Mein Leben war schon immer unspektakulär. Ich ging zur Schule, kam wieder nach Hause und schlief. Tag für Tag, der gleiche Ablauf. So wie auch heute, nur mit dem Unterschied, dass ich verschlafen hatte. Zu lange hatte ich gestern noch Musikvideos meiner Lieblings-Band geschaut und war so zu spät schlafen gegangen.
Eilig schlüpfte ich in meine Schuluniform, beeilte mich, wollte unter keinen Umständen zu spät kommen und mich so irgendwelchen komischen Blicken meiner Mitschüler stellen.
Ich mochte Menschen nämlich nicht besonders. Ich hasste sie nicht, aber ich brauchte sie auch nicht. Ich konnte und wollte lieber ohne sie leben, als wieder und wieder enttäuscht zu werden. So hatte ich mich damals entschieden und so würde es auch bleiben.
Damals war ich naiv, viel zu redselig, viel zu offen und das brach mir mein Genick. Ich hatte zuvor noch nie Neid erfahren, aber als der Punkt kam und meine Freunde mich wegen meiner guten Noten sogar verspotteten, verlor ich immer mehr das Vertrauen in sie.
Sie trieben es schließlich auf die Spitze, als ich in der Mittelstufe war. Auch wenn sie keine Freunde mehr waren, trafen mich ihre Hetzereien immer wieder. Sie machten sich mittlerweile nicht nur über meine Noten lustig... Nein, auch meine geringe Oberweite war zum Gesprächsthema Nummer eins geworden.
Ich fühlte mich unwohl in der Zeit, auf mein äußerliches begrenzt. Täglich hatte ich Bauchschmerzen, wenn ich daran dachte, wieder in die Schule zu müssen. Das Endresultat war, dass ich mich mehr und mehr verschlossen hatte. Eine Eigenschaft, welche mich nun nicht mehr verlassen wollte.
Auch wenn die schlimme Zeit in der Mittelstufe vorbei war.
Irgendwie fühlte es sich so an, als hätte mein Körper einfach für sich entschieden, was am besten für ihn war. Unbewusst machte ich mich so zu einem gleichgültigen Monster. Doch mein Herz wurde nicht erneut gebrochen. Glück im Unglück also?
Meine Einstellung war zwar hart, negativ aber in dem Moment purer Realismus.
„Ich bin jetzt weg, Mama!" rief ich meiner Mutter schließlich zu, ehe sich meine schlanke, zierliche Figur leise aus der Haustür drückte. Ein frischer Windzug wehte mir draußen sofort ins Gesicht, fegte meinen mittlerweile viel zu langen Pony zur Seite. „Ganz schön frisch", musste ich feststellen und strich meine Haare glatt, ehe ich meine Kopfhörer in die Ohren steckte und mich auf den Weg zur Schule machte. Diese war, wie vieles anderes aus, mir egal geworden.
Es grenzte ganz und allein an ein Wunder, dass ich noch immer gute Noten schrieb, was vielleicht auch meine Rettung war.
Meine Mutter, welche zwar viel zu tun hatte, trotzdem sehr liebevoll war, würde ja sonst mitbekommen, dass irgendetwas mit ihrer Tochter nicht stimmte. Vor solch einer Konfrontation fürchtete ich mich wahrscheinlich mit am meisten.
Denn auch, wenn viele Menschen mir gleichgültig waren, so gehörte meine Mutter nicht dazu. Sie war einfach der Sonnenschein, der wenigstens etwas Licht in meine dunkle Welt brachte. Etwas in mir wollte sie noch immer stolz machen.
Schließlich kam ich an der Schule an. Es gab wie zu oft einen riesigen Trubel, welchen ich nur gedämpft durch meine Kopfhörer wahrnahm. Mädchen fielen sich gegenseitig um den Hals, begrüßten sich so. Einige Jungs standen wieder an der Seite, „checkten" die gutaussehenden, reiferen Mädchen ab.
Es war fast wie jeden Morgen, es fehlte nur-
„Da ist er! Park Jimin!", hörte ich nun eines dieser verrückten Fangirls neben mir kreischen, viel zu laut, trotz der Dauerbeschallung meiner Ohren.
Sichtlich zuckte ich zusammen, doch das störte sie nicht. Sie stürmten einfach alle an mir vorbei und belagerten den Schulprinzen, Park Jimin. Ich wusste nicht viel von ihm, eigentlich nur das was alle wussten und was man halt so mitbekam, wenn man dieselbe Klasse besuchte.
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Between love and obstacles
FanfictionPark Jimin ist der größte Mädchenschwarm auf der Highschool. Er ist gutaussehend, höflich, schlau und zuvorkommend, alles Eigenschaften, welche dafür sorgen, dass Mädchen sich sofort in ihn verlieben. Eine ist da allerdings anders: Min Yeonmi. Sie i...
