Kapitel 1 - Prolog

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Seufzend blicke ich auf meinen Wecker, der schon seit einiger Zeit dieses Nerv tötende Klingeln von sich gibt.

Als ich mich aufrichte, quietscht mein Bett und ich kann nicht wiederstehen, mich nochmal drauffallen zu lassen und wieder aufzustehen, und nochmal draufzufallen und nochmal aufzustehen.

Das mache ich so lange, bis meine Zimmertür aufgeht.

Ich habe die ganze Zeit wie verrückt gekichert, weil es sich so lustig anhört.

Meine Mutter linst durch den schmalen Spalt in der Tür hindurch und flüstert eindringlich: „Avia! Was machst du denn da? Du musst dich beeilen, sonst kommst du zu spät! Und sei bitte etwas leiser."

„O, ja ... Sorry. Ich geh dann mal ins Bad", flüstere ich zurück und schleiche mich an meiner Mutter vorbei, in das Badezimmer am gegenüberliegenden Ende des Ganges.

Als ich fertig bin, zische ich nach unten und stopfe mir Toast in den Mund. Währenddessen schnappe ich mir meine Schultasche und gebe meiner Mutter einen Kuss auf die Wange.

„Ich werd' dich vermissen, Mom."

„Ich dich auch, mein Schatz. Und wenn irgendetwas sein sollte, dann rufst du mich oder Jesse sofort an, okay?"

„Geht klar", grinse ich und drücke die Klinke zur Haustüre hinunter.

„Wenn ich wieder zurück bin, hast du gefälligst ein paar Freunde gefunden, ja?", ruft mir meine Mutter noch fröhlich hinterher.

Augenrollend lasse ich die Tür ins Schloss fallen und begebe mich zu fuß auf den Weg zur Schule.

Hi. Ich bin 16 Jahre alt und bin gerade Mal vor weniger als einer Woche nach Süd-Korea gezogen, da unsere Wohnung in Deutschland zu teuer für uns geworden ist. Koreanisch habe ich vor einigen Jahren gelernt, da es klar war, dass wir eines Tages hierherziehen würden. Außerdem leben hier gute Freunde von uns, einer von ihnen ist Jesse, bei denen meine Mutter einen tollen Job gefunden hat, der ihr auch Spaß macht.

Jesse und meine Mutter sind für die nächsten vier Tage auf Geschäftsreise, weshalb ich in der Zeit auf mich selbst auf mich aufpassen muss. Und da ich sonst weder Freunde noch Familie habe, – die anderen guten Freunde hier in Süd-Korea haben so viel zu tun, dass sie uns nicht einmal besuchen können, geschweige denn wir sie – bin ich ganz auf mich allein gestellt. Aber so schlimm ist es eigentlich auch nicht, da ich eine ziemliche Couch-Potato bin und es mir für die nächste Woche einfach gemütlich machen werde.

Mal wieder Zeit für mich allein, das ist doch schön.

Ich bin so in meine Gedanken vertieft, welchen Film ich heute Abend anschauen soll, dass ich versehentlich in jemanden hinein renne.

„Ups, sorry! Tut mir leid! Das wollte ich ni –"

Ein Riese, mit Armen wie Baustämme, schaut auf mich herab und beäugt mich mit tödlichem Blick, sodass es mir augenblicklich die Sprache verschlägt.

Ich schlucke und entschuldige mich noch mehrmals, während ich mich aus dem Staub mache.

Dann wird mir bewusst, dass ich schon längst das Schulgebäude betreten habe, ohne es zu merken.

Ja ... apropos Freunde.

An dieser Schule gibt es nur solche Typen. Also niemand dabei, der mich mögen könnte, oder jemand, den ich mögen könnte.
Ziemlich belastend, wenn man bedenkt, dass ich meine restliche Schulzeit hier verbringen werde.

Einige Schüler glotzen mich an, als ich an ihnen vorbei in mein Klassenzimmer gehe, was mich vermuten lässt, dass der Neue hier wahrscheinlich immer der Komische ist. Oder jemand, den man sich leicht zum Opfer machen kann.

Don't Leave Me // Yoongi {BTS SUGA} Ff Cerita yang bikin terobses. Temukan sekarang