Drachenkuss

By Flying_Dragon123

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Jedes Jahr suchen sich die Drachen einen Menschen aus und niemand weiß wofür. Doch als Crystal ausgesucht wi... More

Thronsaal
Cobalt
Grün, Rot und Blau
Verboten
Wolken
Glut
Unverbrannt
Entflammt
Flammenspiel
Brennendes Gift
Vorbereitungen
Drachentanz I.
Drachentanz II.
Drachentanz III.
Drachen
Flammen
Feuer
Niedergebrannt
Nieder Gebrannt II.
Neu Entflammt
Brennen
Zerbrochen
Lodernde Flammen
Drachenkunde
Drachenkunde II.
Sonnenwende I.
Sonnenwende II.
Wie Feuer und Flamme
Alte Pflichten
Zähne und Klauen I.
Zähne und Klauen II.
Mondnächte
Drachentränen
Familie I.
Familie II.
Nähe
Familie III.
Ein Neues Zuhause I.
Fragen an die Charaktere
Bonus Kapitel 1: Blutmondnächte
Bonus Kapitel 2: Blutmondschein

Asche

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By Flying_Dragon123

Ich habe jetzt endlich ein Bild für Arion in seiner Menschengestalt gefunden! XD


Am späten Vormittag war ein Arzt zu ihm gekommen. Cobalt hatte seine Cousins aufgesucht und ihn somit mit dem fremden Drachen alleine gelassen.

,,Leg dich bitte auf das Bett und spreiz deine Beine. Am besten entspannst du dich.", hatte er gesagt und mit seiner Untersuchung begonnen.

Als er fertig gewesen war, hatte er seine Metallinstrumente, die Aussahen wie Folterinstrumente, gereinigt und verstaut.

Wortlos hatte er die Gemächer des Jungen verlassen. Der Arzt hatte ihm eine Salbe gegeben, die gegen die Schmerzen in seinem Unterleib helfen sollte.

Der Drache hatte ihm auch geraten die nächsten Tage im Bett zu bleiben, damit die Schmerzen schneller verschwanden.

Gelangweilt wälzte sich Crystal in den Laken herum. Er war erschöpft und müde, dennoch fand er keine Ruhe.

Er Arzt hatte ihm keine Antwort auf seine Frage gegeben.

Hatte es funktioniert oder brauchten sie noch weitere Versuche?

,,Soll ich die Vorhänge zumachen?", Bries Stimme war wie ein Licht in der Dunkelheit. Der Drache zog ohne auf eine Antwort zu warten die Vorhänge auf einer Seite zu.

,,Wie geht es dir?"

,,Es ging mir schon besser. Der Arzt war bereits hier und hat mich untersucht. Hat er vielleicht mit dir geredet? Er hat keine einzige meiner Fragen beantwortet."

,,Wo ist Cobalt?"

,,Bei seinen Cousins. Sie...haben etwas wichtiges zu besprechen."

Brie nickte leicht und ging dann in den Gemächern des Jungen umher.

,,Ist bei dir alles in Ordnung, Brie?"

Er schüttelte wegwerfend den Kopf. Ein wenig skeptisch legte Crystal seinen Kopf schief und hob eine Augenbraue.

,,Ich weiß doch, dass etwas nicht stimmt, Brie. Du bist sonst nie so...aufgebracht, sondern ruhig. Ist etwas passiert?", interessiert setzte sich der weißhaarige auf und verschränkte seine Arme vor der Brust.

,,Nicht direkt.", winkte Brie ab und setzte sich doch wieder auf das Bett.

,,Aber das muss jetzt warten. Der König hat eine Einladung an Lord Calon und Lady Morrgen geschickt. Sie werden in drei Tagen hier eintreffen. Cobalt hat seinen Vater darum gebeten, nachdem du ihn nach deinem Freund gefragt hast."

,,Ehrlich? Kommt Salomon denn auch mit?"

,,Aber sicher doch. Sie werden ihn doch nicht zurück lassen. Das wäre viel zu gefährlich für ihn und das Kind."

Kind?

Kind?

,,Welches Kind?!"

,,Du hast...es nicht gewusst? Der Ball der Lords und Ladys hat bereits an der Sonnenwende stattgefunden. Das war kurz nachdem du und Cobalt sie besucht habt. Es hat sofort am Tag des Balls geklappt, du kannst dir also vorstellen was der Lord sich nun darauf einbildet."

,,Geht es ihm gut? Salomon?"

,,Soweit ich weiß, geht es ihm gut. Du kannst dich in ein paar Tagen ja selbst davon überzeugen.", Brie schenkte ihm ein leichtes, aufmunterndes Lächeln.

,,Ich hoffe es.", murmelte Crystal leise.

Brie machte gerade seinen Mund auf u etwas zu erwidern, doch in diesem Moment stieß Cobalt die Türe auf, sodass sie gegen die Wand knallte, und stürmte herein.

Sein Blick fiel erst auf Brie und dann auf Crystal.

,,Weiß...er es?"

,,Das ist deine Aufgabe, nicht meine."

Cobalt nickte kaum merklich und kam näher.

