Kapitel 32

50 3 5
                                    

Stattdessen atme ich tief durch, setze mich in mein Auto und fahre zurück zu Emily.

Ich parke vor ihrem Haus und sehe sie auf der Treppe der Veranda sitzen. Nervös faltet sie ihre Hände und sieht hoch, als ich die Tür des Autos zuschlage.
,,Nick!", sie springt auf und läuft auf mich zu. Ihre besorgten Augen treffen meine und machen mich so zerbrechlich wie hauchdünnes Glas. Sie schlingt ihre Arme um meinen Körper und umarmte mich so fest, dass ich kurz zusammen zucke. Jetzt erst spüre ich den Druck, der von Rays Knie in meinem Magen verursacht wurde.
,,Geht es dir gut? Was, was ist passiert?", stottert sie ganz aufgeregt, löst sich von mir und legt ihr zarte Hand auf meinen Bauch. ,,Hat er dir...?"
Sie bringt den Satz nicht zu ende, denn sie weiß, dass sie das nicht muss. ,,Es ist alles gut. Mir geht es gut.", ich bringe ein kleines Schmunzeln auf meine Lippen und beobachte wie ihr Blick noch immer auf meine Magengegend gerichtet ist. ,,Emily", meine Stimme ist ganz sanft, sodass sie mich nun endlich ansieht. ,,Er ist rücksichtslos. Ihm ist alles egal. Einfach alles!", ihre blauen Augen füllen sich mit Tränen und ich versuche sie zu beruhigen, indem ich ihre Wange streichle. ,,Du musst dich von ihm fern halten", sagt sie und blickt mir dabei tief in die Augen.
,,Emily, ich.."
,,Sag mir nicht, dass du das nicht kannst!", sie wendet den Kopf von mir ab und beendet die Berührung.
,,Versteh mich doch. Wenn er meine Freunde mit in seinen Mist reinzieht, dann kann ich nicht nur zu sehen. Du kennst mich. So ein Typ bin ich einfach nicht.", ich bleibe ruhig und in meinem Ton ganz vorsichtig.
,,Ich verstehe dich, aber kannst du auch mich verstehen?!"
Sie sieht mich wieder an und mein Mund steht leicht offen. Ehrlich gesagt kann ich sie nicht verstehen, deshalb entsteht meine Sprachlosigkeit. Was soll an mir denn so wichtiges dran sein? Was sieht sie in mir, dass sie sich solche Sorgen um mich macht?
,,Nick, ich will einfach nicht, dass dir etwas passiert", nun ist sie diejenige, die mir die Hand auf die Wange legt. ,,Dann versprich mir, dass du aufpasst. In Ordnung?"
Ich nicke und kann mich nicht davon abhalten, sie zu küssen. Meine Hände halten sie ganz nah bei mir und würden sie am liebsten nie wieder loslassen.
,,Ich hasse diesen Kerl", murmelt sie ganz nah vor meinen Lippen und lehnt ihre Stirn an meine.
,,Ich weiß, Baby. Du glaubst gar nicht wie sehr ich ihn hasse."
Sie gibt mir noch einen liebevollen, aber schnellen Kuss auf die Lippen, bevor sie sich wieder etwas entfernt. ,,Aber er wird es nicht schaffen unser Leben kaputt zu machen"
,,Nein, das wird er nicht. Er kann uns terrorisieren, aber klein kriegt er uns sicher nicht", ich schmunzel auf sie hinab und streiche ihr eine Haarsträhne hinters Ohr. ,,Wir sollten langsam aufhören über Ray zu reden, findest du nicht?"
,,Du hast recht. Gehen wir rein", sie nimmt meine Hand in ihre und mir wird erneut bewusst, wie zart und winzig sie gegen mich ist. Ich folge ihr also hinein ins Haus und schlüpfe im Flur aus meinen Schuhen.
,,Fräulein!", ermahne ich sie mit gespielt ernster Stimme, als ich merke, wie sie mir auf den Hintern starrt, während ich mich bücke.
,,Ja, bitte?", sie beugt sich auf meine Höhe hinab, in der ich verweile und setzt ein liebliches Grinsen auf. ,,Oh, jetzt tu mal nicht so unschuldig", sage ich belustigt und folge mit meinem Blick ihrer Hand, die sich den Weg zu meinem Hintern bahnt. Sie tippt den Stoff der Jeans mit ihrem Zeigefinger für den Bruchteil einer Sekunde an und klimpert provozierend mit ihren langen Wimpern. ,,Das grenzt ja bereits an sexuelle Belästigung!" Abrupt richte ich mich auf und stemme die Hände in die Seiten. 
,,Dann verhaften Sie mich doch, Officer" Auch sie hat sich aufgestellt und rennt nun kichernd davon.
,,Stehen bleiben, das ist ein Befehl!", rufe ich ihr nach und folge ihr schnell die Treppe hinauf in ihr Zimmer. Dort hole ich sie ein, schnappe sie an der Hüfte und werfe mich mit ihr auf die Matratze. Die Handgelenke fixiert, sitze ich breitbeinig auf ihren Oberschenkeln. 
,,Soll ich dir noch deine Rechte vorlesen?"
,,Du sollst mich küssen."

