Auf Tour mit den Jungs

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"Wer will heut auf Tour gehen?" fragte Negan der wieder am Tisch stand und sich dort anlehnte. Ich meldete mich direkt freiwillig, Dwight, John, Daniel, und noch einige, aber mir waren die Namen entfallen, meldeten sich ebenfalls. Negan's Blick schweifte zu mir und er hob nur eine Augenbraue an. "Willst du wirklich freiwillig mit auf Tour gehen?" fragte er mich skeptisch, dies bejahte ich mit einem nicken. "Tja wie du willst," sagte er und teilte schließlich den Rest noch ein.

"Wir treffen uns in einer halben Stunde unten am Van," sagte Dwight zu mir. Ich nickte wieder und holte noch einige Sachen. Ich war zwar etwas zu früh unten am Van, aber das war mir egal, ich setzte mich vor den Van und wartete einfach bis die anderen kamen. 

Nach und nach versammelten sich alle am Treffpunkt, auch Negan kam zu uns. Er drückte Dwight eine Liste in die Hand was wir alles benötigen und kam schließlich auf mich zu. Ich sah Negan nur mit großen Augen an und wartete bis er etwas sagte. 

"Pass auf dich auf," meinte er zu mir und wollte mir über meine Wange streicheln. Ich ging aber einen Schritt zurück und sah ihn weiterhin an. "Als ob es dich interessiert, geh und kümmere dich lieber um deine heißgeliebte Sherry," sagte ich zu ihm, drehte mich um und stieg in den Van. Wir fuhren los und ich sah noch einmal kurz in den Seitenspiegel, ich sah Negan noch immer am gleichen Fleck stehen und er sah uns hinterher. Ich wusste nicht ob er sich wirklich Sorgen um mich machte oder ob es nur leere Wörter von ihm waren. 

Ich konnte es einfach nicht verstehen, der Typ könnte mich wahrscheinlich halb tot prügeln und trotzdem würde er nicht aus meinem Kopf gehen. Wie dumm und naiv ich eigentlich bin, das war wirklich ein Wahnsinn. 

Wir fuhren weit hinaus, da wir einige Medikamente brauchten, Nahrung, Klamotten, Wasser und sonst noch Zeug was wir so fanden. Es war mittlerweile schon Nacht und wir haben noch nicht all zu viel gefunden. "Wir sollten morgen früh direkt weiter fahren, wenn es sein muss noch weiter raus," sagte ich zu den anderen. Diese nickten mir zustimmend zu. "Wir sollten außerdem noch nach Benzin suchen," meinte ich legte meinen Kopf an die Autoscheibe. 

Wir schliefen alle in den Van, die Nacht verlief ruhig, einige Beißer standen draußen zwar herum, aber das störte uns nicht weiter. Wir steigen aus und erledigten die Arschlöcher einfach, wir machten uns alle noch etwas frisch und fuhren schließlich wieder los. Wir kamen nach knapp vier Stunden fahrt an einem kleinen Dorf an, es waren einige eingefallene Häuser dort und Autos. "Ich schaue wegen Benzin wenn das in Ordnung für euch ist?" fragte ich in die Runde. "Ok ich komme mit, der Rest sucht Nahrung, Wasser und Medikamente," sagte Dwight schließlich. Ich holte einen Kanister und einen Schlauch aus dem Kofferraum und wir gingen zu die ganzen Autos durch. Der erste Kanister war schon wieder voll. "Hey D, gehst du einen Kanister oder einen anderen Behälter suchen? " fragte ich Dwight, der sich auch gleich auf die Suche nach einem Kanister machte.

Nach circa zwanzig Minuten kam er mit fünf Plastikflaschen zurück. "Ich habe nichts anderes gefunden sorry," sagte er und hielt mir die Flaschen hin. Ich lachte und nahm eine Flasche und öffnete diese. "Muss gehen, wird gehen, irgendwie," sagte ich und lachte. Ich füllte das Benzin einzeln in jede Flasche ab, wir hatten alle Flaschen voll, bis auf eine, die war nur halbvoll. 

"Die anderen haben auch einige gute Dinge gefunden," erzählte mir Dwight und half mir den Benzinkanister und die Flaschen zum Auto zu tragen. Wir versammelten uns alle wieder am Van und gingen die ganze Liste durch. "Cool, wir haben alles gefunden, Mel und D hatten wohl auch glück mit dem Benzin," sagte Daniel freudig. 

