Casanova ✓

By lovememoriess

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Edon Parker ist so ziemlich das, was die meisten unter dem Wort Casanova verstehen. Er ist gutaussehend, arro... More

Prolog
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11 (Edon's Sicht)
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16 (Edon's Sicht)
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20 (Edon's Sicht)
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24 (Edon's Sicht)
Kapitel 25
Kapitel 26
Kapitel 27
Kapitel 28
Kapitel 29
Kapitel 30 (Edon's Sicht)
Kapitel 31
Kapitel 32
Kapitel 33
Kapitel 34
Kapitel 35 (Edon's Sicht)
Kapitel 36
Kapitel 37
Kapitel 38
Kapitel 39
Kapitel 40 (Edon's Sicht)
Kapitel 41 (Edon's Sicht)
Kapitel 42
Kapitel 43
Kapitel 44
Kapitel 45
Kapitel 46 (Edon's Sicht)
Kapitel 47
Kapitel 48
Kapitel 49 (Edon's Sicht)
Kapitel 50
Kapitel 51 (Edon's Sicht)
Kapitel 52
Kapitel 53
Kapitel 54
Kapitel 55 (Edon's Sicht)
Kapitel 56
Kapitel 57
Kapitel 58
Kapitel 59
Kapitel 60 (Edon's Sicht)
Kapitel 61
Kapitel 62
Kapitel 63
Kapitel 64
Kapitel 65
Kapitel 66 (Edon's Sicht)
Kapitel 67
Kapitel 68
Kapitel 69 (Edon's Sicht)
Epilog
to bad at goodbyes

Kapitel 21

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By lovememoriess


| Ariana |

Dean Lewis - Waves

Wir schlendern nun schon seit guten zwei Stunden durchs Einkaufszentrum und laufen von einem Laden zum nächsten. Edon hat mich jedes einzelne Mal dazu überredet, irgendwelche Anziehsachen anzuprobieren, die er dann mit Punkten bewertet hat. So kommt es auch dazu, dass ich zwei Tüten mit Klamotten ausbeuten konnte. Diese trägt Edon gerade, während wir uns auf den Weg zu einer Eisdiele machen, die hier in der Nähe sein müsste.

Die Sonne scheint auf uns herab, während wir die überfüllten Straßen entlang laufen und ich muss zugeben, dass meine Zuneigung für Edon jetzt gerade - in genau diesem Moment - zu wachsen scheint. Und glaubt mir, bis heute Morgen hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass es da mehr Platz nach oben gibt.

Doch die Tatsache, dass Edon die ganze Zeit über versucht mich auf andere Gedanken zu bringen, indem er Witze reißt, mir Klamotten kauft und so tut als würde ihm das Ganze hier wirklich Spaß machen, ist zu schön um wahr zu sein. Vielleicht macht es ihm letztendlich tatsächlich Spaß, doch ich bin mir ziemlich sicher, dass es ihn viel Überwindung gekostet hat, sich selbst dazu zubringen, zusammen mit mir in all diese Läden zu spazieren.

Und wenn ich ehrlich sein soll, rechne ich ihm das ziemlich hoch an.

»Über was denkst du nach?«

Mein Kopf schnellt zur Seite und ich starre Edon einige Sekunden lang einfach nur an. Panik macht sich in mir breit, denn plötzlich wird mir wieder klar, was ich hier gerade überhaupt tue. Ich schwänze die Schule, mit genau dem Jungen, von dem ich mich eigentlich fern halten wollte.

Was um alles in der Welt tue ich hier?

Ich schnappe überfordert nach Luft. »Edon, ich denke.. dass alles war keine gute Idee. Wir hätten das nicht tun dürfen.«

Sobald ich die Wörter ausgesprochen habe, huscht so etwas wie Enttäuschung über sein Gesicht. Seine Schultern sacken kaum merklich zusammen und mit einem Mal erkenne ich die Verzweiflung in seinem Blick deutlicher. »War es so schlimm?«

Entsetzt reiße ich die Augen auf. »Was? Nein, oh Gott, nein - natürlich nicht! Ich meinte das doch nicht so! Die ganze Idee ist mehr als nur süß und ich kann nicht glauben, dass du das alles für mich tust und genauso wenig verstehe ich, womit ich das verdient habe, aber es ist dennoch falsch. Wenn der Direktor erfährt, dass du nochmal schwänzt, wirst du verdammt viel Ärger bekommen. Und das wäre dann meine..-«

»Ariana, wir hatten das Thema doch schon durch. Es wird schon alles gut gehen. Und wenn nicht, dann werde ich wohl oder übel dafür blechen müssen. Ist mir um ehrlich zu sein ziemlich egal.«, unterbricht mich Edon, während er mir ernst in die Augen sieht.