Ihre Blicke sind intensiv und bohren sich förmlich in meine Seele. Gebannt fahren meine Augen ihre Gesichtszüge ab. 
,,Das hätten sie wohl gerne, Ma'am.", murmele ich vor ihren Lippen. 
,,Du glaubst gar nicht wie sehr", ihr Stimme ist verlangend und Herrgott ich schaff es doch nicht sie zu quälen, dann würde ich mich selbst quälen.
Mit meiner Zunge fahre ich über ihre Unterlippe, ihr entfährt ein leichter Seufzer und ich spüre ihren heißen Atem. ,,Wenn Sie mich nicht Küssen, Officer, dann verdonnern Sie mich gleich zur Todesstrafe", stöhnt sie und hebt ihren Kopf an, um meinem Gesicht näher zu kommen.
,,In Ordnung, ich lasse Ihnen die Wahl. Sie können entweder ihren Anwalt anrufen oder bekommen einen Kuss", unsere Lippen schweben schon voreinander und sind nur eine Haaresbreite entfernt.

,,Ich nehme..", sie überlegt und ich spüre wie sie mir ihr Becken entgegen drückt ,,..den Kuss"
Den Rest des Satzes haucht sie so verführerisch dahin, das ich mich kaum mehr zurückhalten kann, ihr die Kleidung vom Leibe zu reißen. 
Ich kann es nicht abwarten, komme ihr entgegen und wir pressen die Lippen förmlich aufeinander, so ein Verlangen haben wir. Nachdem ich ihre Handgelenke losgelassen habe, legt sie sofort ihre Hände auf meine Brust, krallt sich mit ihren zarten Fingern in den Stoff meines Shirts. Sie übernimmt komplett die Kontrolle, was für mich sehr ungewohnt ist. Aber ich finde es unglaublich heiß. Mit einem sanften Ruck drückt sie mich auf den Rücken und setzt sich nun auf mich. Mit ihren atemberaubenden Augen mustert sie mich von oben herab, während ihre Finger mit dem Saum meines Shirts spielen. 
Ich lasse sie einfach mal machen, denn sie macht mich dadurch einfach nur verdammt an. Nun muss sie auch noch ihre Hände unter mein T-Shirt schieben. Mit jedem Millimeter, den sie sich den Weg auf meiner Haut, weiter hinauf zu meiner Brust bahnt, beugt sie sich auch wieder zu mir runter. 
,,Weißt du eigentlich, wie scharf du bist?", murmele ich und kann mein Blick nicht von ihren Lippen abwenden, die mir nun endlich wieder nahe sind.
,,Weißt du eigentlich, wie scharf du mich machst?", entgegnet sie mir mit einem zarten Hauchen und beginnt mein Hals zu küssen. 
Scheiße man, ich möchte nicht aufhören hier mit. Am liebsten würde ich ihr nun die Bluse über den Kopf ziehen und ihr blitzschnell den BH öffnen, um ihren nackten Körper wie ein Kunstwerk zu betrachten. Aber nein, ich will es doch langsam mit ihr angehen, ich will es doch nicht versauen. Nicht bei ihr. 

Ich lege meine Hände auf ihre Schultern und drücke sie ganz vorsichtig hoch und richte mich sanft mit ihr auf. Sie sitzt immer noch auf meinem Schoss , aber richtet sich jetzt nervös die Haare. ,,Was ist los? Habe ich etwas falsch gemacht?", fragt sie und mustert mich innig.
,,Nein, auf keinen Fall. Es ist alles gut, nur..", wieso zögere ich denn immer, Gott sag doch einfach was du denkst. ,,..Ich würde es gerne langsam angehen, weißt du?"
Das sie mir nicht antwortet macht mich nun nervös. Sie schaut mich einfach nur an. 

Stille.

DrunkWo Geschichten leben. Entdecke jetzt