Katarina
„Katarina, räum doch endlich dein Zimmer auf, du weist doch, das zwei der Jungs bei dir schlafen sollen. Hast du eine Freundin gefunden bei der du übernachten kannst?"
Ist das Erste das meine Mutter mir zuruft als ich aus der Uni nach Hause komme. Nette Begrüßung, oder? Ich bin unwichtig und werde ausgeladen, aber da mein Bruder Maximilian nichts dafür kann, gehe ich genervt in mein Zimmer und beginne mein Zimmer für Lennart und Jonathan aufzuräumen. Vor allen weil sie gewisse Dinge nicht finden sollten, Dinge die Maximilian zum Glück für sich behält.
Ich suche alles zusammen was irgendwie mit meinen Songs zu tun hat, ordne es und hefte es ordentlich ab. Besuch war immer die perfekte Gelegenheit Ordnung in mein Chaos zu bringen. In meiner weltretter Phase hatte ich versucht das Songschreiben papierlos zu gestalten, aber Ideensuche und das Schreiben an sich war für mich digital einfach nicht möglich, es fühlte sich nicht richtig an.
Ich stutze als mir mitten in all dem Ramsch plötzlich ein Zettel in die Hand fällt von dem ich nicht mal wusste, dass er noch existiert.
Ich sehe überrascht auf den ersten Song hinab den ich je geschrieben habe und in mir kommen lauter Emotionen hoch, was nichtmal an den Rechtschreibfehlern oder dem seltsamen Schreibstil liegt. Nein. Damals war es ein Traum, eine Idee, eine kindliche Fantasie, die viel zu wahr geworden ist. Damals war ich ein kleines 12 jähriges Mädchen gewesen, welches von der großen Bühne geträumt hatte nachdem es zu viel Hannah Montana gesehen hatte. Heute jedoch war ich eine 20 Jahre junge Studentin in Schauspiel und Musik die es liebt Sport zu treiben und Songs zu schreiben.
Vorsichtig nehme ich den zerknitterten Zettel in die Hand und streiche ihn behutsam glatt bevor ich ihn in mein aktuelles Songbuch legte.
„
Ich kann dir niemals alles sagen,
Kann dir nie alles erzählen,
Du wirst mich dennoch Fragen
Und ich muss wählen.
Niemand kennt das Geheimnis
Niemand soll es erfahren
Ich leb hier still und heimlich
Um mir das zu ersparen.
Vielleicht wird irgendwann alles anders sein
Vielleicht werde ich den Mut finden
vielleicht wird die Welt mich nicht verurteilen
Vielleicht werde ich verschwinden
„
Stolz über die geschaffte Arbeit stelle ich die mit Jahreszahlen beschrifteten Ordnern zurück auf das oberste Regalbrett und mache mich an den Rest meines Zimmers, beziehe schon mal das Sofa sowie eine Bettdecke frisch und räume den Müll raus. Mein Bett würde ich erst morgen machen, wenn die Jungs ankommen. Ist es eigentlich okay bei Mittzwanzigern immer noch von Jungs zu reden? Naja. Irgendwie verhalten sie sich ja noch genau so.
-
„Blitzblank und kein Staubkorn in Sichtweite." Spreche ich gerade ins Telefon, Maximilians Antwort ist allerdings nur ein Lachen. „Sei nicht so doof, ich tu das nicht für deine Freunde, sondern für mein eigenes Leben und SIE wird dennoch alles Mögliche daran auszusetzen haben. Wahrscheinlich darf ich den nicht mehr vorhandenen Dreck auf dem Boden noch drei Mal wegsaugen." Ich bin gerade extrem genervt von meiner Mutter. Sie war schon zwei Mal in mein Zimmer gestürmt und hatte mich zurechtgewiesen, dass ich viel zu faul war und doch endlich Ordnung schaffen sollte. Nur weis ich wirklich nicht, was an meinem Zimmer noch auszusetzen ist. Sogar das Bad im Obergeschoss hatte ich auf Hochglanz geputzt. „Und alles nur für eine bescheuerte Nacht die ich nicht mal hier sein darf!"
Sofort hört Max auf zu lachen. „Wie, du darfst nicht da sein?" Fragt er offensichtlich irritiert.
„Ja Max, du hast richtig gehört, ich wurde ausgeladen, während ihr hier seid." ich seufze und lasse mich auf meinen Sitzsack fallen.
„Das kann doch nicht ihr Ernst sein! Ich werde mit ihr reden Kat." Leider weis ich, dass es nur noch mehr Probleme verursachen würde wenn er sein Vorhaben in die Tat umsetzt.
„Lass mal, es sind ja nur noch ein paar Wochen, dann bin ich hier raus." Ich muss nur noch meine Bachlorarbeit fertig schreiben und abgeben und verteidigen. Dann werde ich von zu Hause verschwinden. Ach und Geburtstag hatte ich vorher auch noch.