,,Ich warte im Teesalon. Wenn ihr mich braucht... wisst ihr ja wo ihr mich findet.", der Drache mit den roten Flügeln stand auf und ging in den Salon, von Crystal genannt der Teeraum.

Der Prinz setzte sich ans Bett und faltete die Hände auf dem Schoß.

Abwartend, mit einer Vermutung, worum es ging, sah Crystal den Drachen an und streckte schließlich eine Hand aus, um dessen Flügel zu berühren.

Augenblicklich zuckten Cobalts Flügel und er wandte sich dem Jungen zu.

,,Hat der Arzt mit dir geredet? Ich habe ihn zwar einiges gefragt, aber nie eine Antwort bekommen. Muss ich noch viele solche Untersuchungen über mich ergehen lassen? Er fummelt immer an und teilweise auch in mir herum und ich bekomme nicht einmal eine Antwort auf meine Fragen. Außerdem ist es unfreundlich und grob.", ein sanftes Lächeln umspielte die Lippen des Menschen.

,,Es...es hat geklappt, Crystal. Du bekommst in 12 Monaten mein Kind.", es schien, als konnte Cobalt es selbst auch noch nicht glauben.

,,Wo..Woher weiß er das? Wie kann der Arzt so sicher sein?", der Prinz schüttelte sanft seinen Kopf.

,,Es ist dein Geruch. Du riecht mehr nach....mir. Der Arzt sollte nur nachsehen, ob bei dir alles in Ordnung ist."

,,Vielleicht rieche ich ja nach dir, weil wir uns letzte Nacht sehr, sehr, sehr nahe waren? Und wir sogar nebeneinander geschlafen haben?", ein Teil von Crystal wollte es nicht wahrhaben. Der Teil, wollte nicht, nur ein Jahr noch in Cobalts Nähe sein. Er wollte dort bleiben.

,,Ich...Ich kann dir das nicht richtig erklären. Drachen merken und riechen es, wenn ihr Partner trächtig ist....das ist mir schon heute Morgen beim Frühstück aufgefallen...ich rieche praktisch dass sich dein Körper verändert und das da drinnen, ein Teil von mir beginnt zu wachsen. Für Menschen ist das unverständlich und merkwürdig, aber für uns Drachen...normal. Brie hat es auch gemerkt, deshalb war er ja so...anders. Du bist schwanger, Crystal."

Nach den Worten des Drachen, hatte der Junge erst einmal einige Momente benötigt, um deren Bedeutung zu realisieren.

Cobalt hatte ihn ein wenig besorgt angesehen und ihm eine Tasse Tee gebracht, warum auch immer der Drache glaubte, das würde helfen.

,,Kommen daher die Schmerzen?"

,,Unter anderem. Meinetwegen und wegen dem Kind. Ich würde dir ja sagen, dass sie besser werden, aber dann würde ich dich belügen. In den nächsten Tagen, werden sie schlimmer, bis dein Körper schließlich mit den Veränderungen fertig ist. Du musst die nächsten Tage im Bett bleiben. Dein Körper wird deine ganze Kraft benötigen.", der Prinz strich ihm eine weiße Strähne aus dem Gesicht.

,,Dann beginnt die Zeit jetzt abzulaufen, oder? Ein Jahr noch und ich seh dich nie wieder. Dann hast du dein Kind und ich komme in dieses Heim."

Der Drache schluckte und sein Gesicht nahm den Ausdruck an, als hätte er das ganz vergessen.

,,Nicht, wenn ich das nicht will. Und wenn du das auch nicht willst. Ich werde dich nicht zwingen zu bleiben.", diese Worte kosteten den Drachenprinzen offensichtlich eine große Menge an Überwindung.

,,Versprochen?"

,,Versprochen."

Am nächsten Tag, waren die Schmerzen bereits so stark, dass sich der Junge kaum noch bewegen wollte. Der Drachenprinz brachte ihm Frühstück und fütterte ihn teils sogar damit. Er las ihm sogar aus einem der beiden Bücher vor, die Crystal aus der Bibliothek entwendet hatte vor.

In der Nacht, wachte Crystal durch die stechenden Schmerzen in seinem Unterleib schweißnass auf und fand keinen Schlaf mehr.

Er rollte sich zusammen, zu eine Häufchen Elend und versuchte möglichst leise zu sein. Cobalt wurde jedoch trotzdem wach und anstatt ihm zu sagen er solle leise sein, oder sich gar nicht darum zu kümmern, nahm der Prinz ihn in seine Arme und setzte sich auf.

Er versuchte dem Jungen zu helfen, ihn zu beruhigen und lehnte sich, so weit wie es seine Flügel zu ließen, zurück, damit Crystal auf seiner Brust liegen konnte.

Der Drache deckte sich und den Jungen mit der Bettdecke zu und versuchte mit seinen Flügeln eine möglichst angenehme Position zu finden. Möglichst ohne sich viel zu bewegen, denn der weißhaarige hatte es geschafft wieder einzuschlafen.

Als Crystal das nächste Mal wach wurde, war die Sonne gerade dabei aufzugehen. Die Schmerzen waren wie weggefegt.

