MuggelHotel (Draco Sicht)

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Danke an meine Betaleserin Nachtigall <3
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Dracos Sicht:

„Also hatte Mert recht gehabt. Du bist wirklich hier. Eigentlich habe ich mehr von dir erwartet, aber anscheinend habe ich mich getäuscht", sagte ich und schaute meine Ehefrau angewidert an. Eigentlich war ich nach Hause gekommen um einige Unterlagen zu holen, aber was musste ich da erfahren? Meine Frau war einfach gegangen, ohne Mert zu sagen, wohin. Mert hatte sich Sorgen gemacht und hatte mir alles erzählt, wobei er sich die gesamte Zeit selbst geschlagen und beleidigt hat. Ich konnte ihn glücklicherweise davon abbringen, sich mit einem Seil an einem Griff eines Schrankes zu erhängen. So konnte Mert mich zu Melena apparieren.

Ich selbst hatte mir keine Sorgen um Melena gemacht. Aber die Leute würden Reden, wenn sie eine Dummheit anstellen würde. Alles würde auf mich zurück fallen. Doch dass ich sie letztendlich in einer Muggelbar entdeckte, überraschte mich. Ich hatte ihr dann doch ein wenig mehr Verstand zugetraut. Und das sagte ich ihr auch. Ich zog eine Augenbraue hoch und schaute vor Melena auf den Tisch. Dort steht nur ein Glas. Sie hat nur ein Glas getrunken und ist jetzt schon mehr als angetrunken? Dieses Mädchen verträgt wirklich gar nichts.

„Wir gehen jetzt", sagte ich ihr, ohne auf ihre Frage ein zu gehen. Dabei schaute ich sie streng und zugleich etwas wütend an. „Neeeiiiin! Duhu bist niicht meeiin Vater!", lallte sie. Melena hörte sich an, wie ein bockiges Kind.
„Ich habe gesagt, dass du aufstehen sollst!", ermahnte ich sie noch einmal streng. „Und ich habe Nein gesagt!", meint sie und zeigt mir frech die Zunge. Jetzt reichte es. „Schluss jetzt", meinte ich nun wirklich wütend und genervt und packte sie fest am Oberarm. Ich zog sie von ihrem Hocker. Nach ein paar schwachen Schlägen gegen die Brust, die ich einstecken musste, stand sie auf den Beinen und schwankte bedenklich. „Du tust mir weh!", schrie sie rum. Ich spürte eine Hand auf meinem Arm. „Die junge Dame möchte nicht mit ihnen gehen", meint der große bärtige Mann und schaute bedrohlich. Dieser Muggel war genau so lächerlich, wie alle anderen seiner Art auch. „Hätten sie die Güte, meinen Arm los zu lassen? Wenn nicht werde ich mich gezwungen sehen, die Polizei zu rufen", meinte ich äußerlich vollkommen ruhig. Ich hatte echt Glück, dass ich durch meine Stelle im Ministerium über die Arbeit der Polizei bescheid wusste. Der Mann ließ mich los, allerdings schaute er weiterhin bedrohlich. „Diese junge Dame hier ist meine Schwester und sie ist noch Minderjährig. Aber wir können trotzdem gerne die Polizei rufen und diese Leute fragen, was wir denn nun am besten machen sollen", erfand ich schnell eine Notlüge. Dabe schaute ich dem Mann in die Augen. Er verzog leicht das Gesicht, nickte dann aber und verschwand durch eine Tür.

Zufrieden schaute ich wieder zu Melena, die immer noch wild herum zappelte und versuchte, meinem Griff zu entkommen. Ich überlegte, was ich jetzt machen sollte. Ich konnte so nicht mit ihr apparieren. Wenn sie sich im endscheidenden Moment aus meinem Griff befreite, würde sie einfach in blutige Einzelteile zerteilt werden. Nicht sonderlich erstrebenswert.

Während dieses Gedankenganges war mein Blick umhergeschweift. Jetzt kehrte er zu Melena zurück. Sie hatte vollends aufgehört zu zappeln, allerding schaute sie mich jetzt böse an. „Wer glaubst du, bist du, dass du so über mich entscheiden willst, hm?", fragte sie wütend und tippte mit ihrem Finger gegen meine Brust. Ich zog eine Augenbraue hoch. Anscheinend hatte sie die deutsche Sprache verlernt. „Ich bin dein Mann", antwortete ich. Sie drehte ihren Kopf zur Seite. „Du bist nicht mein Mann", meinte sie bockig. Ich verdrehte einfach nur noch die Augen, sie nervte mich tierisch. Ich zog sie einfach Richtung Ausgang. „Ich kann dir später gerne die Papiere zeigen, die belegen, dass wir verheiratet sind", meinte ich und schaute einfach nur geradeaus.

Ich musste und wohl oder übel ein Muggelhotel suchen. Und das nur wegen ihr. Ich würde sie jetzt zu gerne einfach hier stehen lassen, doch so betrunken, wie sie anscheinend war, war das Risiko zu groß, dass ihr etwas passieren könnte. Und wenn das passierte, würden die Leute reden und das konnte ich mir nun wirklich nicht leisten. „Kannst du mich loslassen?", hörte ich sie jetzt flehen und schaute sie etwas amüsiert an. „Damit du wieder zu deinen neuen Freunden rennst? Nein", meinte ich nur und konnte darauf hören, wie sie mich beschimpfte. Das machte mir jetzt nichts mehr aus. Sie war betrunken. Wir waren anscheinend in einer Kleinstadt gelandet, waren nicht einmal in London. Der Mann vorhin hatte auch mit einem Akzent gesprochen. Na toll. Mitten in der Muggelwelt mit einer betrunkenen Frau im Gepäck. Schlimmer konnte es nicht mehr werden.
Ich spürte, wie es auf meinem Kopf und auf meinen Schultern kälter wurde. Ich hob meinen Blick und erkannte, dass es schneite. Also konnte es doch noch schlimmer werden, als gedacht.

ZwangsheiratWo Geschichten leben. Entdecke jetzt