Freistoß für mein Herz

By emme_payne

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Handball ist mein Leben. Wenn ich auf dem Spielfeld stehe, kann ich alles vergessen, was in meinem Leben so s... More

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10. Kapitel
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13. Kapitel
14. Kapitel

8. Kapitel

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By emme_payne

Never made it as a wise man, I couldn't cut it as a poor man steeling...

Irritiert öffnete ich die Augen und war sofort noch verwirrter. Das war nicht mein Wecker, ich lag nicht in meinem Bett und hatte nicht meine Klamotten an. Was zur Hölle war hier los?

Ich setzte mich auf und sah Philipp, der gerade den Wecker ausmachte. Pltzlich fiel mir alles wieder ein. Ich hatte bei ihm übernachtet, die Klamotten gehörten seiner Schwester und das Zimmer ihm.

"Nickelback? Guter Musikgeschmack.", murmelte ich müde und krabbelte aus dem Bett. "Danke.", kam es zurück. Oh mein Gott, seine Stimme war verschlafen und rau und sowas von sexy. "Hast du gut geschlafen?", fragte er mich. "Wie ein kleines Baby."

"Das ist gut." "Und du?" "Auch nicht schlecht, aber das Bett ist die bessere Wahl.", grinste er und ich schnappte mir ein Kissen und warf es nach ihm. "Ich hab dir gesagt, du sollst mich auf der Couch schlafen lassen!" "Never in a million years. Ich bin ein Gentleman." Prompt warf er das Kissen zurück, ich fing es aber auf, bevor es mein Gesicht erreichen konnte.

Lachend stand ich auf und begann das Bett zu machen. "Lass doch, Sina. Du musst mein Bett nicht machen." "Das ist das Mindeste, was ich tun kann.", gab ich zurück und machte es fertig. Auf einmal ging die Tür auf und Laura streckte ihren Kopf rein. "Philipp, Frühstück ist..." Sie verstummte, als sie mich sah.

"Du bist ja noch da.", bemerkte sie nach einem kurzen Moment. "Es war gestern zu spät. Ich wollte sie nicht alleine nach Hause fahren lassen.", erklärte Philipp ihr die Situation. "Werde ich jetzt Tante?", fragte Laura. Stöhnend warf Philipp ein Kissen nach seiner kleinen Schwester, die kichernd die Tür zu zog.

"Gott, womit habe ich das verdient?", fragte er, hob das Kissen vom Boden auf und legte es zurück an seinen Platz. "Was Laura uns übrigens sagen wollte, das Frühstück ist fertig." Er ging zu Tür, öffnete sie und wartete, bis ich raus war.

Wir liefen in die Küche, wo Philipps ganze Familie am Tisch saß. Hannah checkte ihr Handy, während sie ihr Müsli aß, Laura grinste uns breit an und Philipps Eltern unterhielten sich. Das Gespräch verstummte, als sie uns sahen.

"Guten Morgen, Philipp! Guten Morgen, Philipps Freundin.", begrüßte Philipps Mutter uns. "Mama, darf ich vorstellen: Das ist das Mädchen, von dem Philipp die ganze Zeit schwärmt, Sina." "Hallo Sina.", lachte Philipps Vater. "Ich werde aber keine Oma, oder Philipp?" War das ein Running Gag in dieser Familie?

"Wieso fragt ihr das dauernd?", seufzte Philipp. "Wir haben uns abgesprochen.", sagte Hannah schlicht, die jetzt von ihrem Handy aufschaute.

"Meine Klamotten stehen dir.", fügte sie noch hinzu, dann widmete sie sich wieder ihrem Handy. "Was magst du frühstücken?", fragte Philipp mich. "Das, was du auch frühstückst.", atwortete ich. "Einen Proteinshake?" Skeptisch zog er die Augenbrauen hoch. "Oh ja, bitte!" Darauf hatte ich jetzt richtig Lust.

"Du bist auch Handballerin, oder?", fragte Philipps Vater mich. "Ja, bin ich." "Mensch, Papa. Ich habe dir doch erzählt, dass sie bald ein Probetraining in meiner Mannschaft absolviert." "Man wird ja trotzdem Konversation betreiben dürfen.", verteigte Frau Meyer ihren Mann. Es war schön zu sehen, dass diese Familie noch intakt war. Sie war so ganz anders als meine.

Ich setzte mich an den Tisch neben Laura. "Die Mädels freuen sich schon alle, dich kennen zu lernen.", sagte Hannah zu mir. "Wann willst du denn vorbeikommen?" "Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Vielleicht komme ich am Mittwoch mal vorbei. Da passt es ganz gut."

"Ja, Mittwoch hört sich gut an. Ich bin mir sicher, dir wird es gefallen. Die Leute sind alle super nett und freundlich. Und unser Trainer ist wirklich cool."

Philipp setzte sich neben mich und stellte mir einen Proteinshake vor die Nase. "Bitteschön.", lächelte er und nahm einen Schluck aus seinem Glas. "Danke.", antwortete ich grinsend und trank ebenfalls von dem Shake.

"Warum trinkt ihr immer dieses eklige Zeug? Ich kann dem ja absolut nichts abgewinnen.", sagte Hannah angewidert. "Also mir schmeckt es und außerdem ist es gut für den Körper.", antwortete Philipp. "Na wenn ihr meint. Ich muss es ja nicht trinken." "Du sagst es, Schwesterlein."

