Kapitel 31 ~ "Ich muss los"

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Hallo,
Wie ihr vielleicht bemerkt habt, habe ich mir vorgenommen ab jetzt jede Woche am Montag zu updaten, damit hier mal ein wenig Regelmäßigkeit reinkommt :)
Hoffe euch gefällt das neue Kapitel
LG eure Jackiiiee :D

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ALEC

Während des Kampfes war alles so schnell gegangen. Ich hatte überhaupt nichts tun können, außer dumm herumstehen und zuschauen. Gut, dass ich jetzt inoffiziell ein Halbgott und kein Satyr mehr war. Als Beschützer wäre es meine Aufgabe gewesen, Cat zu beschützen und in diesem Fall hätte ich vollkommen versagt.

Kraftlos sank Cat zu Boden. Vermutlich hatte sie sich selbst ihre letzte Kraft ausgesaugt. Hinzu kam die Wunde an ihrem Arm, die stark blutete und die sie sehr schwächte.

Aber Aiden war schon wieder aufgestanden und humpelte mit schmerzverzerrtem Gesicht auf Cat zu. Er hatte das Schwert über seinen Kopf erhoben.

Da machte plötzlich in meinem Kopf etwas klick und ich rannte ohne nachzudenken auf Aiden zu. Ich wusste, dass er Cat sonst umgebracht hätte, aber ich verstand immer noch nicht, wieso er plötzlich gegen uns und vor allem gegen Cat war.

Mit lautem Gebrüll warf ich mich auf Aiden und brachte ihn zu Fall. Ich hatte kein Schwert, also drosch ich mit den Fäusten auf ihn ein. Ich traf sein Auge, das fast auf der Stelle blau anlief. Doch Aiden ignorierte den Schmerz und ich sah aus dem Augenwinkel, wie er seinen Arm mit dem Schwert hob. Zu spät verstand ich, was er vorhatte. Sein Schwert traf mich in die Seite und ich zuckte zusammen, als der Schmerz durch meine Nervenbahnen schoss. Schnell presste ich meine Hand auf die Wunde, damit nicht zu viel Blut herausfloss. Aiden holte bereits ein weiteres Mal mit seinem Schwert aus, obwohl ich immer noch mit meinem gesamten Körpergewicht auf ihm saß.

Da kam plötzlich Dennis von der Seite und trat ihm das Schwert aus der Hand, das mal wieder quer durch den Raum flog. Mit meiner freien Hand hielt ich Aidens Schwertarm fest, Dennis packte seinen anderen Arm.

Ich beugte mich zu Aiden herunter und funkelte hasserfüllt ihn an. "So, jetzt sag mir, was das sollte! ich dachte du wärst auf unserer Seite!"

"Tja, das bin ich wohl nicht", sagte er mit mit einem eiskalten Blick, der die Sonne gefrieren lassen könnte.

"Und wieso das Ganze?", schrie ich ihn an. Am liebsten hätte ich ihn erwürgt.

"Tja...", er zog eine Augenbraue spöttisch hoch, "das wirst du wohl nie erfahren. Ich muss los..."

"Du musst los?", ich lachte auf. Wie wollte er aus dieser Lage fliehen?  "Dennis und ich halten dich hier fest und ich glaube nicht, dass wir dich so schnell gehen lassen, Verräter!"

"Ich muss los...", sagte Aiden noch einmal. Plötzlich schienen seine Konturen zu verschwimmen. Ich versuchte ihn noch fester zu packen, aber ich konnte nicht. Ich griff ins Leere. Aiden war verschwunden.

"Was war das denn?", fragte Dennis genau so verwirrt wie ich mich fühlte.

Plötzlich fiel mir Cat wieder ein. Ich sprang auf und drehte mich zu ihr um. Erleichtert sah ich, wie Lexi sich um ihre Wunde kümmerte. Mein Rucksack lag geöffnet daneben. Wahrscheinlich hatte sie darin das Verbandszeug gefunden mit dem sie Cat verarztete.
Die Tür zur Herrentoilette schwang auf und zwei unbekannte Mädchen betraten den Raum.
Das eine Mädchen hatte stechend türkisblauen Augen und brustlanges blondes gewelltes Haar. Sie war wirklich hübsch...
Das andere Mädchen hatte toffiebraune Haare und grüne Augen. Ihre Kleidung war ausschließlich in schwarz und rot gehalten.
"Syrena? Was machst du denn hier?", fragte Dennis überrascht und sah das erste Mädchen an, "Nur Eden sollte uns begleiten!" Jetzt klangen seine Worte streng.
Doch das Mädchen schien nicht im Geringsten eingeschüchtert. "Ich dachte, ihr könntet vielleicht ein wenig Hilfe gebrauchen", sagte sie und lächelte frech.
"Hat dein Kohortenführer dich hierher geschickt?", fragte Lexi.
"Nein", das Mädchen, das sie Syrena genannt hatten Strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
"Aber...", setzte Dennis an, aber das zweite Mädchen (Eden hieß sie glaube ich) unterbrach ihn.
"Wir sind spät dran", sagte sie mit einem Blick auf die Uhr, "unser Flieger geht in einer halben Stunde. Und den wollen wir doch nicht verpassen... oder?"

Half-Blood Diaries (Percy Jackson) [ABGESCHLOSSEN]Where stories live. Discover now