"Dann sollten wir jetzt wieder zurückfahren," sagte Dwight und alle nickten zustimmend. Die Stadt war ziemlich ruhig, es waren einige Beißer hier, die wir aber einfach erledigen konnten. Wir fuhren wieder zurück Richtung Sanctuary. "Wir sollten morgen in der früh weiterfahren," meinte Dwight zu uns. "Warum? Wir können doch problemlos weiterfahren?" meinte ich zu ihm. 

"Mel, sie dir diesen Nebel an, es ist viel zu gefährlich, man weiß ja nie," sagte er. Wir fuhren mit dem Van dicht zum Wald, damit man uns nicht sofort erkannte. "Ich halte die erste Wache," sagte ich und niemand hatte Einspruch dagegen. 

Ich sah einige Streuner die herumliefen und nach Fressen suchten. Schwer zu glauben das diese Biester mal menschen waren, genau wie ich und jeder andere. Wie konnte es nur soweit kommen? Ich hing meinen Gedanken nach, bis Dwight mich aus meinen Gedanken riss. "Hey, leg dich jetzt etwas hin, ich mach die nächste Wache," flüsterte er mir zu. "Ich bin nicht müde, Schlaf weiter," sagte ich zu ihm und lächelte ihn an. 

"Bist du dir sicher?" fragte er mich. Ich nickte nur und starrte wieder aus dem Fenster. 

Die Nacht verging, doch niemand hielt es für nötig aufzustehen. Ich beobachtete die Männer beim schlafen und musste dabei schmunzeln. "Guten morgen, AUFWACHEN," rief ich laut und jeder schreckte auf. "Was ist passiert?" fragte Dwight, der ziemlich verwirrt aussah. "Nichts, es ist am Morgen, ich wollte euch nur wecken," sagte ich und fing an zu lachen. "Und das kannst du nicht liebevoller machen?" fragte mich John und streckte sich ausgiebig. "Warst du die ganze Nacht munter?" fragte Daniel mich. "John, nein das kann ich nicht und ja Daniel war ich," antwortete ich. "Also können wir weiter?" fragte ich gut gelaunt, obwohl ich keinen Schlaf hatte fühlte ich mich total motiviert und top fit. 

Wir machten uns zuerst noch etwas frisch und fuhren dann wieder los und dieses mal ließen sie mich sogar ans Steuer. Wir kamen zu Mittag im Sanctuary an. "Scheiße, warst du mal Rennfahrerin?" fragte mich John, der sich am Türgriff festhielt. "Nein war ich nicht, scheiß dir nicht in die Hose du Pussy," sagte ich lachend. "Ich versuche es," meinte und und fing ebenfalls an zu lachen. 

Wir kamen am Tor an, dieses wurde auch gleich geöffnet, ich fuhr den Wagen hinein und sah Negan, der lächelnd beim Treppengelände stand. Er kam auf uns zu und wir stiegen aus, ich ging hinter zum Kofferraum und öffnete diesen. "Habt ihr alles gefunden?" fragte er in die Runde. "Sieht man doch oder?" fragte ich ihn und zeigte in den geöffneten Kofferraum. Negan sah  mich mit einem lächeln an. "Ladet das Zeug aus und verstaut es gleich," befahl er einer anderen Gruppe. Die Gruppe mit der ich auf Tour war löste sich auf, jeder wollte sich jetzt duschen gehen und etwas Schlaf nachholen. "Dir geht es Gott sei dank gut," sagte Negan schließlich zu mir, denn ich stand immer noch wie angewurzelt am gleichen Fleck und starrte löcher in die Luft. 

"Klar, ich habe dich überlebt, also wird mich eine Tour nicht umbringen," meinte ich und starrte immer noch in der Gegend herum. 

"Du hast nicht geschlafen oder?" fragte er mich und legte seinen Kopf zur Seite. "Nein, Schlaf wird überbewertet," meinte ich nur zu ihm. "Du solltest schlafen gehen Melody," sagte er wieder etwas strenger. Ich schüttelte nur meinen Kopf. "Nein, ich bin nicht müde," erwiderte ich darauf und sah ihn schließlich an. 



You're mine/ Negan FFWo Geschichten leben. Entdecke jetzt