Kapitel 1

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" Okay, und was jetzt?", lachend wandte ich mich an meine beste Freundin Leila.

"Wir haben nur noch eine Nacht in New York. Das schreit nach einer Party!!!", antwortete sie mir, schon leicht angetrunken.

Wir hatten beide schon ein paar Gläser Wein getrunken, und mir wurde wieder bewusst, wie wenig Alkohol ich normalerweise trank, denn er wirkte sofort.

Nach einigem Hin und Her hatten wir die perfekte Rooftop-Bar mitten in New York gefunden, in der wir unseren letzten Abend im Big Apple verbringen wollten. 

Als ich eintrat, war ich fast sprachlos. Rooftop-Bars in Frankfurt sind einfach etwas ganz anderes als in New York City.

Der Blick über die Skyline war atemberaubend und es waren so gut wie keine Menschen unterwegs, so dass wir uns frei und ungestört einen Platz aussuchen konnten. 

Wahrscheinlich waren wir zeitlich noch viel zu früh dran, um uns ins New Yorker Nachtleben stürzen zu können.

Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich gesagt, dass dies genau wie in einem Film aussah. Vielleicht hatte diese Riesen Stadt aber auch einfach nur eine Wirkung, die einen in einen Traum versetzte. 

Leila und ich setzten uns in eine kleine Ecke, in der eine Couch in L- Form stand und machten es uns dort bequem. Auf dem Tisch vor uns befand sich sogar eine kleine Laterne, welche mit ihrem weichen Licht für eine herrliche Atmosphäre sorgte. 

Dieser Abend würde auf jeden Fall einen grandiosen Abschluss für unseren Urlaub darstellen.

Während ich meinen Blick so durch die Gegend schweifen ließ, bemerkte ich eine Gruppe von Männern in einer Ecke. Und einer von ihnen zog meine Aufmerksamkeit direkt auf sich.

Wow, dieser Mann traf genau meinen Geschmack.

Eine Strähne seines dunkelbraunen, fast schwarzen Haares fiel ihm leicht ins Gesicht, was ihn unglaublich attraktiv aussehen ließ.

Seinem Anzug nach zu urteilen, war er wahrscheinlich geschäftlich hier. Ich seufzte bei dem Gedanken, dass dieser Mann heute Abend wahrscheinlich nicht mit mir sprechen würde.

Ich war eigentlich wirklich nicht der Typ dafür, dass ich ohne jeglichen Grund anfing beliebige Männer anzuschmachten aber man müsste ja auch mal Ausnahmen machen dürfen.

Plötzlich hob er seinen Blick und sah mich direkt an. Im selben Moment senkte ich meinen etwas verlegen. 

Oh Gott, ich frage mich, ob er wirklich gesehen hat, wie ich ihn angestarrt habe. Wie peinlich.

"Leila, erinnerst du dich an unsere To-Do-Liste, die wir vor einigen Jahren gemacht haben?" Ich drehte mich schnell wieder zu meiner Freundin um, damit ich bloß aufhörte mir Gedanken darüber zu machen, ob sich der arme Typ von mir beobachtet fühlte.

"Natürlich erinnere ich mich", sagte sie, und ich erkannte an ihrem Blick, dass sie unbedingt wissen wollte, wie ich jetzt darauf gekommen war.

Ich überlegte kurz, wie ich den Satz am besten formulieren könnte, gab es aber nach kurzer Zeit auf und sagte einfach drauflos: "Nummer 10: Finde den Mann deiner Träume, was das Aussehen angeht, und verbringe die ganze Nacht mit ihm. Ich glaube, ich habe ihn gerade gefunden".

Wenn man sich das anhört, klingt das ziemlich krank. Allerdings bestand die Liste nicht aus solchen Dingen, sondern viel mehr aus Reisen, Abenteuern und Mädelsabenden.

Und genau in einer solchen durchzechten Nacht kam Punkt 10, bei dem wir uns in diesem Moment sicher waren, dass dies die beste Idee überhaupt war.

"Der in dem dunkelblauen Anzug mit dem hellen Dreitagebart?" Leila grinste wissend.

Pregnant by a MillionaireWo Geschichten leben. Entdecke jetzt