Augenverdrehend kneife ich meine von der Sonne geblendeten Augen zu. Wieso muss ich auch so früh raus? Mit zügigen Schritten gehe ich auf dem gepflasterten Gehweg und schließe laut ausatmend meine Hand fester um die orangene Tüte, welche ich fest umschlossen halte. Es ist verdammt noch mal Fünf Uhr morgens und hier stehe ich, mitten in der Stadt. Zahnpasta, Lasagne, Toffifee und eine Jogginghose schleppe ich mit mir. Der saure Geschmack des Bonbons verbreitet sich in meinem Mund und ich verziehe mein Gesicht und dabei fliegt mir der Wind auch entgegen und genervt versuche ich ihm standzuhalten. Ich höre Vögel zwitschern und der Wind pfeift in meinen von der Kälte geschundenen Ohren. Der Wind wird stärker und so passiert es, dass meine Tüte so stark vom Wind weggeblast wird, dass meine Jogginghose mitsamt Zahnpasta durch die Luft flog. „Was ein shit", murmele ich mir zu während ich hoch springe, um mich nach meinen verlorenen Gegenständen zu strecken. Meine längeren Haare verdeckten meine Augen, so fällt es mir schwer zu sehen, deswegen komme ich auch nur ansatzweise an die Zahnpasta heran. Schlüsselwort ansatzweise. Durch meine Wut verschätze ich mich an meiner Kraft und der grüne Zahnpastadeckel rollt über den Boden und die ganze Masse verteilt sich auf meine neuergatterten Jogginghose. Einen Moment stehe ich einfach nur da und atme. Ist das wirklich passiert? Sowas kann auch nur ich auf die Reihe kriegen. Ich bin so kurz davor, meinen Kopf gegen diese Mauer zu schlagen. Ich lasse es bleiben und schließe meine Augen während ich mich einfach nach hinten fallen lasse und mich somit auf den Boden lege. Dabei übersehe ich anscheinend den kleinen Fast- Food- Wagong und stoße mir meinen Kopf. "Ah fuck!" Ziehender Schmerz breitet sich auf meinem Kopf aus und mir wird schwummrig. Ich stöhne laut fluchend auf während ich wütend hinter mich schaue wobei ich mir auch noch den Ellenbogen anstoße. Ich sehe in den Morgenhimmel der bislang von Wolken verdeckt ist, aber langsam finden fröhliche Farben dort Platz. Okay, entweder bleibe auf dieser hässlichen Welt oder ich töte mich einfach. Wow, das ist ja die Qual der Wahl. Als ich mich wieder in meinen Gedankengängen verlieren will, öffnet sich das Fenster des Wagongs und ich höre eine hohe Stimme rufen: „Hey, Hyung", er zog das Hyung nervend lang, „Ich glaub' diese elende Katze ist wieder gegen die Tür gesprungen! Hold up, ich brat sie jetzt." Eine panische Stimme meldet sich. „Nein, du kleine Hoe, machst das nicht und wenn ich dir deine mini pini Zehen abschneiden und in deinen ass stecken muss." Die sind doch durch im Kopf. Ich will nur noch weg. Aber die Zeit ist nicht auf meiner Seite und ein Blondschopf streckt seinen Kopf durch das Fenster, um wahrscheinlich zu sehen, ob die „Katze" am Wagong festklebt. Ich halte mir den Kopf und sehe ihn nicht wirklich an. Überraschung spiegelte sich auf seinem rundlichem Gesicht. Er dreht sich mit einem breiter werdenden Grinsen nach hinten. „Jin-Hyung" , mal wieder zog er das Hyung lang, „Es ist doch nicht diese adhs-Katze! So n Typ hat wahrscheinlich Gleichgewichtsstörungen und liegt da." Dann könnte ich auch mit einer guten Ausrede auf dem Boden bleiben. „Yah! Dann hilf ihm doch, sonst brat ich dich und verfütter dich an die Katze, du Punk!" Der Mann war außer sich und redet in einem rasendschnellem Tempo. Ich habe nicht einmal die Energie dazu, meine Augen zu verdrehen. Schon allein dieses Gespräch mit anzuhören, vertreibt meine wenigen, funktionierenden Hirnzellen aus meinem Körper. Wie kann man um so eine Uhrzeit Lärm machen? Wenn ich eine Katze wäre, würde ich auch gegen den Wagong springen. Seufzend massiere ich meinen Nasenrücken. Einfach nichts fühlen und nichts denken. Isolation von der Außenwelt. Das klingt doch friedlich. Nicht eine crackhead Ecke am Arsch der Welt, in Südkorea. Ich muss alles und jeden nur ignorieren, dann wird das bestimmt. „Nein", gebe ich monoton von mir ehe ich aufstehe und mir nicht die Mühe mache, meinen Einkauf einzusammeln. „Wenn du mir helfen willst, dann gib mir einen Burrito." Ich sehe ihn mir genauer an. Er hat mandelförmige, helle Augen und eine schmale, kleine Nase. Seine etwas fülligeren Wangen sind gerötet und seine fetten Lippen haben einen roten Touch. Er trägt ein Tank Top und seine Arme liegen frei, somit kann man einige Tattoos erkennen. „Kannst du knicken. Immerhin hast du mit dieser Wassermelone von Kopf eine Delle in den Wagen gedrückt." Mein Gesicht zeigt keine Regung. Dann nicht. „Okay." Schleifend ziehe ich meinen großen Körper zu