Ich habe vergessen wie viele Kameras am Bahnhof im Kapitol stehen. Das Blitzlicht blendet uns, aber nach kurzer Zeit führen uns die Friedenswächter zum Hauptgebäude. Cato und ich wollten uns gerade auf sein Zimmer verkriechen, da kam Enobaria auf uns zu.
„Stop, stop, stop! Ich habe gerade die Nachricht bekommen, dass ihr gleich noch ein Interview habt. Also macht euch noch ein wenig frisch und dann geht's los." Ich mache ein mieses Gesicht.
„Komm Schatz. Du musst dich noch hübsch machen", er zwinkert mir zu.
„Und du nicht oder was?"
„Nein. Ich sehe immer gut aus." Er grinste.
„ Ja ne ist klar!" Er lachte.
„Macho", murmelte ich und ging auf mein Zimmer. Marian hat mir schon ein Kleid bereit gelegt. Diesmal kein schwarzes.
Es ist ein gelbes. Es ist echt hübsch. Meine 'C' kette behalte ich um. Im Licht funkelt sie, weil sie mit kleinen Diamanten besetzt ist. Muss echt teuer gewesen sein. Anstatt die High-Heels an zu ziehen die Marian mir bereitgestellt hat, ziehe ich gelbe Ballerinas an. Ich hab keine Lust um zu knicken und dann komisch hin zu fallen. Das Interview ist nicht vor Publikum, aber trotzdem würde es ziemlich schmerzhaft werden.
Ich gehe ins Speisezimmer. Dort ist schon der Tisch voll mit Essen bepackt. Es roch einfach nur köstlich. Ich nahm mir einen großen Teller voll mit Hähnchen, Bohnen, Kartoffeln und noch einigen anderen beilagen. Zu trinken gibt es Orangensaft. Da wird sich Cato aber freuen. Er saß schon am Tisch und haute richtig rein.
Man hat der einen Hunger. Aber da knurrt mein Magen und ich setzte mich schnell hin um zu essen. Enobaria und Brutus sitzen sich gegenüber und ich beobachte wie die beiden sich verliebte Blicke zu werfen. Ich grinse und schaue zu Cato der immer noch in sein Essen vertieft ist. Nach dem Essen gehe ich wieder in mein Zimmer und werde von meinem Vorbereitungsteam geschminkt.
Ich ließ es über mich ergehen ohne auch nur ein Wort zu sagen. Sie redeten die ganze Zeit davon wie im Kapitol über meine Schwangerschaft getratscht wird. Auch hier finden mich viele noch zu jung für ein Kind. Ich kann es ihnen nicht verübeln. Mein Vorbereitungsteam führt begleitet mich bis zum Fahrstuhl wo ich auf Cato treffe.
Ich erschrecke. Sein Anzug hat jetzt einen Rot Ton. Blut rot. Darunter hat er ein weißes Hemd und eine schwarze Krawatte. Ich zögere und gehe langsam auf ihn zu. Er sieht dass ich nicht gerade begeistert von der Farbe bin. Ihn scheint es anscheinend nicht zu stören. Wir steigen in den Fahrstuhl und im Erdgeschoss werden wir von zwei Friedenswächtern in einen Raum geführt wo das Interview stattfindet.
Caesar Flickermann wartet schon auf uns und er begrüßt uns. Wir setzen uns auf das Sofa das dort steht und Cato und ich uns hinsetzen sollen. Caesar sitzt in einem Sessel neben uns. Es ist hellblau und sehr weich. Cato legt seinen Arm um mich und ich schmiege mich näher an ihn heran. Die Kameras werden eingeschaltet und das Interview beginnt:
Caesar: „Hallo ihr zwei, willkommen zurück im Kapitol! Wie ich sehe bekommst du ein Baby!" Er schaut mich an.
Ich: „Ja, ich bin im 6 Monat."
Caesar: „Herzlichen Glückwunsch! Und es ist wohl nicht schwer zu erraten wer der Vater ist, hab ich recht?" Caesar zwinkert Cato zu.