Ich schlucke merklich. »Ich weiß nicht..-«

Ich werde abermals unterbrochen, dieses Mal jedoch nicht von Edon, sondern von einer besonders hohen Stimme, die seinen Namen ruft.

Ich wirble herum und erkenne ein mir unbekanntes Mädchen, dass auf uns zukommt. Edon ist ein bisschen langsamer als ich, denn es dauert eine ganze Weile, bis sein Blick ebenfalls beim Mädchen angekommen ist, dass genau in diesem Moment vor uns zum stehen kommt.

Ihre blauen Augen sind auf Edon gerichtet und ich bin kurz sprachlos, da sie echt hübsch ist. Mit ihren langen blonden Haaren, den hellen Augen und diesem Traumkörper, könnte sie glatt als Model durchgehen. »Echt cool dich hier zu sehen! Wir haben so lange nichts mehr gemacht... Warum hast du dich nicht gemeldet?«

Ich starre sie noch eine Weile an, ehe ich zu Edon schiele, der sich am Hinterkopf kratzt und ihrem Blick ausweicht. Er scheint sich nicht besonders wohl zu fühlen und glaubt mir, mir geht es nicht besser. Denn mir wird immer bewusster, dass dieses Mädchen eine von den vielen Bekanntschaften ist, die Edon so oft macht. Und das lässt mich alles andere als kalt.

Edon seufzt. »Ich.. ich weiß nicht was du meinst, Lindsey.«

Das Mädchen, dass sich als Lindsey herausgestellt hat, verzieht kurz das Gesicht. »Wie du weißt nicht? Bei unserem letzten Treffen hast du mir versprochen, dich bei mir zu melden, aber du hast es nicht getan.«

Edon scheint verzweifelt, da er sich wiederholt durch die Haare fährt. »Achso... du.. - ich konnte nicht. Tut mir wirklich leid.«

»Wieso?«, schießt sie sofort zurück und scheint mit einem Mal ihre Maske fallen zu lassen. Wow, ganz ruhig Blondie.

Edon überlegt angestrengt, während er seinen Blick durch die Gegend schweifen lässt. Als er bei mir hängenbleibt weiten sich seine Augen kurz und ich spüre ehe ich mich versehe einen warmen Arm um meine Hüfte. »Weil ich eine Freundin habe.«, kommt es urplötzlich von Edon.

Mein Herz bleibt in meiner Brust stehen.

Was?

Lindsey schaut nun zum ersten Mal zu mir und ich habe Angst, zu Stein zu verwandeln. Nein wirklich, ihr Blick ist düster und ich kann etwas so böses darin lodern sehen, dass ich kurz Angst um mein Leben habe.

»Freundin?«, wiederholt sie ungläubig und sieht dann zu Edon's Arm hinunter, den er immer noch locker um meine Hüfte geschlungen hält.

Edon nickt, ohne mich dabei anzusehen. Denn er liefert sich nun ein Blickduell mit Lindsey, die von seinen Worten alles andere als erfreut ist. Ganz im Gegensatz zu mir. Ich weiß genau, dass er das alles nur spielt, um sie loszuwerden, doch ich habe schon mein ganzes Leben lang davon geträumt, diese Worte aus Edon's Mund zu hören. Das ich seine Freundin bin. Doch ich hätte mir nie ausmalen können, sie in so einem Zusammenhang zuhören zu bekommen.

»Hast du ein Problem damit?«, kommt es von Edon, der mich aus meinen Gedanken reißt.

Lindsey zuckt bei seinem Tonfall kaum merklich zusammen und schüttelt dann nachdem sie sich gesammelt hat schwach den Kopf. »Nein, wieso sollte ich? Es überrascht mich nur. Ich... ich hätte nicht damit gerechnet, dass du der Typ für eine Freundin bist..«

Edon's Augenbrauen schießen zusammen. »Und wieso nicht?«

»I-ich hätte einfach nicht gedacht, dass du der Typ für... sowas wärst.«, stammelt sie unbeholfen und ich kann nicht anders, als zu schlucken. Denn mit einem Mal tut sie mir unglaublich leid.