Ich hatte gerade die Hälfte meines Shakes ausgetrunken, als mein Blick auf die Küchenuhr fiel. "Verdammt! Philipp, ich muss jetzt echt gehen, ich komme so schon zu spät." Ich kippte den Rest runter und ging in die Küche. "Wo ist die Spülmaschine?" Philipp kam zu mir, nahm mir das Glas aus der Hand und stellte es in die Spülmaschine, die sich direkt vor mir befand.

"Wir fahren dich.", sagte er schlicht. "Wie bitte?" "Na, wir fahren dich. Laura geht in eine Schule ganz bei dir in der Nähe und ich habe die ersten Stunden frei und bring dich mit weg. Mein Vater fährt uns."

"Oh, vielen Dank.", ich fiel Philipp um den Hals, denn ich konnte mir echt kein Zu Spät kommen mehr erlauben, irgendwie kam ich nämlich ziemlich oft zu spät zum Unterricht und ich weiß nicht, wie lange meine Lehrer das noch erdulden würden.

Irgendwann wurde die Umarmung komisch und wir lösten uns voneinander. "Ihr seid schon süß zusammen.", sagte Laura auf einmal. Das Direkt Sein scheint in der Familie zu liegen.

"Laura, ich finde zwar, dass du recht hast, aber sowas sagt man nicht.", wies ihre Mutter sie zurecht. Wow. Ich liebe diese Familie.

Ich ging in Philipps Zimmer und machte mich fertig, als ich angezogen war, kam er rein. "Tut mir leid.", sagte er. "Was tut dir leid?" "Naja, die Bemerkungen von meiner Familie. Und ihre Direktheit. Sie ist manchmal ziemlich befremdlich."

"Philipp, ich finde deine Familie toll! Sie ist offen und lustig und so freundlich! Ich habe mich hier gestern und heute wirklich wohl gefühlt."

Philipp begann zu lächeln. "Hättest du Lust, am Wochenende zu einem Spiel von mir zu kommen?", fragte er mich. "Natürlich! Ich möchte sehr gerne zu deinem Spiel kommen. Vielleicht sehen wir uns ja schon früher.", lächelte ich, da rief Philipps Vater uns.

Ich nahm Hannahs Sachen und ging vor Philipp aus dem Zimmer. Hannah stand an der Tür. "Soll ich die Sachen für dich waschen?", fragte ich sie, aber Hannah schüttelte den Kopf. "Soweit kommt es noch! Niemals lass ich Freunde meine Wäsche waschen." Ich lachte auf, dann kam sie näher und umarmte mich. "War wirklich toll, dich kennenzulernen und ich freue mich sehr auf Mittwoch."

"Hannah, wir müssen gehen.", maulte Laura, die schon vor der Tür stand. "Sorry, Laura. Wir sehen uns, Sina!" Ich ging zu dem großen Auto, dass in der Einfahrt stand. "Laura, du darfst nach vorne.", rief Philipp seiner kleinen Schwester zu. Er öffnete mir die Tür und nachdem ich in den blauen Sharan geklettert war, folgte Philipp mir.

"Sagst du mir deine Adresse?" Ich nannte meine Adresse, Philipps Vater gab sie ins Navi ein und los ging es. Im Auto lief wieder Nickelback, gerade kam ein relativ neues Lied von ihnen, Satellite. "Ich liebe das Lied.", murmelte ich.

"Einen guten Musikgeschmack hat sie auch noch! Sohn, wenn du ihr Herz erobert hast, lass es nie wieder gehen!", riet Philipps Vater ihm lachend und prompt wurde ich schon wieder rot. "Papa, solche Bemerkungen sind verboten.", lachte Laura laut.

Die Fahrt war wirklich lustig und wir kamen zwanzig Minuten vor Schulbeginn an meinem Haus an. "Vielen Dank für alles!", bedankte ich mich. Ich drückte Philipp noch kurz, winkte Laura und Philipps Vater zum Abschied und machte mich dann die Einfahrt hoch zu meinem Haus.

Ich schloss die Tür auf und trat ein. Mein Vater stand vor mir und sah sehr wütend aus. "Wo warst du so lange?", fauchte er mich an. "Ich habe woanders übernachtet. Das war mit Mama so geklärt.", murmelte ich und starrte auf den Boden. "Du hast mich gefälligst anzusehen, wenn ich mit dir rede."

Ich blickte hoch in sein Gesicht. "Bei wem hast du geschlafen?", fuhr er mich an. "Bei einer Freundin." "Lüg mich nicht an, Sina! Also, bei wem hast du geschlafen?" "Ich sage doch, ich habe bei einer Freundin übernachtet!"

Ich wusste, wenn ich ihm die Wahrheit sagen würde, würde er durchdrehen und dann hätte nicht nur ich, sondern auch meine Mutter ein Problem. "Deine Schwester hat gesagt, du bist von einem netten jungen Mann abgeholt worden. Sagst du mir jetzt endlich die Wahrheit?" Jetzt war er ruhiger. Und jedes Mal, wenn er ruhiger wurde, wusste ich, dass es nun gefährlich wurde.

"Ich habe bei Philipp übernachtet. Ich war gestern bei ihm und es war zu spät, um noch alleine nachhause zu fahren.", erklärte ich ihm. "Du hast bei einem Jungen übernachtet und deine Mutter hat das geduldet? So habe ich dich nicht erzogen.", sagte er, dann holte er aus.

Sorry ihr Lieben, dass das Kapitel solange gedauert hat, aber jetzt ist es ja da ^^ Ich hoffe, es gefällt euch ♥ Liebst, Emme ♥

1471 Wörter

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