1 - die Party

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„Bist du mal fertig?", fragte Romina mich und klopfte von außen gegen die Badezimmertür.
„Ja, gleich", rief ich und tuschte noch schnell meine Wimpern.
„Es sind schon voll viele Leute da, Veda", sagte sie aufgeregt, „Mein Bruder hält gleich seine komische Begrüßungsrede, mach Eier!".
Schnell steckte ich den Verschluss auf meinen Ohrring und kam dann zu ihr in den Gang. Es war Frühsommer und Rominas Bruder, Jason, schmiss heute, da ihre Eltern nicht da waren, eine Poolparty/Sommerparty.
„Endlich, ey", sagte Romina und zog mich dann die Treppe runter, durch das Wohnzimmer auf die Terrasse, wo Jason bereits in Badehose stand.
Jason hatte schwarzes wuscheliges Haar, was er in einem Mittelscheitel trug. Seine Haut war leicht gebräunt und wie jedes Mal, wenn ich ihn sah, stellte ich mir vor, wie er über mir lag und mich berührte. Leider würde das niemals passieren, da er 19 und ich 17 war. Außerdem kam dazu, dass ich für ihn wohl nur die beste Freundin seiner kleinen Schwester war. Bis vor kurzem noch hatte er außerdem noch eine Freundin gehabt. Inzwischen waren sie nicht mehr zusammen, obwohl ihre Beziehung drei Jahre ging. Aber so wie es aussah hatte sie ihn in ihrem Auslandsjahr in Australien betrogen. Zumindest erzählte man es sich so.
„Also, ich heiße euch alle herzlich willkommen", sagte Jason nun, als alle auf der Terrasse standen und ihm aufmerksam zuhörten, „Genießt die Zeit, Getränke befinden sich an der Außenbar im Kühlschrank".
Meine beste Freundin hibbelte währenddessen neben mir hin und her. Sie hatte mir letzte Woche von der Party erzählt und kurzerhand hatte sie mich dazu eingeladen. Normalerweise waren bei Partys ihres Bruders keine 11-Klässler dabei, weil er lieber mit Leuten in seinem Jahrgang abhing, jedoch hatte Romina ihren Bruder so lange bearbeitet, bis er eingewilligt hatte, dass sie auch ein paar Leute einladen durfte.
Nachdem Jason seine Rede beendet hatte, verteilten sich die Leute. Manche gingen nach drinnen ins Wohnzimmer, wo Harry, einer von Jasons Freunden, die Boxen eingeschaltet hatte und Musik sehr laut lief, andere zogen sich ihre T-Shirts, Kleider, Hosen und Röcke aus und sprangen in Badesachen in den Pool, manche auch in Unterwäsche, wie ich nach kurzem hinsehen feststellen musste.
„Lass uns zur Bar gehen", entschied Romina für uns beide, wohin wir gehen würden und zog mich zu einem blondhaarigen Jungen, der hinter der Bar stand.
„Was darf es denn für euch zwei süßen sein?", fragte er uns mit einem charmanten Lächeln.
„Ich nehme einen Swimmingpool", bestellte ich meinen Lieblingscocktail und erwiderte das Lächeln des Barkeepers.
„Und du, Romina?", fragte der Blonde an meine beste Freundin gewandt.
„Einen Mojito", sagte sie.
„Okay", sagte er und drehte sich dann um, um die Cocktails zu mixen.
„Romina, wieso kennt er deinen Namen?", fragte ich sie verwirrt.
„Das ist Jamie, er ist immer mal bei meinem Bruder und macht mit ihm Hausaufgaben", erzählte diese schulterzuckend.
„Das hätte ich mir wohl denken können", sagte ich und lachte, „Aber ich glaube, der will was von dir".
„So hier kommen eure Drinks", sagte Jamie und unterbrach somit unser Gespräch.
Er reichte uns zwei Gläser und sagte dann: „Geht natürlich aufs Haus".
Wir lächelten ihn dankend an und gingen dann zum Pool. Ich setzte mich auf eine der Liegen am Pool und nahm einen Schluck von meinem Swimmingpool.
Nachdem wir unsere Gläser geleert hatten, entschlossen wir uns dazu, in den Pool zu gehen.
