Chapter 33

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Niall

Ich saß am Esstisch, mein Bruder, Greg saß mir gegenüber, seine Frau war zurzeit bei ihrer besten Freundin, Greg verbrachte wie ich auch einige Tage in unserem Elternhaus. Meine Mutter brachte gerade die Nudeln herein, als mein Vater sich schon die Lippen genüsslich leckte.

Ich war seit zwei Tagen hier, und konnte immer noch nicht richtig zur Ruhe kommen, wegen der ganzen Sache um Harry und Louis.

Mein Ellenbogen lag auf dem Tisch und ich ließ meinen schweren Kopf auf meiner Handfläche liegen, mein Blick schweifte an Greg vorbei zum Fenster. Die Sonne ging gerade unter. Ich fragte mich wie es Harry ging.

„Schatz?“ Fragte plötzlich meine Mutter die neben mir stand und mir Nudeln auf den Teller machte. „Hmm?“ Ich schreckte leicht auf. „Willst du noch mehr Nudeln?“ Ich starrte auf meinen Teller und schüttelte den Kopf. „Nein, Danke.“ Meine Mutter wusste, dass etwas nicht stimmte, ich hatte ihr schon ein bisschen etwas erzählt von dem was passiert war, aber sie wusste nicht warum ich hier war, und was der Plan von Modest war. Sie wusste nur, dass Harry einen schweren Unfall hatte, sich nicht richtig an Louis erinnern konnte, jetzt aber anfängt sein Gedächtnis wieder neu aufzubauen. Aber sein wir mal ehrlich…

Das war nur das kleinste Problem. Darum ging es schon gar nicht mehr. Es ging darum, Louis und Harry voneinander fernzuhalten und sie gegeneinander mit Hass auszuspielen.

Nachdem wir ein Tischgebet aufgesagt hatten und sich meine Familie dem Essen zugewendet hatte stocherte ich nur in den Nudeln herum. Ich hatte eigentlich keinen Hunger, und doch rebellierte mein Magen. Ich hörte ihn nach Nahrung schreien, aber mein Kopf war dagegen.

„Was ist mit dir, Liebling?“ Fragte meine Mutter plötzlich und ich schaute sie an. „Du verweigerst dein Essen immer nur wenn irgendetwas passiert ist…“ Ich schaute zu meiner Mutter und dann zu meinem Bruder. Gregs Blick traf auf meinen und ich sah wie er traurig wieder hinunter schaute. Er war mein großer Bruder, wir hatten uns lieb, und wenn es mir schlecht ging, ging es ihm auch schlecht, aber ich wusste, dass er sich nicht traute  mit mir zu reden. Irgendwas störte im Moment unsere Kommunikation. Vielleicht war es deshalb so, weil ich nun berühmt war, kaum noch Zeit für meine Familie hatte und immer weg war.

„Läuft zurzeit alles ein bisschen…“

Ich schaute wieder auf mein Essen, stocherte weiter. Ich versuchte ein passendes Wort für alles war passiert war zu finden. Eins, das nicht aggressiv klang, aber ich fand nichts anderes als.

„Beschissen.“

Mein Vater ließ seine Gabel auf den Teller fallen und schaute mich an. „Wegen Harry und Louis? Niall, das wird schon wieder. Harry wird sich wieder erinnern können.  Glaub mir, man vergisst jemanden den man von ganzem Herzen liebt nicht so einfach…“

Er lächelte, doch ich schüttelte den Kopf.

„Darum geht es schon gar nicht mehr.“ Meinte ich schnell und legte die Gabel nun hin. Ich strich leicht verzweifelt durch meine Haare und starrte auf die leicht flackernde Kerze in der Mitte des Tisches.

„Worum geht es denn dann?“ Fragte meine Mutter leise und alle schauten mich an, außer Greg.

„Louis hat eine Fake-Freundin bekommen, von Simon, sie wohnt jetzt mit Louis zusammen und soll ihn verführen. Das Management versucht alles um Louis und Harry auseinander zu bringen, sie versuchen, dass Louis Hetero wird, sie denken unser Ruf würde ruiniert werden, wenn in One Direction zwei Schwule wären. Aber dabei denkt keiner daran, was sie mit uns tun. Harry geht kaputt. Ich habe wirklich Angst um ihn. Ich habe Angst um Louis, dass er Harry vergisst. Ich habe Angst um Liam und Zayn, sie sind unter Kontrolle des Managements. Ich jedoch sehe nicht ein, dass das alles gerade passiert. Ich denke das ist falsch. Und ich bin nur hier bei euch, weil Simon findet ich könnte alles auffliegen lassen. Er denkt ich bin gefährlich für den Plan den er gerade versucht durchzuringen. Ich muss weggeschafft werden, und durch zwang wurde ich hier her gebracht.“

Es wurde leise und Greg starrte mich nun auch an.

„Also es ist nicht so, dass ich nicht zu euch will, ich vermiss euch. Aber ich habe das Gefühl ich bin noch der einzige der etwas dagegen tun kann, dass unsere Band auseinander fällt. Ich habe das Gefühl ich muss in London sein  und mit Louis sprechen. Oder zumindest irgendwie Harry erreichen.“

Es war still im Raum und ich fühlte mich so schlecht, weil ich es war der die Stimmung so gesenkt hatte.

„Warum rufst du Harry nicht an?“ Frate meine Mutter.

Ich schüttelte verzweifelt den Kopf.

„Keine Chance. Unsere Handys werden überwacht.“

„Scheiße.“ Hörte ich Greg flüstern. Ja. Scheiße. Verdammt scheiße.  Schrien meine Gedanken. „Du musst mit Harry reden!“ Sagte meine Mutter entschlossen und stand auf. „Was machst du?“ Fragte ich verwirrt. „Ich hole jetzt mein Handy, das wird ja wohl nicht überwacht, und damit rufst du jetzt sofort Harry an und sprichst mit ihm!“ Ihre Stimme wurde lauter. Sie war besorgt. Nicht sauer. Aber sie fühlte mit mir.

Sie drückte mir ihr Handy in die Hand und ich starrte sie an. „Ich kann nicht dasitzen und nichts tun, Niall, eure Freundschaft ist echt gefährdet und ich finde es so schade was gerade passiert, und ich habe wirklich das Gefühl jemand muss Harry oder Louis anrufen. Und wenn Zayn und Liam das nicht können, dann musst du das machen, Schatz.“

Ich lächelte leicht. „Danke.“ Flüsterte ich und sah ein kleines Fünkchen Hoffnung in meinen Händen. Ich lief aus dem Esszimmer und hörte wie meine Familie über das Drama diskutierte. Ich tippte Harrys Nummer ein und hielt dann das Handy an mein Ohr.

„Bitte nimm ab.“ Flüsterte ich nervös. 

TORN (Larry Stylinson FanFiction)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt