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Suyu Pov

„Verdammte Scheiße! So ein Mist!"
Ich hasse es, ich hasse es, ich hasse es!
„Drecks Tisch!", fluchte ich jetzt schon zum zehnten Mal, da ich meinen Fuß an meinem Nachttisch gestoßen hatte. Aus der Wut heraus trete ich nochmal -wie eine dumme, ich weiß- gegen diesen Tisch und bereue es sofort.
„Fuck! Was steht dieser dumme Tisch hier noch?!"
Als würde der sich von selbst abbauen, Suyu..

Ich kann doch nichts dafür, dass heute so ein scheiß Tag ist!
Denn drei Mal dürft ihr raten, wer heute seine Heimatstadt verlässt und deswegen auch die Schule wechseln muss!
Ganz genau.
Umziehen schön und gut, aber wieso muss es eine andere Stadt sein? Was soll ich denn in Seoul?

Also nice sind meine Erinnerungen an Busan jetzt auch nicht unbedingt, aber hier habe ich meine absolute Ruhe. Keine Freunde die nerven und ich kann mein Leben in Ruhe leben. Ich brauche keine andere Menschen außer meinen Geschwistern.

Okay, meine Eltern auch noch, da ich kein Geld verdiene.

Aber was doch so richtig schön ist, ist, wenn alle aus deiner Familie sich mit dem Gedanken umzuziehen angefreundet haben, nur du nicht.
So gern ich meine Schwester auch habe, aber es ist unfassbar unfair, da sie sowieso hätte nach Seoul gemusst, um zu studieren! Ich aber nicht!

Und Tae kann ich jetzt nicht wirklich böse sein. Ich vermute, dass er vielleicht denkt, dass wir nur einen Ausflug nach Busan machen oder so.
Immerhin ist der kleine auch erst fünf.

Und meine Eltern?

Bei denen habe ich gefühlt schon jede Hoffnung aufgegeben. Ich würde zwar lügen, wenn ich sagen würde, dass ich zu 100% jede Hoffnung aufgegeben habe, aber bald haben wir's.

Ich denke aber, das brauch ich jetzt nicht weiter erklären.

„WIRD'S HEUTE NOCH DA OBEN?"

„JA MUM!"

Und schon versuchte ich die Treppe ausnahmsweise mal wie ein normaler Mensch und nicht wie eine gestörte Seerobbe runterzulaufen.
Es blieb bei dem Versuch.
Denn wie mein Leben mich doch liebt, setzte ich meinen linken Fuß viel zu weit ans Ende der Stufe auf und verlor meine Balance. Da ich jedoch schon geübt in solchen Situationen bin, war es mir möglich nur um die fünf Stufen runter zubrettern und mich dann so stark ans Gelände zu drücken, dass ich dann stehenblieb und mir nicht jeden Knochen brach.

Meine Schwester June, die gerade am Essentisch saß und Müsli isst, hat das ganze mit angesehen und als unsere Augen sich trafen als ich endlich aufhörte wie eine gehbehinderte runter zu stolpern, verschluckte sie sich vor Lachen so hart am Essen, dass die Hälfte wieder rauskam.

1:0 für mich oder wie ist das jetzt?

Tae sprang nur von seinem Stuhl runter, als ich unten ankam und rannte auf mich zu.
„Ist Noona verletzt?"
Ich könnte dahinschmelzen bei seinen Glubschaugen.

Mit Leichtigkeit griff ich unter seine Arme und hob ihn hoch.
„Nein, ihr geht es prima Tae."
Mit ihm auf dem Arm laufe ich wieder zum Esstisch, wo der Rest meiner Familie schon sitzt.

Wohlgemerkt ist es 5:30 Uhr.

wIr mÜSeN nOcH dEn SchLüsSel aBhoLen!

No shit, ich habe wirklich gar keine Lust umzuziehen. Ich streite mich hier ja nichtmal mit meinen Freundinnen, da ich gar keine habe! Am Esstisch ist es auch ruhig und niemand nervt mich hier. In der Schule bin ich dann die unbekannte neue, bei der man erstmal rausfinden muss wie sie tickt. Naja, ob das in der 11. auch noch so ist weiß ich nicht genau, aber zu mindest ist das in den anderen Klassenstufen immer so gewesen.

Ich hatte sogar versucht die Autoschlüssel zu verstecken oder auch den Mietvertrag in meinen Schreibtisch gammeln lassen, damit das alles rausgezögert oder im besten Fall abgeblasen wird.
Ich hatte auch am Anfang eine Riesen Szene gemacht, dass ich schon damit gerechnet hatte, dass ich nicht mit ihnen umziehen werde, sondern einfach in Busan gelassen werde.