„Wo soll ich meine Sachen hintun?", fragte ich, nachdem ich aus meinem dunkelblauen Jumpsuit gestiegen war.
Es war ein kurzer Jumpsuit, der einen recht tiefen Ausschnitt hatte, was mir aber gut gefiel.
„Schmeiß einfach auf den Liegestuhl da", sagte Romina schulterzuckend und zog sich ihr gelbes Kleid über den Kopf.
Ich trug einen hellblauen Bikini mit einem gebundenen Oberteil und einem Tanga. Meine beste Freundin hatte sich vorhin einen grünen Badeanzug, mit diversen freien Stellen, unter ihr Kleid gezogen. Auch bei ihr war der untere Teil ein Tanga.
„Los jetzt, ins Wasser!", rief Romina und zog mich zum Pool.
Schnell legte ich meinen Jumpsuit zu ihrem Kleid und wurde dann von meiner besten Freundin sehr schnell ins Wasser gezogen. Jedoch war das Wasser sehr angenehm, weil die Sonne den ganzen Tag darauf geschienen hatte. Im Wasser waren viele verschiedene Leute und Romina bahnte sich ihren Weg zu Libby, einem blonden Mädchen, das wir zu unseren Freundinnen zählten.
„Hey, wie gehts so?", fragte meine beste Freundin zu der Blonden.
„Gut, ich warte im Moment auf Gilbert", erzählte sie, „Er wollte zu Jamie gehen und uns etwas zu trinken holen".
„Hey, Mädels", sprach uns da ein braunhaariger Typ an.
„Hey, Finn", sagte Romina nickend und lächelte ihn freundlich an, „Das sind Libby und Veda".
„Hey, ich bin Finn, ich mache zusammen mit Romi Sport im selben Gym", sagte er und nickte uns zu.
„Wohl eher Bettsport", sagte da Ethan hinter ihm.
Ethan kannte ich vom Sehen, da wir zusammen Biologie hatten und er vor mir saß. Er war ein ziemlich strebsamer Schüler, aber hingegen aller stereotype ziemlich attraktiv.
Überrascht sah ich nun zu Romina, die ein bisschen rot um die Nase wurde.
„Interessant, dass ich das nicht weiß", sagte ich gespielt eingeschnappt und verschränkte die Arme vor den Schultern.
„Das ist auch erst ganz neu", sagte Romina und verließ dann das Pool.
Ich folgte ihr.
„Was ist denn los?", fragte ich meine beste Freundin besorgt.
„Ich hasse Ethan", sagte sie sauer, „Ich wollte eigentlich gar nicht, dass das rauskommt. Wenn Jason mitbekommt, dass ich was mit einem seiner Freunde habe, wird der sauer".
„Woher weiß Ethan überhaupt davon?", fragte ich sie etwas verwirrt.
Wir waren inzwischen ins Wohnzimmer gegangen und hatten auf dem Weg unsere Sachen mitgenommen.
„Weil er uns zusammen gesehen hat", sagte Romina und wurde nun rot.
„Beim...?", fragte ich und zog eine Braue hoch.
„Ja", sagte meine beste Freundin und nickte, „Er hat uns nach Sport in den Duschen erwischt".
„Oh", sagte ich, „Wenigstens hat er keine Bilder davon gemacht".
Ich war nicht sauer auf Romina. Wir beide hatten Geheimnisse, die wir einander nicht erzählten. Ich hielt auch nicht viel davon, mit meiner besten Freundin darüber zu reden, auf wen ich, oder sie stand. Der Grund dafür war wohl ziemlich offensichtlich: Jason.
„Du immer mit deinen Besserungsversuchen", sagte Romina kopfschüttelnd und zog sich ihr gelbes Kleid über ihren nassen Badeanzug, da wir nun auf die Tanzfläche wollten.
Ich hingegen hatte keine Lust auf eine Erkältung, oder eine Blasenentzündung, weshalb ich mich nach oben in Rominas Zimmer verabschiedete, um mich dort umzuziehen. Es war inzwischen kälter geworden und ich fröstelte.

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Also das wäre das erste Kapitel. Lasst mich gerne über die Kommentare, oder die Sternchen wissen, wie es euch gefällt. Liebe Grüße.

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