Er setzte sich vorsichtig auf, er hatte bemerkt, dass er nicht auf der Matratze lag, sondern auf dem Prinzen, und rollte sich von Cobalt herunter.

Augenblicklich rollte sich der Drache, ächzend auf den Bauch und streckte seine Flügel aus. Gähnend verließ Crystal das warme Bett und schlüpfte schnell in den Morgenmantel. Er zog die Vorhänge auf und blickte auf einen verschneiten Hof.

Es schneite und der Winter war gekommen.

Als auch Cobalt wach wurde, sie beide gebadet hatten, natürlich getrennt auch wenn sich der Prinz weigerte, ihn auch nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen, war Brie und ein weiterer Drache gekommen, der sie eingekleidet hatte.

Crystal wunderte sich, dass er für ein Frühstück bereits Kleidung trug, die aussah, als sei sie für ein Fest.

Seine Kleidung war meerblau, mit silbernen Mustern verziert und ähnlich geschnitten, wie das Gewand, das er auf dem Ball getragen hatte, nur viel lockerer.

Cobalt trug dieselben Farben.

,,Warum sind wir für das Frühstück so formell eingekleidet?"

,,Weil die anderen Könige und Menschenjungen auch da sein werden. Sie essen mit uns gemeinsam.", Cobalt sah Brie und dem anderen Drachen, dessen Name Fenrys war, nach und wartete bis sie die Türe hinter sich geschlossen hatten.

,,Wir haben einen Plan ausgeübt für Eliah. Mein Vater weiß auch schon Bescheid. Er hat es zwar nicht gut geheißen, aber er will Circus eins auswischen. Aspen und Azriel kümmern sich darum, dass er das Gift zu sich nimmt. Arion wird ihn dann in den Katakomben in Gewahrsam nehmen und in ein Zimmer bringen. Verlass dich auf uns."

Cobalt führte ihn nicht zum Speisesaal, mit der Begründung, dass dieser viel zu klein war, um alle unterzubringen.

Es gab einen zweiten Speisesaal. Oder besser gesagt, eine Speisehalle. Als sie eintraten wurde es still in der Halle. Eine riesengroße Tafel stand in der Mitten der Halle. Daneben zwei kleinere, die etwa halb so groß waren. Dort saßen die Menschenjungen.

,,Ist das immer so aufgeteilt?"

,,An den Tagen, an denen alle Drachen hier Platz finden müssen schon.", Cobalt brachte Crystal zu einem der Tischen, an dem die Menschen saßen. Sie alle sahen auf und keiner gab einen Ton von sich.

,,Wenn du mich brauchst, dann teil es mir mit. So wie ich damals als Drache mit dir gesprochen habe.", der Drache strich kaum merklich über den Unterleib des Jungen, bevor er sich umdrehte und zu der Tafel ging.

Tamren saß neben ihm, er wirkte müde und ein wenig ausgezehrt. Gegenüber von Crystal saß Loren und neben ihm Eliah, der aussah, als wäre er kurz davor von den Knochen zu fallen.

Seine Wangen waren eingefallen, seine Haut ungesund weiß und seine beiden Schlüsselbeine standen grausig hervor.

Wenn ihm niemand half würde er sterben.

Er stocherte nur in seinem Essen herum und sah sich hin und wieder beinahe schon panisch um. Als hätte er Angst, Circus würde ihn beobachten.

,,Du musst essen. Ansonsten, können wir dir nicht helfen.", Eliah sah auf, als Tam zu ihm sprach und er wirkte verwundert, begann jedoch zu essen.

,,Du bist uns abgegangen in den letzten beiden Tagen.", meinte der rothaarige plötzlich und Loren nickte leicht. Er stellte die Schüssel mit Früchten und Joghurt auf das Tablett von Eliah, der ihm leise etwas zu murmelte.

Loren grinste.

,,Es hat funktioniert..."

,,Du trägst das Kind des Prinzen in dir.", stellte Loren trocken fest, woraufhin Crystal leicht nickte.

,,Ich auch...seit gestern.", die drei sahen überrascht und erschrocken zu Eliah.

,,Circus war aufgebracht, dass es nicht sofort geklappt hat. In der Nacht des Balls meine ich. Er hat mich nicht einmal in Ruhe gelassen.", Tam verzog sein Gesicht und warf einen finsteren Blick auf die Tafel.

,,Hast du keine Schmerzen?", wollte Crystal wissen und schluckte den Kloß in seinem Hals herunter.

,,Hatte ich, aber einer der Drachen, der, der immer bei dir ist, hat mir etwas gebracht, damit ich nichts davon spüre."

,,Brie?"

,,Ja. Ich denke das ist er."

,,Weiß Circus davon?", Loren trank einen Schluck Tee und Tamren reichte einem der Jungen eine Schale.

,,Davon, dass Brie mir etwas gegeben hat? Nein. Brie hat mich darum gebeten ihm nichts zu sagen. Könnt ihr das für euch behalten? Ich will nicht, dass er meinetwegen Ärger bekommt.", Eliah hob zittrig die Tasse und nippte an dem Tee.

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