der geöffneten Zahnpasta, hebe sie auf und drücke mir eine große Menge von der Masse gedacht fürs Zähne putzen in den Mund. So erspare ich mir das Zähne putzen und das Frühstück. Geschockt sieht der Blonde mich an und ruft: „Yah! Wer hat dir in den Arsch gekackt, sowas isst man doch nicht!" Er zappelt wild mit seinen kurzen Armen umher und springt auf der Stelle. Seine Ohrringe klimperten gegen seine Wangen und seine Haare drehen sich in jede mögliche Himmelsrichtung. Ein lautes Lachen ertönte von diesem Jin. Ich sehe zum Wagong und atme aus. Es klingt wie ein Scheibenwischer. Das ist mir zu viel Chaos in fünf Minuten. Dieser Bengel hat zu viel Energie, damit will ich mich nicht herumschlagen. Ich würde nie wieder in diese Gegend kommen. Ohne Gedanken mache ich mich wieder auf den Weg in meine Wohnung, mit der Hoffnung, diese nie wieder verlassen zu müssen. Aber wieder wird mir ein Strich durch die Rechnung gemacht. Ich sehe zu meinen Sandalen, an meinem linken Fuß hing ein schwarzer Gucci Treter, an meinem rechten ein zwei Größen zu kleiner, hellblauer Schuh. Bestimmt sehe ich aus wie ein Penner, das ist mir aber egal. Seufzend stieß ich Luft aus meinen 25 jährigen Lungen. Ich höre wie etwas die Luft schneidet und mit einem lautem Geräusch kommt ein Schuh gegen meinen Kopf an, genau an der Stelle, wo er zuvor angekommen ist. Der Schmerz wird schlimmer, Blut steigt mir in den Kopf und ich spüre wie kochende Wut in mir hochkommt, jedoch schluckte ich sie runter. Auf Gefühle verzichte ich lieber, das ist mir zu nervenauftreibend. Meinen verletzten Kopf senke ich zu Boden und sehe einen Timberland-Schuh. Schroff lache ich aus und sehe vom Schuh zum jetzt orangenen Himmel auf. Diese Farbe ist doch hässlich. Wieder schiele ich zum Schuh und halte jeden Drang zurück, jetzt Stress mit dem Kücken dort anzufangen. Ein krächzendes Miauen riss meine Aufmerksamkeit auf sich. Meine Augen leicht aufgerissen sah ich zu der dünnen Katze mit dicken, schwarzem Fell und helle Töne fleckten dieses so dunkle Tier. Während sie sich auf drei Beinen schleichend bewegt glänzt die just aufgegangene Sonne in ihrem Fell und lässt es glänzen. Einige Essensstücke wie Brokkoli, Paprika und Mais waren in diesem zu finden. Der Blonde schreit verzweifelt auf. Er zieht das Hyung lang während er sich lautschwer über die Katze beschwert. „Das kann nicht wahr sein! Hyung! Hyung! Hyung! Dieses kleine Nuttenkind ist da! Bitte darf ich sie treten, I sweat to god ich mach's nicht stark. Nur so einmal, you know", er sprang hoch in die Luft und kickte mit seinen Beinen herum, „Genau so. Die soll sich mal verpissen, ich weine gleich, ich mein was ist das? Was? Sag mir, ich schwöre diese Katze gibt mir Alpträume." Feurig antwortet sein Hyung darauf und wieder ertönt dieses Windschutzscheiben-Lachen. Mein Auge zuckt während ich mich von den zwei Idioten abwende, sehe ich zur Katze. „Hey, psst. Du kleine Muschi, komm mal her", flüstere ich ihr zu und langsam tapst sie auf mich zu. Den Schuh lege ich ihr vor die Füße und ich symbolisiere ihr, dass sie daran riechen soll. Mit einem Finger tippe ich mir gegen meine Nase und dann auf den winzigen Schuh. Danach zeige ich der Katze den Wagong und knurre mit gefletschten Zähnen. Sie miaute, was sich sehr kehlig anhörte und kotzt einen Haarballen aus. Wah. „Genau, Kitty Cat, geh dahin und fetz die." Sie legte ihre kleinen Vorderpfoten auf mein Knie und deutet ein Nicken an. Was zur Hölle? Diese Katze war wirklich komisch. Ich gehe in die Hocke und sehe zu, wie das Kätzchen den Schuh in das Maul nimmt und so schnell, wie ich sie noch nie gesehen habe, zu den Zielpersonen flitzt. Da er am Fenster angelehnt ist, sieht er sie nicht kommen und mit einem Fauchen schmiss sie den Schuh gegen die Tür und eine große Beule nach innen entsteht. Um den Überraschungsmoment zu nutzen springt sie hustend auf seinen Rücken und zerkratzt ihn. Er schreckt auf und zappelt wild umher. „Hyung!" Mal wieder zieht er es lang. Schallendes Lachen dringt in meine Ohren und ich drehe mich stolz auf die Katze weg und schlage nun wirklich den Weg nach Hause an.
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A reminder: you're beautiful inside and outside (;;
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morning sun | a taekook story
Fanfiction[GERMAN FF BY JIMINSHOEZ] "Wieso trägst du immer eine Sonnenbrille?" "Ich mag Licht nicht wirklich, die Sonne kann mich am Arsch lecken." enjoy >bxb >taekook >vmin >other ships >soulmates >swear words #36 in lost #12 in sun !DONT LIKE DONT READ...