„Wie läuft denn das Studium?"
„Supi, aber wir schwatzen später, ihr kommt ja morgen Vormittag schon an. Sag liebe Grüße!"
„Natürlich Süße, alles wird gut, du wirst sehen und wir sehen uns Morgen früh! Ich freu mich auf dich." ich für meinen Teil freue mich nicht nur, ich bin überglücklich. Er war die letzten Monate auf Tournee und ich hatte so viel mit dem Studium zu tun, dass wir kaum etwas voneinander gehört hatten.
„Ich mich auch Bruderherz. Hab dich lieb."
„Ich hab dich auch lieb." antworte er und ich höre im Hintergrund die Stimme von Lenny
„Ey Maxi hast du schon wieder ne Neue?"
ich kichere ein bisschen. Auch wenn es öfter passiert, dass seine Bandkollegen mich für seine Freundin halten, wenn wir telefonierten.
Es raschelt an Max Mikrofon und ich vermute das jemand ihm gerade das Telefon aus der Hand geschnappt hat. „Egal wie heiß du Maximilian findest, ich bin heißer und derzeit single."
Ohne zu Antworten lege ich grinsend auf. Solche Idioten.
Maximilian
Es ist schon spät am Abend und wir sind auf dem Weg zum Flughafen als mein Telefon klingelt. Lächelnd nehme ich das Gespräch entgegen.
Mum macht Kat schon wieder sehr zu schaffen und sie braucht einiges an gutem Zureden, damit sie nicht komplett in die Luft geht. Es ist furchtbar für mich mitzubekommen wie unsere Familie mit ihr umspringt, aber aus der Ferne kann ich ihr leider nicht zur Seite stehen. Im Sommer werde ich sie mit nach London nehmen. Dort kann sie bei uns Wohnen und Ihren Master machen. Außerdem freue ich mich darauf meine kleine Schwester und beste Freundin endlich wieder in meiner Nähe zu haben und ihr zeigen zu können wie schön das Leben ist.
„Max, wir sind da. Werd fertig." Unser Bodyguard Peter parkt gerade das Leihauto am Flughafen und steigt aus. „Ich bring schnell die Schlüssel weg. Ihr wartet hier." schnell beschenkt er uns noch mit einem strengen ‚wehe wenn nicht' Blick und verschwindet um die nächste Ecke.
„Süße, alles wird gut, du wirst sehen und wir sehen uns Morgen! Ich freu mich auf dich." und das meine ich auch so. Meine Schwester ist mir einfach unglaublich wichtig. Sie hat mich dazu gebracht zu singen und bei dieser Talentshow mitzumachen wo ich die besten Freunde überhaupt gefunden habe.
„Ich mich auch Bruderherz. Hab dich lieb." Sagt sie liebevoll.
„Ich hab dich auch lieb." Antworte ich ihr im gleichen Tonfall und drehte mich zu Lenny als dieser zu Sprechen beginnt. „Ey Maxi hast du schon wieder ne Neue?"
Ich hörte wie Kat zu lachen anfängt und verdrehe die Augen bis sich plötzlich Flynn mein Handy schnappt und davonrennt.
„Boar Lenny, das war Kat. Echt unnötig Jungs!" Sage ich eigentlich nur noch zu Lenny da Flynn schon außer Hörweite ist.
Ich blicke in die Richtung in die der Neue verschwunden ist und sehe ihn gerade wieder um die Ecke kommen. „Einfach aufgelegt." er zuckt mit den Schultern und gibt mir mein Handy zurück.
Ich ziehe nur eine Augenbraue hoch und versuche mir nicht vorzustellen, mit was für einem ekelhaften Anmachspruch er Kat vergrault hat.
Grummelnd kommt Peter wieder und dirigiert uns in den Flughafen „Los Jungs, ich will endlich in den Flieger und schlafen. Ihr macht mich völlig fertig." Wir lachen alle und laufen ihm brav hinterher während wir versuchen unauffällig auszusehen.
——
Hi!
Das ist eine der zwei Geschichten auf die ich aktuell total Bock habe! Ich gebe euch schon mal einen kleinen Vorgeschmack. Bei der 2. brauche ich erst noch ein Cover 😅.
Darum diese zuerst. 😁
Ich wünsche euch viel Spaß dabei! Die nächsten 2 Kapitel sind auch schon geschrieben 😉
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Kitty Paw - nur die kleine Schwester
RomanceIch sah auf den ersten Song hinab den ich je geschrieben hatte und in mir kamen lauter Emotionen hoch, was nichtmal an den Rechtschreibfehlern oder dem seltsamen Schreibstil lag. Nein. Damals war es ein Traum, eine Idee eine kindliche Fantasie, die...
