Kapitel 1 Wie alles Anfing

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Das erste, an das ich mich erinnern kann, ist Schwärze. Alles um mich herum war vollkommen schwarz und still. Nachdem ich mich umgesehen und ein paar Mal geblinzelt hatte, sah ich beim nächsten blinzeln plötzlich einen roten Himmel. Ich merkte, dass ich auf einem harten Untergrund lag und richtete mich sofort auf. Wo war ich denn hier gelandet? Ich lag auf dem Boden eines großen Platzes umringt von verschiedenen Häusern, also wohl in einer Stadt? Aber hier liefen sehr komische Wesen herum, die alle nicht menschlich aussahen. Woher wusste ich überhaupt, wie ein Mensch aussehen soll und was ein Mensch überhaupt ist? Ich konnte mich an rein Garnichts erinnern außer, dass ich ein Mensch bin und die eigentlich alles anders aussehen sollten. Wenn dies eine Stadt war, sollten die Häuser nicht eigentlich grau oder weiß sein, der Himmel müsste blau und nicht rot sein und was war dieses Riesen Pentagramm am Himmel?

Schnell stand ich auf, um mich genauer umzusehen, aber das brachte nichts. Diese ganze Situation machte mir furchtbare Angst. Die ganzen gruseligen Gestalten sahen mich alle entweder nicht sehr freundlich oder ziemlich creepie an. Einige töteten andere und überall lagen Leichen rum, andere entblößten sich einfach oder warfen mir lustvolle Gesten zu. Meine Angst wurde immer schlimmer, als die Gestalten näherkamen und ich floh in das einzige Gebäude auf dem Platz, dass nicht so gruselig aussah. Es sah sogar sehr schön und prunkvoll aus. Farblich war es außen und innen in Gold und Weiß gehalten und innen sah es aus, wie in einem riesigen Warteraum mit bequemen Sofas und einer Art Empfangspult am anderen Ende des Raumes. Ich ging darauf zu und sah mich weiter um.

Während ich mich umsah konnte ich mich das erste Mal selbst sehen, da ich mich in dem blank geputzten Marmorboden spiegelte. Ich sah eigentlich aus wie ein normaler Mensch. Obwohl, ich sah deutlich besser aus. Sexy Figur, lange glänzende Haare, große leuchtende Augen, ... ich könnte glatt als Modell durchgehen. Jetzt war aber nicht der richtige Zeitpunkt für sowas, zumal mir mein Aussehen eigentlich egal war und bei meiner Situation würde mir so ein Aussehen wahrscheinlich nicht zu Gute kommen.

Ich schob diesen Gedanken schnell zur Seite, wendete meinen Blick von meinem Spiegelbild ab und sah mich weiter um. Der große Raum war vollkommen leer, aber nach Dem da draußen fühlte ich mich dadurch sicher. Daher fand ich den Mut, auf die Klingel zu drücken, die auf dem Pult stand, in der Hoffnung jemanden zu finden, der mir erklären konnte, wo ich hier war. Auf mein Klingeln erschienen sofort eine goldene Schriftrolle und eine goldene Feder und schwebten vor mir in der Luft. Das konnte doch garnicht möglich sein, hier drin war doch kein Luftzug und die beiden Gegenstände wurde von keinen Seilen gehalten, dass hatte ich als erstes überprüft. Auf dem Pergament stand Heaven Embassy, also Himmelsbotschaft? Langsam fragte ich mich, ob ich hier in der Hölle gelandet war. Meines Wissens soll die Hölle so aussehen wie die Umgebung draußen und die ganzen Gestalten sahen schon so aus, wie Dämonen immer dargestellt wurden. Nur wusste ich wieder nicht, wieso ich weiß wie die Hölle aussehen sollte. Es war alles so verwirrend.

Offensichtlich sollte ich auf dem Pergament unterschreiben um hier irgendwie weiterzukommen. ‚Das Problem ist nur, wie heiße ich denn? Das ist ja echt zum Verrücktwerden, ich erinnere mich an alles Mögliche aber nicht an meinen Namen oder irgendwas zu mir?!' Mein Name wollte mir einfach nicht einfallen, also beschloss ich, mich erstmal Ellie zu nennen, bis ich mich wieder erinnere. Also schrieb ich nur Ellie auf das Pergament, dass sogleich verschwand. Neben mir öffnete sich eine Tür und ich ging hindurch. Dahinter saß eine männliche Gestalt in einem weiß goldenen Gewand, der gerade genüsslich ein paar Rippchen ass. Er hatte einen goldenen Heiligenschein und goldene Flügel, was ihn wie ein Engel aussehen ließ, aber auf dem Kopf hatte er schwarze Hörner wie ein Dämon. Hinter ihm stand noch ein weiblicher Engel mit Hörnern, die farblich so aussah, als käme sie aus einem Schwarz-Weiß-Film. Als der Mann mich sah, fing er an zu sprechen, allerdings nicht zu mir, sondern zu der Frau. „What the Fuck Luth, ich wollte hier in Ruhe meine Rippchen essen. Was macht die denn hier?" Die Frau, die wohl Luth hieß antwortete: „Keine Ahnung Sir, aber das hier ist die Himmelsbotschaft, da Sie heute hier eingeteilt sind ist es ihre Aufgabe sie anzuhören". Der Mann seufzte, „Ich weiß, ich weiß, sag mir nicht was ich tun soll, Luth. So ein scheiß, eigentlich ist doch nie was los hier. Hätte ich gewusst das ich hier nicht meine Ruhe habe, hätte ich jemanden Anderen hierhergeschickt." Mit diesem Satz drehte er sich zu mir „Also, was gibt's, aber mach's gefälligst kurz und verschwinde". Ich versuchte ihm meine Situation zu erklären aber er hörte nur halbherzig zu und stocherte mit einem Stück Knochen zwischen seinen Zähnen. Irgendwann unterbrach er mich: „Also, du willst mir sagen, dass du keine Ahnung hast wo du bist und wer du bist. Du vermutest, das hier ist Hölle und da vermutest du ganz richtig. Wahrscheinlich denkst du, du gehörst nicht hier runter, weil du dich nicht daran erinnerst, etwas Falsches getan zu haben. Aber da liegst du falsch, alle die hier unten ankommen haben was Schlimmes verbrochen. In deinem Fall hat dein Verbrechen wahrscheinlich was damit zu tun, dass du eine Lügnerin bist! Das war ein ziemlich schlechter Versuch hier raus zu kommen, Bitch. Alle Sünder erinnern sich ganz genau daran, was sie verbockt haben, damit sie es auf ewig bereuen können. Du wirst diesen Ort hier nie verlassen, denn hier gehören Sünder wie du hin. Die Hölle ist für immer Bitch, oder zumindest bis wir euch wieder killen, merk dir das und verschwinde!" Ich versuche nochmal was zu sagen und ihm zu versichern, dass ich nicht log, aber er ließ mich nicht richtig ausreden und begann plötzlich zu singen.

ADAM SONG | HALLELUJAH – OPFuture (https://www.youtube.com/watch?v=gpY0bmOi-Jg)

Am Ende des Liedes packte er mich einfach unsanft, obwohl das als Hologramm, als was er sich herausgestellt hatte eigentlich garnicht möglich sein sollte, und warf mich aus dem Raum. Mist, nun musste ich wohl wieder da raus und irgendwie versuchen, alleine klar zu kommen.


Klang der Veränderung (eine Hazbin Hotel und Helluva Boss fanfic)Stories to obsess over. Discover now