zu vermitteln.
"MEIN BRUDER?!" Ich saß mich auf den Stuhl hinter mir. Vor meinen Augen wurde es immer wieder schwarz. Ich fühlte mich verloren.
Kurz darauf, hörte ich wie eine Tür zugeknallt wurde. Ich erschrak so wie auch meine Mutter die sich direkt zuvor neben mir hinsaß "Hör zu Mäuschen, bleib ruhig und es wird nicht schlimmer okay?" Ich sah wie bei meiner Mutter die einzelnen Tränen runter liefen.
Als meine Sicht vor den Augen etwas klarer wurde war er auch schon in der Küche. Sein Kopf glühte Feuer-rot. Eine Milli Sekunde später stand er direkt vor mir. Ich merkte wie sich meine Angst in meinem ganzen Körper breit machte. Durch meine triefende Nase vernahm ich den Geruch von Alkohol.
"Hör zu du kleines miststück. Hat dir denn niemand beigebracht das man die fresse zu halten hat wenn andere versuchen zu schlafen?!" Von Wort zu Wort wurde er immer lauter. Die immer mehr werdende Anspannung in mir hörte nicht auf zu wachsen.
Ich folgte die Anweisung meiner Mutter und blieb ruhig.
Mein Blick war starr auf der Tischplatte gerichtet als ich kurz darauf einen lauten Knall hörte. Erst Sekunden später nahm ich war das meine Hand an meiner Wange ruhte und diese heiß anfingen zu brennen. In meinem Schock-Zustand habe ich nicht mitbekommen wie meine Mutter mit einer zitternden stimme versucht hatte auf ihn einzureden.
Flashback Ende.
Ich ging hinüber zum Schrank, wo ich sie versteckt hatte. Langsam hob ich meine Hand zu dieser und machte die Schrank-Tür auf. Fest davon überzeugt was ich tat nahm ich eine schachtel aus dem obersten Fach hinaus. Ich schüttelte sie ein wenig um klar zu stellen das da noch was drin sei.
Als ich die Schrank-Tür wieder schloss ging ich hinüber zu meiner Box und kurbelte die Musik noch etwas lauter. Ich saß mich langsam und ruhig hinunter auf den Boden. Meine Lippe fing immer schneller und döller an zu Beben. Mein Hals fühlte sich an als wäre er zugeknebelt. Ich bekam keine Luft. Es beruhigte mich.
Ich machte die Schachtel oben an dem Verschluss auf. Ich drehte sie so, dass der silbern-gänzende gegenstand auf meiner Hand fiel.
In diesem Moment als ich die Klinge fest in meiner Hand spürte, waren alle Gedanken wie weg geweht.
Das einzige was ich wahrnahm war die Musik und mein Wille.
Meine Hand in der die Klinge ruhte, hob ich langsam und sicher an meinem Arm entlang. Ich nahm einen tiefen Atemzug und drückte, mit dieser, fest gegen meine Haut. Ich zog den Schnitt bis hin zu meiner Hand. Ich fühle nichts mehr. Kein Schmerz, keine Trauer und noch nie zuvor Freude. Alles war weg.
...
STAI LEGGENDO
Schicksal. -KTH
FanfictionEs war nicht geplant. Nichts von alledem. Alles in meinem Leben drehte sich im Kreis. Zurück kann und wollte ich nicht und nach vorne hin sehe ich keine Zukunft. Bis ich da angekommen bin, wo ich nun bin. Mein ganzes Leben solle sich ändern. Aber...