Cato: „Ja ich bin der Vater. Und ich bin sehr stolz auf meine Clove."
Caesar: „Das habe ich mir gedacht. Erkläre uns, warum genau bist du stolz auf Clove?"
Cato: „Ich bin stolz auf sie, weil sie sehr jung ist und ein Baby zu bekommen nicht einfach ist. Wie sie das alles auf die Reihe bekommt ist bewundernswert." Er gibt mir einen Kuss auf die Stirn.
Ich: „Ich bekomme aber auch viel Unterstützung. Ohne Cato und meinen Bruder Luis wäre ich aufgeschmissen." Caesar nickt.
Caesar: „Und wie sieht es dann mit heiraten aus? Ich meine das erste Kind ist unterwegs, da kann man doch schon fast die Hochzeitsglocken Leuten hören nicht wahr?"
Oh man er hat wirklich mit diesem Thema angefangen. Ich spüre wie ich rot werde. Bevor ich was sagen kann unterbricht mich Cato.
Cato: „Clove hat sich da sicherlich noch nicht viele Gedanken drüber gemacht, aber ich schon."
Wenn er jetzt auf die Knie geht, dreh ich ihn den Hals um. Einen öffentlichen Heiratsantrag kann ich im Moment gar nicht gebrauchen!
Caesar: „Und was hast du dir für Gedanken gemacht?" Jetzt ist er richtig neugierig.
Cato: „Ich kann ohne Clove nicht leben. Das steht fest. Ich möchte mit ihr eine Familie gründen und immer für sie da sein. Ich liebe sie mehr als mein Leben."
Er schweigt einen Moment und den nutze ich und fange an zu sprechen.
Ich: „Ich habe mir auch viele Gedanken gemacht. Ich sehe es genauso wie Cato. Ich liebe ihn wirklich sehr und eine Familie gründen möchte ich nur mit ihm. Aber ich fühle mich noch nicht bereit um zu heiraten. Ich will abwarten wie das mit dem Kind klappt und danach... Ja danach kann man darüber nachdenken."
Es war still. Ich schaute Cato an und sah dass er enttäuscht ist. Er zeigt es nicht Doll doch ich kann es in seinen Augen sehen.
Caesar: „Das kann ich gut nachvollziehen Clove. Und Cato, bist du enttäuscht?"
Cato: „Ehrlich gesagt Caesar, Ja. Ja das bin ich. Sie hätte mir sagen können was sie denkt. Ich möchte sie nämlich am liebsten sofort heiraten."
Oh nein! Mit der Reaktion habe ich nicht gerechnet. Ich weiß dass er enttäuscht ist aber so... Ich ringe mit mir selbst. Was soll ich denn jetzt sagen?
Ich: „Ach Schatz... Wir haben doch noch genug Zeit um zu heiraten, irgendwann."
Ich murmelte es nur. Jetzt kam leben in Cato
Cato: „Nein, nicht irgendwann! Clove ich liebe dich. Nur dich. Ich will dich heiraten und das so schnell wie möglich."
Warum hat er es denn auf einmal so eilig? Dann geschah das, was ich unbedingt vermeiden wollte. Cato holt eine kleine Dose aus seiner Hosentasche und kniet sich vor mich hin. Er klappt die Dose auf und zum Vorschein kommt ein mit Diamanten besetzter goldener Ring. Ich schaute gequält drein. Caesar war begeistert, seine Augen funkeln. Cato nimmt meine Hand.
Cato: „Clove Shane, ich liebe dich mehr als alles andere. Ich werde dich vor allem beschützen und immer für dich da sein. Schatz ich liebe dich. Willst du mich heiraten?"
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Cato und Clove - Sieger der 74. Hungerspiele
FanfictionClove und Cato haben die 74. Hungerspiele gewonnen. Beide sind überglücklich, doch was in der Arena passiert ist, lässt sich nicht so leicht vergessen. Und meint es Cato wirklich ernst? Er hat ihr in der Arena eine gemeinsame Zukunft versprochen, do...