»Tja, du scheinst mich einfach nicht gut genug zu kennen.«, antwortet er unbeeindruckt und verstärkt den Griff um mich. Mein Herz fängt wiederwillig an schneller zu schlagen und meine Knie werden weich, obwohl ich das nicht will. Denn ich bin sauer auf Edon. Ich bin sauer auf ihn, weil er das arme Mädchen quält und mich gleich mit, auch, wenn ihm das nicht bewusst ist.

Lindsey presst ihre Lippen zusammen. »Äh.. i-ich muss dann mal los. Wir sehn uns. Es war schön, dich kennenzulernen.« Mit diesen Worten und einem letzten hoffnungsvollen Blick zu Edon, schlägt sie die Richtung ein, aus die sie gekommen ist und lässt uns mitten im Getümmel zurück.

Sobald sie komplett außer Reichweite ist, höre ich Edon neben mir seufzen. »Wow, dass war wirklich anstrengend.«

Ungläubig sehe ich zu ihm auf. »Ist das dein Ernst?«

Er öffnet irritiert den Mund. »Was?«

»Das was du gerade abgezogen hast war einfach nur scheiße! Hast du nicht gesehen, wie du sie verletzt hast? Dass.. ich kann das einfach nicht glauben!« Zum Ende hin werde ich immer lauter, doch das interessiert mich recht wenig.

Genauso wenig wie es mich interessiert, dass einige Menschen um uns herum verwirrt zu mir schielen, oder aber kurz in der Bewegung innehalten. Sie haben sicherlich Angst, dass ich Edon gleich an die Gurgel springe, was ich um ehrlich zu sein nicht ganz so abwegig finde. Denn ich bin verdammt sauer. Natürlich nicht nur wegen dem Mädchen, sondern einfach nur, weil er mich wütend macht. Er benutzt mich als seine Tarnung und denkt dabei nicht daran, wie ich mich dabei fühle.

»Was hast du jetzt auf einmal?« Edon sieht ziemlich verwirrt aus. Seine Augen mustern aufmerksam mein Gesicht. Er scheint eine Antwort auf seine Frage zu suchen, doch ich setzte mein bestes Pockerface auf.

»Nichts. Ich schätze es wäre besser, wenn wir wieder zurück fahren.«, sage ich dann nachdem ich mich gesammelt habe.

Edon bleibt einige Sekunden still und sieht mich einfach nur an, ehe er seufzt und nickt. »Was auch immer ich falsch gemacht habe... Es tut mir leid, Ari.«

Mir wird widerwillig warm ums Herz. Edon ist ein Meister, wenn es darum geht, Mädchen um den Finger zu wickeln. Es braucht nur einen Blick aus seinen Gold-braunen Augen oder ein Lächeln, und man ist ihm wieder vollkommen verfallen.

»Könn.. können wir einfach nach Hause fahren? Ich bin einwenig müde.«, hake ich dann leise nach und halte meinen Blick gesenkt, da mir bewusst ist, dass ich keine weitere Sekunde in sein Gesicht sehen könnte, ohne komplett zusammenzubrechen.

Warum?

Warum muss ich ihn so sehr lieben?

Warum muss das alles so grausam sein?

Ich spüre eine schwache Berührung an meiner Schulter, doch ich schüttle Edon's Hand sofort ab. Ich muss auf Abstand gehen. Sonst wird es mich zerstören.

»Gut, ich fahr dich nach Hause.«

Ich atme erleichtert aus und folge ihm dann zurück zu seinem Wagen. Dabei denke ich darüber nach, wie ich weiter vorgehen kann. Denn mir ist bewusst, dass es ein langer und schmerzhafter Weg wird, bis ich über Edon hinweg bin. Oder aber auch nur mein Herz davon überzeuge, dass es keine Hoffnung für uns beide gibt.


A/N:

Guten Mittag ihr da draußen.🙌🏼

Ich melde mich mal wieder, weil ich heute frei hatte und ich es endlich geschafft habe, dieses Kapitel zu Ende zu schreiben.❤️

Ach und wie fandet ihr das Kapitel?

Wir lesen uns, Kinnas.
xoxo

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