Ära des Chaos

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Ein alter Barde serenierte einer Truppe Reisender Nachts eine Geschichte, inmitten einer überfüllten Taverne:
„Bereits vor etlichen Epochen geschah es...
Ein Mann mit Augen, deren Farben der einer Abendröte gleichen, erschien am Horizont...
Und bereits zu diesem Zeitpunkt, wusste unser Land, dass unser aller Leben sich drastisch ändern würden...
Mit nur einer Bewegung seines Fingers, führte er den Marsch einer gesamten Armee an...
Und als währe dies nicht erdrückend genug...
Ließ er Drachen Flammen über das Reich niederregnen!...
Und innerhalb weniger Stunden, vermachte er unser geliebtes Reich Godashes, zu einem mickrigen Dorf zu dezimieren...
Noch bis heute fürchtet sich jede einzelne Kreatur in Lulota, vor dem Gott dessen Namen bis heute durch das Land zieht...
Terakonn..."

In selbiger Taverne saß ein Mann mittleren Alters in einer Sitznische und trank einen einfachen Krug Bier.
Sein Umhang ermöglichte es nur schwer, sein bleiches Gesicht zu erkennen.
In solch einer Taverne tummeln sich oft viele unterschiedliche Gestalten...
Menschen, Elfen, Chimären und selbst der ein oder andere Ork sind hier mehr Stammkunde als Seltenheit.
Neben diesen und zahlreichen anderen Gestalten, befand sich auch eine Frau.
Unter ihrem Gewand blitzten zwei rot behaarte Fuchsohren hervor.

Der jungen Frau folgte wohl ihr Unglück steht's...
Denn diese versuchte vergeblichst, einem protzigen Knecht seines Lohns zu bestehlen, wobei sie direkt ertappt und zurechtgewiesen wurde.
„Hey, Pfoten weg Staubwedel!"
Schrie der Knecht verärgert der Frau ins Gesicht während seine Hand dieser das Handgelenk quetschte.
„Lass los! Ich habe nichts getan!", wehrte sich die Frau.
Doch ihr verleugnen verärgerte den Knecht nur noch weiter.
„Ja klar, erzähl kein Mist! Ich schlage deine Fresse schon zurecht!", drohte er.
Der Knecht holte bereits zum Schlag aus, bis der blasse Mann ihm seine Hand auf die Schulter legte und ihn davon abriet:
„Du willst bestimmt nicht so einfach den Abend mit einer Prügelei versauen, oder?"
Der ihn überragende Mann schüchterte den Knecht etwas ein, auch wenn dieser versuchte es zu verbergen.
„Mann, Ist doch bloß eine mickrige Chimäre... Die fällt doch gar nicht auf wenn sie am Boden verblutet... Aber wenn's dir so viel bedeutet, lasse ich sie gerne heute noch mal laufen...", erwiderte der Knecht, welcher daraufhin die Taverne mit seiner Bande verließ.

Als sich der Mann erneut in seine Nische saß, gesellte sich die Frau überraschender Weise zu ihm.
Nun konnte man sie auch besser erkennen.
Sie war eine Chimäre, sogar eine mit menschlichen Zügen.
„Danke, das du mir ausgeholfen hast...
Ich gebe dir einen aus.
Was willst du?", fragte sie.
„Ruhe...", antwortete der Mann stumpf.
„Nicht gerade in Plauderlaune, was?", erwiderte die Chimäre.
Der Mann beschwieg ihren Kommentar, doch die Frau begann erneut zu reden:
„Ich heiße übrigens Kio und du?"
„Lässt du mich in Ruhe, wenn ich's dir sage?", fragte der Mann genervt, bevor er seufzte und nachgab,
„Mein Name lautet Dier...
Zufrieden?"
„Nein!", antwortete Kio energisch,
„Warum bist du so blass?
Woher kommst du?
Was führt dich hier her?
Warum bist du so mürrisch?"
Die rasanten Fragen überrumpelten Dier und nervten ihn nur noch mehr...

Plötzlich erbebte der Boden.
Gläser und Flaschen zerbrachen innerhalb der Taverne und Feuer erhellte den Nachthimmel lichterloh.
Menschen rannten durch die Straßen der Stadt und einer schlug die Tür zur Taverne offen, um herein zu schreien:
„MONSTER!!!"
Bei diesen Worten verschwand die Ruhe der Menschenmasse komplett und allesamt stürmten aus der Taverne.
Selbst Dier schaffte es gerade so an den Griff einer bedeckten Waffe zu greifen, bevor er mit der Menschenmasse rausgedrängt wurde.

Sobald Dier es aus dem Gebäude schaffte, sprintete er direkt in Richtung des Marktplatzes
Dabei flug das Tuch, welches seine Waffe bedeckte, fort und gab den Blick auf eine dunkle Sense frei.
„Dier! Dier, warte auf mich!"
Schrie Kio hinterher, während sie sich durch die Menschen zwängt und zwei Dolche zückt.

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