Tja, war dann leider doch nicht so.

„Macht ihr euch dann fertig? Wir wollen gleich los, um den Schlüssel rechtzeitig abholen zu können.", erinnerte uns mein Vater mal wieder an diesen dummen Schlüssel.

Ich zog mich oben also um, obwohl das mein Aussehen auch nicht geraden verbesserte.
Wie denn auch, wenn ich nur von Pyjama zu Jogginghose und crop top gewechselt bin?
Aber jetzt mal ganz ehrlich: Wer zieht sich schon unbequeme Sachen an, wenn man eine unverschämt lange Autofahrt hinter sich bringen muss?

June zieht nicht nur sich um, sondern kümmert sich dann dann auch um Tae, da leider jemand bestimmtes das nicht richtig hinkriegt.

Wie jemand weises mal gesagt hat:
„Jeder weiß wie Babys gemacht werden, aber niemand weiß, wie man Väter macht."

In diesem Fall wohl etwas verallgemeinerter, denn manchmal kriegen zwei Menschen Kinder und keiner von beiden weiß wie man sich als Elternteil verhalten sollte.

Aber genug Rumgeheule für heute.

Kurz nach dem mein Vater den Motor gestartet hatte und los fuhr, war mein altes Zuhause schon außer Sichtweite. Von Busan nach Seoul würde man schon ohne Verkehr bis zu drei Stunden brauchen. Ich glaube, ich muss nicht mehr erklären, man versteht bestimmt, dass dies eine lange Fahrt wird.

____

Wie eine tote Fliege klebt mein Gesicht and der Autoscheibe, als wir stehenbleiben, um den Schlüssel abzuholen.
Ich bin nach einer Stunde eingeschlafen.
Und so seh ich wahrscheinlich auch aus.

Als ich mich normal und gerade aufsetzte, weg von der Scheibe, knackt mein Nacken einmal richtig laut, dass ich schon befürchtet hatte, ich hätte ihn mir gebrochen.
Was kein Sinn macht, denn wenn das der Fall wäre, dann wäre ich jetzt wahrscheinlich gelähmt oder auch tot.

Nur meine Eltern steigen aus dem Auto, um den Schlüssel abzuholen und kommen dann auch nach 15 Minuten wieder zurück, da sie noch einige organisatorische Sachen klären mussten.

Als wir dann auch mal am Haus ankamen, war ich immer noch wach, um einen weiteren fast-Genickbruch zu vermeiden.

Auch wenn man es ihnen nicht zutrauen würde, verdienen meine Eltern ordentlich Geld und das strahlt auch unser Haus aus. Ich würde aber niemals mit Geld oder mit irgendwas anderem angeben.

Drinnen waren unsere Möbel aus dem alten Haus. Naja, zu mindest im Wohnzimmer, denn ich bin ja heute morgen in meinem Bett aufgestanden und gegen meinen Nachttisch gestoßen.

Die Möbel waren sowieso alt. Ich bin mir sicher, die gab es im osmanischem Reich auch schon.
Aber wer den Cent nicht ehrt, ist den Euro nicht wert, oder wie sagt man das?

Wir Kinder hatten alle oben unsere Zimmer, welche genug Platz boten. Ich hatte sogar tatsächlich einen kleiner begehbaren Kleiderschrank mit einigen Klamotten aus der alten Wohnung drinnen.

Zum Essen bestellten wir etwas, da niemand kochen wollte. Und da ich wirklich noch so müde von der Fahrt war und jetzt wirklich nichts produktives mehr machen wollte, ließ ich mich in den Klamotten, welche ich auch bei der Fahrt getragen habe, auf mein Bett fallen und schlief ein.

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Dies ist meine erste FF und alle, die diese schon mal gelesen haben, wissen, dass das erste Kapitel eigentlich ganz anders war, jedoch schreibe ich die Kapitel von. Zeit zu Zeit neu und überarbeite sie.
Da ich aber die Storyline beibehalten möchte und werde, wird der Inhalt der Kapitel immer gleich bleiben, auch wenn einige Sachen total unrealistisch waren/sind, aber ich möchte einfach, dass die Story genau die Originalidee beibehält.

Mit der Zeit wird die Geschichte auch realistischer und die ersten Kapitel sind relativ langweilig, aber ich musste erstmal die ganze Situation erklären und die Charaktere vorstellen.

Seid nicht zu streng mit der Geschichte, denn mein 12 Ich hat sich wahnsinnig gefreut die Geschichte genau so zu schreiben.

(P.S.: mittlerweile bin ich 14)

Überarbeitete Version hochgeladen: 06.07.2020

Do you hate me? || Jungkook ffWo Geschichten leben. Entdecke jetzt